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Internetmarkt: YouTube will künftig Musik und Games verkaufen

YouTube, die mit Abstand populärste Video-Sharing Webseite, möchte nun beginnen, Musik und Videospiele über ihre Webseite zu vertreiben. Auch mit neuen Formen der Werbung möchte man experimentieren, um das Einkommen von YouTube zu erweitern.

Möglicherweise brechen neue Zeiten für YouTube an. Das Unternehmen, das vor ein paar Jahren für 1,65 Milliarden Dollar von Google gekauft wurde, konnte bisher mit den Einnahmen nicht die Kosten für den Kauf decken - von den zusätzlichen Kosten für den laufenden Betrieb ganz zu schweigen. Immerhin werden jede Minute etwa 13 Stunden Videomaterial auf die Online-Plattform hochgeladen. Laut Angaben des Statistikdienstes comScore sind 330 Millionen Nutzer im August 2008 auf der Webseite gewesen. Es sei an der Zeit, das Potenzial zu nutzen. Bisher würde man lediglich 200 Millionen Dollar im Jahr einnehmen, im Vergleich zu Google mit 27 Milliarden im Jahr eine relativ niedrige Zahl.

Das Haupteinkommen von YouTube ist die von Google geschaltete Werbung. Shishir Mehrotra, Direktorin vom YouTube Produktmanagement, sagte in einem Interview: "Wir haben eine Reihe Sachen bereits ausprobiert, und wir werden auch in Zukunft mehr Dinge ausprobieren. Einige Sachen funktionieren, andere nicht."

Man möchte nun Produkte über Amazon und iTunes verkaufen. Dabei sieht man vor allem im Bereich des Online-Mp3-Vertriebs eine große Chance, aber auch Computerspiele sollen über Amazon verkauft werden. Die über iTunes und Amazon generierten Umsätze sollen mit YouTube verrechnet werden. Außerdem möchte man neue Werbeformate einbringen. Daher überlegt man, Videos mit Werbung vor und nach dem Clip zu versehen. Das würde nicht bei allem Clips funktionieren, da die Werbung 10 bis 20 Sekunden lang sein soll, und einige Videos deutlich kürzer sind.

Ein VideoID-System, welches bereits genutzt wird, um Rechteinhaber zu informieren, ob Material von ihnen von anderen Nutzern hochgeladen wurde, soll dafür genutzt werden, den Rechteinhabern die Möglichkeit zu geben, an den Umsätzen der jewiligen Videos beteiligt zu werden. Auf diese Art und Weise würde auch eine nachträgliche "Legalisierung" des Inhalts in Bezug auf die Rechteinhaber erreicht werden. (020200)

(via Washington Post)

News Redaktion am Mittwoch, 08.10.2008 19:54 Uhr

tagsTags: google internet itunes verkauf werbung youtube ecommerce amazon

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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • DerRebelI am 09.10.2008 03:27:45

    Das ist der richtige Weg. Apple verdient mit iTunes mittlerweile mehr wie mit allem anderen. Nun stellt euch vor, es gibt unter jedem Musikvideo auf YouTube einen kleinen Link zu dem Titel im iTunes-Store, Amazon oder eBay. YouTube erhält dann pro verkauften Titel eine saftige Provision. Noch be ...

  • wolfkid am 09.10.2008 01:42:20

    Die Sache hat nur einen kleinen Haken. Erst mal muss man die FLVs erstellen, dass werden die meisten wahrscheinlich erst gar nicht gebacken kriegen. Und privater Webspace ist ja schön und gut. Aber wenn den keiner kennt, schaut sich auch keiner die Videos an. ;) ...

  • Crass Spektakel am 09.10.2008 01:08:20

    Das einzige was Youtube auszeichnet ist die Tatsache daß es mit wenig Störungen gratis zu verwenden ist. Sie sind eigentlich nur ein riesiger Gratisprovider mit Spezialausrichtung aber alles was Youtube kann kann jeder Hobbybastler im kleinen Rahmen mit einem kleinem Webforum und einer kleinen Dat ...

  • xzeNji am 08.10.2008 20:27:31

    guter Scherz soweit Hab ich auch grade gedacht. :D ...

  • Ghandy am 08.10.2008 20:08:26

    guter Scherz soweit! ...

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