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GEMA: Kassiert beim OpenMusicContest für GEMA-freie Stücke

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) stellte dem Veranstalter der OMC, dem AStA der Universität Marburg, Gebühren für einen unter Creative Commons-Lizenz stehenden Titel von Jammin*Inc in Rechnung.

Hierfür dichtete man Jammin*Inc einfach eine GEMA-Mitgliedschaft an und berechnete so für den 4. OMC-Sampler eine Gebühr von mehreren hundert Euro. Die Braunschweiger Band ist mit ihrem Stück "Was ist härter v2.0" auf dem dritten OMC-Sampler vertreten und steht der aktuellen Musikverwertung durch die GEMA sehr kritisch gegenüber. Im Gegensatz zu der in der Rechtsprechung geltenden Unschuldsvermutung steht am Anfang jeder GEMA-Bearbeitungssache die sogenannte GEMA-Vermutung.Ihren Mitgliedern verbietet die GEMA jegliche Nutzung der Creative Commons, sodass der Irrtum in diesem Fall direkt ersichtlich war. "Ich mach' meine Musik für die ganze Welt und in letzter Zeit verlang' ich dafür nichtmal mehr Geld Und weil ich meine Trax auch ins Internet stell' kannst Du sie Dir saugen per ISDN oder DSL" - Hätte "Der Typ bei der GEMA" sich wenigstens die Anfangszeilen des berechneten Titels angehört, wäre es sicher nicht zu diesem "Verwaltungsfehler" gekommen.

Bei der GEMA sieht man sich als Behörde, was die vermeintliche Erklärung eines Mitarbeiter des Vereins zeigt: Nachdem man die nicht berechtigte Rechnung erhalten hat, wird es einem nicht einfach gemacht, die GEMA von der fehlenden Richtigkeit der Abrechnung zu überzeugen. Nicht erreichbare Abteilungen, Klinken, die immer weiter gegeben werden. Der Allgemeine Studierendenauschuss sei doch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, sie wisse doch, "wie das so mit Behörden läuft".

Am 17. Oktober wird in Marburg das vierte OpenMusicContest-Konzert stattfinden. Vielleich beschwert sich die GEMA ja auch darüber, dass die öffentliche Aufführung von "Was ist härter v2.0" nicht angemeldet wird - und sich dann des nicht-Behördendaseins frusten. Ein Signal wird nicht nur bei der GEMA angekommen sein: Die Zeiten der absoluten Verwertung ist vorbei, das digitale Zeitalter fordert und fördert neue Formen für die Nutzung von künstlerischen Werken. (-rbrueckner)

(via omc-pm, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 16.10.2008 00:24 Uhr

tagsTags: creative commons gema open music contest omc

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17 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Laird_Dave am 20.10.2008 22:25:20

    Ghandy: Wieso? Er hat doch recht. Ich krieg bei solchen Kommentaren auch das kalte Kotzen. Topic: Dass die GEMA ein Verein von blöden Pennern ist wissen wir nicht erst seit eure Mütter das besungen haben ^^ Ich liebe diesen Song :D Ach ja ...

  • Ghandy am 20.10.2008 10:51:01

    @TerrorBash: Geht es nicht auch etwas FREUNDLICHER? ...

  • Dr.Thodt am 18.10.2008 03:43:07

    Deswegen heisst es ja auch "Frei" wie in "Freiheit" und nicht wie in "Freibier" :T ...

  • Deadhveritatis am 17.10.2008 17:38:16

    Wasn los, Terrorbaby? Systemgegner? Hab ich jetzt deine Religion beleidigt? Ooooh.... ...

  • Rob_ert am 17.10.2008 09:45:20

    @TerrorBash: recht so aber net so Krass:p @Deadhveritatis ich glaub mal das die wenigsten Künstler es sich leisten können tatsächlich Free Live Konzerte zu bringen nur eben welche die so schon kommerziell gut verdienen (z.B. ja eben alle die mehr als ne million im jahr verdienen) ...

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