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Datenklau: Telekom sind 17 Millionen Daten abhanden gekommen

Bereits im Anfang 2006 sind der Telekom 17 Millionen Datensätze verloren gegangen. Namen, Adressen und Mobilfunknummer, auch von Politikern, Ministern und Prominenten, sind darunter gewesen. Der Fall ist erst jetzt an die Öffentlichkeit gekommen, weil man in den letzten zwei Jahren hoffte zusammen mit Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt "die Täter dingfest zu machen". Eine Gefährdung durch den Datenklau sei nicht erfolgt.

Laut Angaben von Spiegel wurden die Datensätze nicht nur entwendet, sondern auch zum Verkauf angeboten. Allerdings hätte sich kein Käufer für die Datensätze gefunden, heißt es bei der Telekom. Die Datensätze enthielten Verbindungsnummern der T-Mobile-Kunden mit Namen, Anschrift, Geburtsdatum und teilweise auch den Mailadressen. Es seien auch Prominiente wie Günter Jauch, Franz Beckenbauer, Doris Schröder-Köpf und Hape Kerkeling darunter gewesen. Ebenfalls in den Datensätzen vorhanden gewesen sind geheime Nummern und Privatadressen von Politikern, Ministern, Ex-Bundespräsidenten, Wirtschaftsführern, Milliardären und Glaubensvertretern. Verbindungsdaten waren von dem Datenklau nicht betroffen.

Der Vorfall hat sich bereits Anfang 2006 ereignet und man hat unmittelbar nach dem Datenklau Anzeige erstattet. Seitdem ermittelte die Staatsanwaltschaft zusammen mit dem Bundeskriminalamt. Trotz der Ermittlungen könnte man bislang keinen Täter feststellen. Der Sprecher der Telekom allerdings spricht von einer "extrem kriminellen Energie", um an die Datensätze gelangt zu sein. Auch hätte man seit dem Vorfall die Sicherheitsvorkehrungen erhöht und den Zugriff auf die Datenbank weiter eingeschränkt. Die Daten, die laut Aussagen der Telekom vergeblich auf dem Schwarzmarkt feilgeboten wurden, hätte man ebenfalls sichergestellt. Stephan Broszio, der Sprecher der Telekom schildert es folgendermaßen: "Recherchen im Internet und in Datenbörsen ergaben über Monate keine Anhaltspunkte, dass die Daten im Schwarzmarkt weitergegeben oder angeboten wurden. Deshalb ging der Konzern davon aus, dass keine Weitergabe der Daten erfolgte." In diesem Zusammenhang wurden scheinbar zwei Mitarbeiter der Telekom gekündigt, obwohl ihnen "ein direkter Zusammenhang mit dem Datendiebstahl nicht nachgewiesen werden konnte". (020200)

(via KSTA, Spiegel, n-tv)

News Redaktion am Samstag, 04.10.2008 15:52 Uhr

tagsTags: missbrauch datenklau datenpanne telekom

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27 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • aderlass am 06.10.2008 16:46:24

    @BolliX Richtige Einstellung! :T Die anderen Unternehmen sind ja bekanntlich alles brave Schäfchen. Ich zieh in Zukunft wieder Blechdosen & Schnur - das Netz der Zukunft! Also Achtung da draußen -> Stolpergefahr! ...

  • Zeppel am 06.10.2008 16:39:04

    Deshalb sollten so Daten auch nicht gespeichert werden. Dann können sie auch nicht missbraucht oder geklaut werden. :confused: :dozey: Ja deshalb gehst du auch jeden Monat in den T-Punkt und holst deine Rechnung persönlich ab, weil ja Anschrift und Namen nicht gespeicher ...

  • BolliX am 06.10.2008 06:50:16

    wie sieht das eigentlich aus, theoretisch hat die Telekom die Datenschutzrechtslinie fahrlässig verletzt. Macht es Sinn seine Verträge fristlos zu Kündigen, müsste ja theoretisch möglich sein oder ??? Ich mein die sind ja wirklich zu blöd sich an die Datenschutzbestimmungen zu halten !!! Also ...

  • Xenor am 05.10.2008 18:47:02

    @Musicnapper Möglich ist alles...gerade bei der Telekom. Mit Kundendaten läßt sich gutes Geld machen, Geld welches die Telekom brauchen könnte. Wenn dann noch Daten sog. Promis darunter sind...treibt das den Preis natürlich nach oben... lol! ...

  • soricsoon am 05.10.2008 13:31:59

    @Musicnapper Möglich ist alles...gerade bei der Telekom. Mit Kundendaten läßt sich gutes Geld machen, Geld welches die Telekom brauchen könnte. Wenn dann noch Daten sog. Promis darunter sind...treibt das den Preis natürlich nach oben... ...

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