
Auf dem Programm stand das Upgrade von Mac OS 10.5 "Leopard" auf die aktuelle Version auf einem rund drei Monate alten MacBook. Angesichts der aktuellen Hardware und Applikationen (und der positiven Vorab-Berichte in der Fachpresse) war also auf ein problemloses Upgrade zu hoffen. Als kleine zusätzliche Schwierigkeit galt es allerdings zu berücksichtigen, dass auf einem der Benutzer-Accounts das Verschlüsselungs-Programm FileVault aktiviert war. Würden trotzdem alle Daten das Upgrade überstehen und hinterher alles fehlerfrei funktionieren? Nach dem Anlegen eines aktuellen Backups, nur für den Fall der Fälle, ging es ans Upgrade. Positiv zu erwähnen ist hierbei auch der gute Kundenservice vonseiten der Apple-Mitarbeiter, die sich sehr engagiert dabei zeigten, Umsteigern und Upgradern bei eventuellen Problemen weiterzuhelfen.
Die Installation gestaltet sich sehr geradlinig: Nach dem Einlegen der DVD erscheint ein Installer-Fenster, das, sofern man keine besonderen Optionen benötigt, denkbar einfach bedient werden kann: Ein einfacher Klick auf "installieren", und den Rest erledigt der Installer automatisch. Auf dem Testrechner dauerte die Installation rund eine Stunde (die meisten Erfahrungsberichte geben geringere Zeiten an; womöglich machte sich hierbei FileVault bemerkbar). Die Installation verlief ereignislos; mehr als ein Fortschrittsbalken und einige Informationen über den aktuellen Installationsschritt waren auf dem Testrechner nicht zu sehen. Wären Kompatibilitätsprobleme mit installierter Software oder Treibern aufgetreten, hätte der Installer diese selbstständig gemeldet - auf dem Testrechner mit größtenteils relativ aktuellen Anwendungen (unter anderem OpenOffice.org, Filezilla und Adium, aber auch das etwas ältere Warcraft 3 samt Add-On) gab es jedoch keine Probleme bezüglich der Kompatibilität.
Beim Booten in die neue Installation wurde man von dem (schon vom Kauf des Macs bekannten) "Willkommen-Video" begrüßt. Ansonsten wirkte alles sehr vertraut: Die persönlichen Daten und Einstellungen hatten das Upgrade unbeschadet überstanden, alles war an seinem Platz. Die Veränderungen bei Snow Leopard sind eher subtiler Natur. So soll das Betriebssystem in der neuen Version wesentlich schlanker sein als der Vorgänger - Berichte anderer User sprechen von 3 bis hin zu 20 GB weniger Speicherplatz für die Systemdateien. Selbst überprüfen konnte ich dies leider nicht, da ich versäumt hatte, zuvor die Größe der Installation festzuhalten. Sehr wohl bestätigen kann ich allerdings einen anderen Punkt, der im Netz und auch vonseiten Apples häufig Erwähnung findet: Der Umstieg auf 64 Bit bei zahlreichen wichtigen Anwendungen bringt einen großen Performance-Vorteil. Insbesondere Apples Webbrowser Safari, durch zahlreiche geöffnete Tabs, oft mit Flash-Inhalten oder aufwendigen Grafiken, immer hart beansprucht, ist deutlich schneller beim Starten, beim Öffnen neuer Tabs, aber auch beim Laden von Websites. Diese Neuerung dürfte die Produktivität nicht unerheblich erhöhen angesichts der zahlreichen Websites, die viele Nutzer mittlerweile frequentieren. Weniger deutlich, aber merkbar, ist eine Performance-Steigerung auch beim Verbinden mit WLAN-Netzen und beim Wechseln zwischen verschiedenen Programmen. Deutlich schneller ist der komplett überarbeitete und mittlerweile in Cocoa geschriebene Datei-Browser Finder. Leider noch immer in 32 Bit geschrieben (und, zumindest subjektiv, nicht schneller als zuvor) ist der beliebte Mediaplayer iTunes. Eine Verbesserung auch dieses von fast jedem Apple-User benutzten Programms wäre wünschenswert und wird hoffentlich in Zukunft kommen. Insgesamt aber ist aus Sicht eines auf Performance bedachten Benutzers schon das bessere Ansprechverhalten der neuen Raubkatze die regulär 29 Euro für das Upgrade (weniger für Macs, die unter 3 Monate alt sind) wert.
Leicht überarbeitet wurde auch die grafische Benutzeroberfläche von Snow Leopard. Auffälligste (und in Bezug auf Übersichtlichkeit sehr positive) Neuerung ist das leicht umgestaltete Dock. Ein Rechtsklick auf eines der Icons ruft ein Menü auf, das im Gegensatz zum Vorgänger nicht nur umdesigned wurde (neuer Style ist weiße Schrift auf einem transparenten Grau), sondern auch gruppiert wurde und so die zur Verfügung stehenden Optionen in übersichtlicher Form anbietet.
Ebenfalls umfassend überarbeitet wurde der Mediaplayer Quicktime. Eine weitere Neuerung, die insbesondere Firmenkunden interessieren dürfte, ist die Unterstützung von Exchange Server. Und auch ein, allerdings noch eher experimenteller Malware-Schutz ist bei Snow Leopard an Bord (gulli:news berichtete).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es wenig radikal Neues bei Apples neuem Betriebssystem gibt - die Bedienung wirkt größtenteils vertraut, die Vorteile sind teilweise erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Trotzdem (oder gerade deswegen) kann Snow Leopard als ausgereiftes und performantes Betriebssystem überzeugen. Auch am einfachen und problemlosen Upgrade könnte sich so mancher Konkurrent ein Beispiel nehmen. (Annika Kremer)
News Redaktion am Samstag, 29.08.2009 22:59 Uhr
Ohne es selbst ausprobiert zu haben: Da man keinen Key eingeben oder sich irgendwo registrieren muss, halte ich das für so gut wie ausgeschlossen, vorausgesetzt, die "geladene Version" ist fehlerfrei. Apple verzichtet ja konsequent auf Kopierschutz und Co, Aktivierung, Registrierung und ähnliches. ...
kann es probleme mit updates oder sonst etwas geben, wenn man eine geladene snow leopard version installieren würde? ...
Da ich solche Scripte selbst nicht verwende, kann ich nur raten: Adium ist 3rd-Party-Software, vielleicht trödelt der Publisher noch mit einem nötigen Patch? ...
Bei mir sind auf dem Mac Pro 5GB frei geworden. Gefühlt finde ich das System ein klein wenig schneller, aber vielleicht auch nur Einbildung.^^ Ein Problem hab ich aber: Mein Adium gibt mir nicht mehr die Möglichkeit, iTunes Scripts einzufügen. Auch der Status "iTunes" ist weg. Vor dem Update war ...
Richtig verdammt schnell geworden :) Bei mir sind übrigens knapp 20 GB frei geworden, allein deswegen schon geil :) ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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