
Das Verfahren rund um das Bombardement des mittelständischen Internetproviders CIS Internet Services of Clinton hat sich über mehrere Jahre vor Gericht abgespielt. Nun kam der verantwortliche Richter zu einem Entschluss und bittet das Ehepaar gehörig zur Kasse. Henry Perez und seine Frau Suzanne Bartok müssen nun für den entstandenen Schaden aufkommen. Dabei ist ein Betrag von 10 US-Dollar pro versendeter Mail als Schadensersatz zu zahlen.
Den offiziellen Angaben des Richters John Jarvey nach sollen Perez und Bartok ein Programm namens Bulk Mailing 4 Dummies verwendet haben. Damit war es ihnen offenbar möglich, Millionen von Spam-Nachrichten auf die Server von CIS loszuschicken. Der Internet-Service-Provider (ISP) war aufgrund des hohen E-Mail-Andrangs gezwungen, seine Infrastruktur den neuen Umständen anzupassen. Dies hatte eine kostenintensive Neuanschaffung passender Hardware zufolge. Des Weiteren mussten drei weitere Server in Betrieb genommen werden, um den Spam-Nachrichten Einhalt zu gebieten. In der aktivsten Phase beliefen sich diese auf knapp 500 Millionen Stück pro Tag.
Für das Unternehmen bedeutete die gesteigerte Postmenge allerdings nicht nur zusätzliche Arbeit. Schließlich waren es auch die Kunden, die direkt von dem Geschehen benachteiligt wurden. Dies äußerte sich besonders hinsichtlich der Surfgeschwindigkeit im Netz, welche durch die enormen Mengen von E-Mails drastisch in den Keller ging. Die veröffentlichen Statistiken stellen dies deutlich unter Beweis. Im Jahr 2001 verfügte der Provider über circa 5000 Kunden. Drei Jahre später waren es nur noch auf 1,200. Für den Chef des Unternehmens war dadurch Handlungsbedarf gegeben.
Perez und Bartok versuchten den Richter zu überzeugen, dass es sich bei den Nachrichten um keine Spam-Mails in der klassischen Form gehandelt habe. Die Beschuldigten bezeichnen sich selbst nicht als Spammer. Hinzu komme, dass die Nachrichten alle im Bereich der "Legalität" generiert wurden. Der Richter sprach dieser Argumentation allerdings wenig Glaubwürdigkeit zu. Einen wohl maßgeblichen Teil trug dazu bei, dass ein bedeutender Teil von Mails auch an Adressen geschickt wurde, die nicht tatsächlich existent waren. Richter Jarvey bringt es mit dem geschriebenen Satz auf den Punkt: "Das Gericht glaubt Mr. Perez oder Ms. Bartok nicht." Ob die Firma CIS durch das gefällte Urteil nun jedoch zu der ersehnten Schadensersatzzahlung kommt, steht für den Unternehmensleiter Kramer auf einem anderen Blatt. Seiner Meinung nach stellt sich das Eintreiben des Geldes häufig schwieriger dar als gedacht. (gS-)
(via computerworld.co.nz, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 08.10.2008 20:26 Uhr
bei mir ist noch nie eine spam-mail im normalen eingang erschienen. 1000 mails auf einem frischen gmail-account? hab eben mal auf meinem geguckt, das letzte mal vllt vor einem jahr gelöscht und der account wird so ziemlich für alles verwendet. 145 spam-mails. klar kann sowas nerven, aber solch ho ...
Strafe für die lästigen Spammer ist vollkommen richtig, aber diese Strafe von 236 Millionen ist total utopisch. ...
Wegen "Durchschnittsverdienst" und "einfaches Ehepaar": Man darf nicht vergessen dass die beiden gewerbsmäßig Spam versendet haben, und damit sicher auch einiges verdient haben. Diesen Leuten steht sicher mehr als 40.000$ im Jahr zur verfügung. 236 Millionen werden sich wohl kaum ausgehen, aber e ...
Durchschnittsverdienst in den USA = 40.000 Dollar pro Jahr => 4 Mio Dollar in 100 Jahren.Da es zwei sind, müssten sie dann also 50 jahre lang nur arbeiten... Äääääh, soweit ich das richtig verstanden habe, geht es hier aber nicht um $ 4 Mio., sondern um 236. Da müss ...
Das wäre mal was wenn diese komischen "Royal Club Casino" Mails endlich verschwinden würdenö. Täglich bekomme ich nur davon zwischen 3 und 10 Mails. Landen zwar im Spamfilter, aber löschen muss ich da ja trotzdem nochmal! :rolleyes: ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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