
Aus organisatorischer Sicht war diese Woche trächtig an Bekanntmachungen: Nicht nur das 10-Jährige Bestehen von gulli, sondern auch die offizielle Kennzeichnung des neuen Inhabers Inqnet. Unabhängig davon veranstalten wir ein Gewinnspiel anläßlich des Jubiläums.
Man kann diese Woche jedoch nicht nur als Jubiläumswoche sehen, nein, sie war auch geprägt von vielen, vielen Preisverleihungen. Zum einen war es der Goldene Hademar, Negativpreis für Schleichwerbung. Gestern dann wurden die Preisträger des ebenfalls Negativpreises Big Brother Award Schweiz bekanntgegeben: Fachgruppe 9 der Staatsanwaltschaft Basel erhielt den Pokal in der Kategorie Staat (Fichierung von Grossräten), die Securitas, Abteilung Investigation Services jenen in der Kategorie Business (Bespitzelung von kritischen Gruppierungen) und die Krankenkasse CSS den ersten Preis in der Kategorie Arbeitsplatz (Absenzen-Kontrolle). Der durchaus "begehrte" Lebenswerk-Award ging an Kurt Trolliet, Staatsschutzbeamter, KaPo Bern (präventive Verhaftung von Journalisten). Wir freuen uns schon auf die Verleihung der BBAs in Deutschland und Österreich: Am Freitag wird der deutsche Pendant des satirischen "Preises, den keiner haben will" und am Samstag der österreichische Ableger verliehen.
Ebenfalls für viel Wirbel wird in dieser Woche die Preisverleihung des "Deutschen Fernsehpreises" gesorgt haben. Marcel Reich-Ranicki unterhielt uns mit seiner sicher durchaus nett gemeinten Kritik an der Fernsehkultur. Was lehrt uns das nun? Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender haben an Niveau verloren und werden trotzdem weiter durch den Bürger über die GEZ finanziert. Weil sie ja die Grundversorgung sichern. Wenn das Grundversorgung ist!
Als Hamburg dann das Urteil in der Sache Künstler versus Google verkündete, wurde es dem ein oder anderen schon anders. Google will nun bis vor den Bundesgerichtshof ziehen. Wenn das nicht ein Eklat gäbe, säße beim BGH dann auch solch ein vertrottelter Richter, welcher Google dann doch nahelegt, anstatt der Bildvorschau doch eine nette Bildbeschreibung anzubieten.
Und wenn wir eben schon so nett auf die GEZ gelästert haben, da fällt es mir doch eigentlich schon zu leicht, die Brücke zur GEMA zu schlagen. Nicht nur, dass die beiden sich rein orthographisch ähnlich sind, nein, beide wollen auch noch an das gute, liebe Geld. Aber anscheinend ist man bei der GEMA nicht nur Nachts sehr fleißig, sondern auch tagsüber. Überfleiß nennt man das, und der Typ der bei der GEMA Titel eintippt ist ein ganz blöder Penner! Das kommt davon, wenn man einen CC-Song verwerten will. Got'cha baby!
Mein Name ist Bond, James... Stop! Sorry, ich hab vor kurzem meinen Namen ändern lassen, konnte ihn mir aber nicht so ganz merken. Mein Name ist Dissection.com, Cutout Dissection.com. Wenn Bond nur Umweltschützer(in) wäre...
Die T-Mobile scheint nun doch auf den richtigen Geschmack gekommen zu sein: Mit dem G1, dem ersten Android-Phone scheint man mehr Erfolg zu haben, und hat schon 1,5 Millionen Vorbestellungen erhalten. Wenn das mal nicht happig ist - spannend bleibt der weitere Einsatz von Android auf einer breiteren Basis von unterstützten Geräten.
Für mich persönlich hat Symantec, eher gesagt deren CEO, meiner Woche ein Sahnetupferl aufgesetzt. Seine ganz besondere Ansichten bezüglich Datenschutz und Tracking sind nicht nur sehr eigenwillig, sondern auch realitätsfremd. *würfelhust* Er forderte die Überwachungs- und CCTV-Kamera-Gegner dazu auf, in einen Kokon zu ziehen. Auch sieht er nichts Bedenkliches und Schützenswertes an einer IP-Adresse. Mehr darüber lesen Sie nächste Woche mehr in unserer Serie: Direktoren und ihre Weltbilder: Warum Idioten die Global Players leiten. Bis dahin wünsche ich eine anonyme Woche und freue mich auf nächsten Sonntag, wenn es wieder heißt:
"Ganz schön viel Humbug passiert diese Woche, ganz schlimm, aber damit müssen wir klarkommen - oder rebellieren."Stay evil! (-rbrueckner)
News Redaktion am Sonntag, 19.10.2008 22:59 Uhr
Der Artikel gefällt mir:D ...
Is doch gut geschrieben, tolle Zusammenfassung der letzen News *find* ...
Da ist ein mehr zu viel: "Mehr darüber lesen Sie nächste Woche mehr in unserer Serie..." Ansonsten ganz ok geschrieben, bietet für jemanden, der das alles nicht gelesen hat, einen guten Überblick. ...
Mhm... über diese Glosse muss ich mal schnell meine Meinung loswerden: Ich finde sie miserabel geschrieben... Es erinnert eher an die Aneinanderreihung der vergangenen News als eine Zusammenfassung (und Wertung) - hinzu kommt, dass sie nicht besonders gut gelungen ist... Als Beispiel: [QUOTE=News ...
Ganz schön viel Humbug passiert diese Woche, ganz schlimm, aber damit müssen wir klarkommen - oder rebellieren."Stay evil! (-rbrueckner) Wieso ist doch Ende? Ein abschlussleitender Satz ;) ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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