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Mozilla: Zieht Veröffentlichung von User-Daten in Erwägung

Am gestrigen Sonntag hat die Ex-Chefin von Mozilla in einem Blogpost ihre Vorstellungen im Umgang mit gesammelten Nutzungsstatistiken für die weitere Zukunft geäußert. In ihren Augen könnte eine Publikation der erlangten Daten verschiedene Bereiche des Internet- und Surfverhaltens beleuchten. Im selben Atemzug grenzt sie allerdings ganz klar die detaillierten Daten von den anonymisierten ab.

Bei vielen Benutzern des Internet fällt die Wahl des Browsers immer häufiger auf den Firefox. Eine Tatsache, die sowohl die Entwickler als auch die Beschäftigten der Mozilla Foundation sehr freuen dürfte. Verschiedene Datenschutzexperten rufen bei ihren Beobachtungen jedoch zu Vorsicht auf. Schließlich steigen mit den gestiegenen Userzahlen auch die erlangten Datenmengen deutlich an. Mozilla konnte derartige Bedenken stets beschwichtigen und unterstrich immer wieder die Bedeutung der Privatsphäre im Internet.

Die wohl wichtigste Frage in diesem Zusammenhang ist es, wie Mozilla mit den gesammelten Daten umgeht und welche Ziele verfolgt werden. Einige mögliche Varianten bezüglich der Vorgehensweise hat Mitchell Baker auf ihrem Weblog verlauten lassen. Darin sprach sie mehrere Typen von Nutzungsdaten an. Unter anderem denkt sie über die Veröffentlichung von Informationen über die Bandbreite des Users, umfassende Listen von besuchten Webseiten, Download-Chroniken und weitere Datensätze nach. Das Augenmerk müsse ihrer Meinung nach aber klar auf die Anonymisierung gelegt werden. Es ist nicht im Sinne des Unternehmens detaillierte Informationen über das Surfverhalten der Kunden zu offenbaren.

Als einen der bedeutendsten Gründe führte Baker an, dass die Daten zwingend dafür benötigt werden, um zu verstehen, wie das Internet funktioniert. Sie betonte jedoch in dem gesamten Kontext mehrfach, dass ausschließlich eine aggregierte und anonyme Form der Daten in Betracht käme. Sollte von diesen Gedanken Abstand genommen werden, so könne das Internet als offene Plattform einen deutlichen Schaden davon tragen. Ein erster Vorgeschmack auf die Intentionen des Open-Source-Entwicklers Mozilla wurde bereits im Mai dieses Jahres geliefert. Damals wurde ebenfalls eine Veröffentlichung von User-Daten in Erwägung gezogen. Entgegen aller Spekulationen soll nach eigenen Aussagen weiterhin der Schutz der Privatsphäre der User an erster Stelle stehen. Es ist als äußerst unwahrscheinlich einzustufen, dass der Browser-Hersteller einen zu offenen Weg hinsichtlich der Benutzerdatenveröffentlichung einschlagen könnte, womit man den eigenen Grundprinzipien den Rücken zukehren würde. Es wird sich zeigen, ob wir in naher Zukunft eines Besseren belehrt werden. (gS-)

(via heise-online.co.uk, thx!)

News Redaktion am Montag, 29.09.2008 20:16 Uhr

tagsTags: internet mozilla surfverhalten daten browser userdaten

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32 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • 9999 am 03.10.2008 14:13:20

    Und du glaubst bei Opera gäbe es diese Überlegungen nicht, wenn sie ähnliche Userzahlen hätten? Wenn sie hätten... Haben sie aber nicht :p ...

  • BlueLittleFoxy am 01.10.2008 15:21:13

    Was immer alle haben, mir is das total wurscht. Die können alle meine aufgerufenen URLs haben. Die werden nie Usernamen oder IPs veröffentlichen ruhig Blut. Das Problem liegt häufig nicht darin, dass der Sammler freiwillig die gesammelten Daten veröffentlicht, viel mehr ...

  • Destiny666 am 30.09.2008 20:33:39

    Ich sollte vielleicht doch auswandern. Diese ganze Datensammelwut geht mir gehörig auf den Keks. Ach ja, und zu Opera wechseln. Hülfe. ...

  • Sheadox am 30.09.2008 19:55:08

    Was immer alle haben, mir is das total wurscht. Die können alle meine aufgerufenen URLs haben. Die werden nie Usernamen oder IPs veröffentlichen ruhig Blut. ...

  • am 30.09.2008 14:13:53

    Wie war das noch einmal? Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ich lege zwar Wert auf Privatsphäre, habe im Moment aber (noch?) keine Bedenken. ...

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