
"Subscribe to Comments" wird in vielen deutschen Blogs eingesetzt, da Wordpress keine integrierte Abo-Funktion für Kommentare zu einzelnen Artikeln hat. Allerdings bietet die Erweiterung keine Möglichkeit für ein rechtssicheres "Double-Opt-In"-Verfahren. Die Kommentatoren können jede beliebige E-Mail in das entsprechende Feld eintragen, um eine Benachrichtigung bei weiteren Einträgen zu aktivieren. Diese Adresse wird von Subscribe to Comments nicht überprüft. Um deutschen Gesetzen zu entsprechen, müsste zuerst eine neutral gehaltene, nicht werblich gestaltete E-Mail an die eingegebene Adresse geschickt werden. Erst wenn der Adressat einen Bestätigungslink klickt, dürfte die E-Mail-Benachrichtigung freigeschaltet werden.
Wird dieses sogenannte Double-Opt-In-Verfahren nicht angewendet, kann Subscribe to Comments auch für fremde E-Mail-Adressen aktiviert werden. In einigen Fällen werden die dann vom Plugin verschickten E-Mail-Benachrichtigungen als Spam gewertet. Dafür reicht es aus, dass das betreffende Blog gewerblich betrieben wird und die E-Mail werblichen Charakter hat, wie Jan Tißler ausführt.
Die Frage, wann ein Blog gewerblich geführt wird, beantworten deutsche Gerichte alles andere als einstimmig. Je nach Gerichtsstandort kann schon ein Blog, dessen Reichweite über den Bekanntenkreis des Autors hinausgeht, als gewerblich bezeichnet werden. Auch Anzeigen, selbst wenn sie gerade einmal die Betriebskosten decken, gelten als Indiz. Der werbliche Charakter einer E-Mail kann sogar schon aus einem einzigen Link resultieren - was bei einer Kommentarbenachrichtigungs-Funktion ein Totschlag-Argument ist.
Derzeit sucht die deutsche Blogosphäre nach Ausweichmöglichkeiten, um das beliebte Feature zu ersetzen. Eine Option sind Plugins, die das Double-Opt-In-Verfahren anwenden, beziehungsweise eine entsprechende Weiterentwicklung von Subscibe to Comments. Eine andere Möglichkeit sind RSS-Feeds, die Wordpress standardmäßig auch für einzelne Einträge anbietet. Die meisten Wordpress-Themes enthalten allerdings keinen entsprechenden Link, was entweder für die Leser oder für den Blogbetreiber zusätzliche Frickelei bedeutet. Ein weiteres Problem an dieser Lösung ist, dass RSS besonders unter Lesern, die nur sporadisch in Blogs unterwegs sind, kaum verbreitet ist.
Wieviele deutsche Blogger derzeit Subscibe to Comments einsetzen und somit in Gefahr schweben, abgemahnt zu werden, ist unklar. Weltweit wurde das Plugin in anderthalb Jahren rund 100.000 Mal heruntergeladen. Darunter dürften nicht wenige Deutsche sein. (Simon Columbus)
(via Penzweb.de, thx!)
News Redaktion am Freitag, 17.10.2008 18:26 Uhr
http://www.infogurke.de/2008/10/weiterentwickelt-subscribe-to-comments Finde ich persönlich besser und ist bei mir schon im Einsatz.:T ...
Herausgekommen ist dabei eine erweiterte Version mit dem geforderten Feature. Super...damit sollte es jetzt funktionieren... ...
schaut mal hier http://www.tobiaskoelligan.de/internet/subscribe-to-comments-mit-double-opt-in-pruefung ...
@Hassel Hier geht es um ein Wordpress-Plugin welches -nach geltenden Recht- nicht in deutschen Wordpress-Seiten eingebunden werden sollte. Wer sich die Mühe macht und stattdessen nach Alternativen sucht, der findet auch welche. Für alle die sich diese Mühe nicht machen, reicht dann eben der RSS-F ...
Wie was alternativen? eben predigst du noch das man auch für kommentare rss feeds benutzen soll und das ja alles nicht so schlimm ist und jetzt soll ich schon ne alternative suchen? Nicht mein Rechner geht in die Knie sondern der Feedreader und mich in ein webinterface einzuloggend as nichtmal sond ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
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