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Erneute Datenpanne in Großbritannien: Verteidigungsministerium verliert Daten von bis zu 900.000 Militärangehörigen

Und täglich grüßt das Murmeltier: Im Überwachungsland Großbritannien sind erneut Daten verloren gegangen. Nach bislang mindestens elf dokumentierten Datenverlusten hat es die britische Regierung geschafft, das Dutzend voll zu kriegen. Betroffen sind diesmal bis zu 900.000 Bedienstete des britischen Militärs, die dem Verteidigungsministerium abhanden gekommen sind.

Bei den großen Mengen an verloren gegangenen Datensätzen im Vereinigten Königreich muss man sich nicht mehr fragen, wer alles davon betroffen ist, sondern eher, wer nicht. Denn nachdem den britischen Behörden mindestens acht mal Daten verloren haben, hat die Regierung wieder nicht aufgepasst. In einem Hochsicherheitsbereich des Luftwaffenstützpunktes Innsworth in der Nähe von Gloucester sind drei Festplatten verloren gegangen. Auf zweien sollen Tausende Datensätze mit persönlichen Informationen gespeichert sein, die Dritte enthält nach Regierungsangaben keine persönlichen Informationen. Die Service Personnel and Veterans Agency, die für diese Daten verantwortlich ist, speichert Daten von insgesamt 900.000 aktuellen und ehemaligen Angehörigen des britischen Militärs. Die Polizei von Gloucester und die Militärpolizei ermitteln gemeinsam gegen den Dieb, der die drei externen USB-Festplatten gestohlen hat. Wie viele Daten darauf gespeichert waren ist bisher unklar.

Obwohl die Diskussion immer wieder aufs Neue entflammt, scheint die Regierung des Inselstaats noch keine Lösung für die regelmäßigen Datenverluste gefunden zu haben. Bereits im Januar hatten Abgeordnete gefordert, Datenpannen unter Strafe zu stellen. Nicht unbedingt unverständlich bei wiederholten Fällen von verloren gegangenen Laptops, verlorenen und wieder gefundenen USB-Sticks, Festplatten, die bei amerikanischen Privatfirmen verschwunden sind oder auch in Laptops versteckte CDs, die von Antiterror-Einheiten sichergestellt wurden. Doch nicht nur die staatlichen Behörden gehen schlampig mit persönlichen Daten um: Auch mehrere britische Großbanken oder Krankenhäuser zeigen das selbe Verhalten. Trotzdem lässt sich das Königreich von seiner Datensammelwut nicht abbringen. Es bleibt abzuwarten, wie oft noch Datenträger in Großbritannien verloren gehen. (Malo)

(via tagesschau.de, thx)

News Redaktion am Samstag, 27.09.2008 17:09 Uhr

tagsTags: großbritannien polizei festplatte england mod uk militär royal air force daten datenpanne clucester innsworth luftwaffe militärpolizei datenverlust verteidigungsministerium

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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • watiano am 28.09.2008 15:13:08

    Ist doch nur gezielte Desinfo von den Geheimdiensten - kein Grund zur Panik. Das glaube ich aber auch, die Nachricht soll meines Erachtens suggerieren das wir ja aufpassen sollen was wir z.B. schreiben. Denn es könnte ja sein, das unsere Daten auch in die Falsche Hände gerat ...

  • roninxy am 28.09.2008 14:50:51

    Ist doch nur gezielte Desinfo von den Geheimdiensten - kein Grund zur Panik. ...

  • mad1max am 27.09.2008 21:31:39

    Denen Leuten die meinen das das in Deutschland nicht passieren kann, muss ich eintäuschen hierzulande müssen betroffene nicht benachrichtigt werden und deshalb wird es auch nicht gemacht. ...

  • energy107 am 27.09.2008 21:15:52

    Ich liebe die dafür :D So gemein das ist, aber für mich ist GB das Vorzeigeland, wie man es nicht machen sollte. Ich hoffe auf weitere Unfälle dieser Art, auch wenns einige hart trifft. Letztendlich ist es zum Wohle aller. ...

  • SubData am 27.09.2008 19:44:28

    Die sollen mal so weiter machen, damit auch das Deutsche Volk so nach und nach mitbekommt, dass gesammelte Daten ein Risiko sind ;-) ...

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