
Die zahllosen Daten-Skandale in Großbritannien und auch die Zwischenfälle in Deutschland zum Thema Datenklau haben zumindest eindrucksvoll bewiesen, dass der Datenmissbrauch grenzüberschreitend stattfindet. Man muss sich nicht zwingend aktuelle Kinofilme wie "Eagle Eye" anschauen, um zu begreifen, wie bedrohlich die Situation wirklich ist, beziehungsweise in welche Richtung die Reise gehen könnte.
Der Datenklau bei der Telekom hat zumindest dazu geführt, dass das Thema Datenschutz wieder auf der öffentlichen Agenda steht. Auch die vielen Demonstranten, die letztes Wochenende in Berlin auf die Straße gingen, haben dies unterstrichen. Uns allen erscheint es schon heute fast unmöglich, sich der systematischen Durchleuchtung der eigenen Person, seiner Surfgewohnheiten und seiner Konsumvorlieben zu entziehen. Die Daten werden gesammelt, analysiert und gegen Bezahlung an Dritte vertrieben. Der technische Fortschritt, insbesondere in Form der RFID-Technologie, könnte dem Handel mit Daten dabei ganz neue Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen.
Betrachtet man die derzeitige Entwicklung, so entsteht schnell ein Gefühl der Ohnmacht. Der Gegner ist beinahe unsichtbar und wirkt übermächtig. Er lauert auf uns an vielen Stellen auf, um unsere Daten abzugreifen. Die RFID-Chips spielen dabei eine besonders hinterlistige Rolle, weil diese ohne unser Zutun und völlig unbemerkt funktionieren.
In einem betreuten Diskussionsforum mit Vertretern der Wirtschaft und Datenschützern, einem Chat und einer Expertenanhörung sollen die aktuellen technischen und rechtlichen Entwicklungen bezüglich der RFID-Technologie kritisch hinterfragt werden. Mit dabei sind Florian Glatzner vom FoeBuD und Simon Japs, Referent beim "Informationsforum RFID".
Allgemeine Informationen über den Ablauf des Seminars stehen auch zur Verfügung, anmelden kann man sich hier.
Die Anmeldung sollte jetzt aber sehr zügig über die Bühne gehen, trödeln wäre fatal. (Ghandy)
News Redaktion am Mittwoch, 15.10.2008 09:51 Uhr
Hi, am Seminar insgesamt haben sich ca 100 Personen angemeldet. Im Chat waren allerdings (neben den Experten und den Veranstaltern) leider keine 10 Teilnehmer. Gruß 4ntHraX ...
Leider nicht. Die Idee fand ich aber auch sehr gut! ...
Schöne Idee, gibt es schon ungefähre Angaben über die Teilnehmer Zahl? ...
Die permanente Bedrohung unserer Privatsphäre durch zahlreiche Überwachungsmedien ist allgegenwärtig. Die Virtuelle Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit veranstaltet seit dem 13. Oktober ein dazu thematisch passendes und zudem kostenloses Online-Seminar. Nach Auskunft der ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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