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Cloud Computing: Richard Stallman findet Nutzung von Web-Programmen wie Google-Mail "schlimmer als Dummheit"

Richard Stallman, der Gründer des GNU-Projektes, findet die Euphorie über das "Cloud Computing" für übertrieben. Er sieht in der aktuellen Debatte lediglich eine weitere Möglichkeit der Softwareunternehmen, möglichst viele Nutzer an proprietäre Konzepte zu binden. Er findet die Nutzung von Web-Software wie Google-Mail, die persönliche Daten irgendwo "in der Wolke" speichert "schlimmer als Dummheit". Für ihn ist das Gerede von Cloud Computing nicht mehr als ein Marketing-Hype.

Damit scheint man ein neues Diskussionsthema in der Computerindustrie eröffnet zu haben. Nachdem es um den Vergleich von Open-Source vs. proprietäre Software still geworden war und auch die Debatte rund ums Web 2.0 abflaute, begann nun die Diskussion rund ums Cloud Computing. Stallman meint, dass es kein Argument dafür gibt, warum man persönliche Daten auf den Servern von Unternehmen speichern soll, wenn man gleichzeitig die Möglichkeit hat, die Daten auch komplett lokal zu speichern. Das Argument, Mietservices anstatt lokaler Software einzusetzen und dadurch Kosten zu sparen, sei mehr als hanebüchen. Zudem wird die Entwicklung in Richtung Cloud Computing zu allem Überfluss auch noch als unausweichlich dargestellt.

Das findet nicht nur Richard Stallmann, sondern auch Oracle-Chef Larry Ellison. "Die Computerindustrie ist die einzige Industrie, die mehr von Modeströmungen angetrieben wird, als die Frauenmode. Vielleicht bin ich ein Idiot, aber ich weiß nicht, von was da beim Cloud Computing geredet wird. Was soll das denn sein? Es ist kompletter Unfug. Wann wird diese Idiotie beendet werden?" Er sagt, dass sie auch Cloud Computing betreiben würden und nicht dagegen ankämpfen. Jedoch verstehe er nicht, was sie jetzt anders machen würden als früher.

Richard Stallmann empfiehlt, Daten lokal zu speichern und zu verwalten. Durch das Aufkommen des Web 2.0 würde der Trend, alle Informationen von Web 2.0-Unternehmen verwalten zu lassen, dazu führen, dass man die Kontrolle über die eigenen Daten komplett aus der Hand gibt. Und damit wieder in die Hand von Unternehmen und proprietärer Software. (020200)

(via Intern, Guardian)

News Redaktion am Dienstag, 30.09.2008 17:56 Uhr

tagsTags: cloud computing web 2.0 oracle larry ellison hype proprietär richard stallman

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27 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Schattenspieler am 02.10.2008 21:53:59

    siehe letzten KommentarHä? Aber was hat das denn mit dem großen Büro zu tun?? Egal. Ja: Informationsgehalt mäßig, Informationswert recht gering. Schreiben wir doch morgen, was Mr.Gates davon hält, auch wenn er nicht mehr im Chefsessel sitzt. Oder Mr.Jobbs. Und was hat GM ...

  • Sonnentier am 01.10.2008 23:22:10

    Die beiden haben Recht :T Die Web-Verseuchung wird schlimmer und schlimmer. e-Mails, Informationen suchen, was auch immer. Falls meine Verbindung dann mal abbricht, kann ich in Zukunft nicht mal mehr Texte schreiben. Und wenn es dann wieder geht, schicke ich jeden Tastenanschlag direkt zur Zentral ...

  • Sanharib am 01.10.2008 21:09:02

    ich benutz trotzdem weiterhin google mail :T ...

  • Ghandy am 01.10.2008 19:43:02

    Ich finde den News-Wert dieser Nachricht auch nicht wirklich überragend. Wird jetzt hier jedes Statement zum Cloud Computing als News verkauft? :confused: Also ich fand das Thema trotzdem sehr spannend. ...

  • Frusty64 am 01.10.2008 18:07:39

    Was mich an diesen "Gratis"-Angeboten von solchen Firmen stört: Niemand hat etwas zu verschenken! Alle wollen nur unser Bestes, nämlich unser Geld! Die Rechnung wird präsentiert werden! Wenn man soetwas im Hinterkopf behält, fragt man sich dann, wie es sein kann, dass dann alles ummesonst sein ...

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