
Die Abteilung IDABC der Europäischen Kommission ist zuständig für die Beschaffung von Software für den Behördeneinsatz in Europa. Im Auftrag der Behörde hat die Partnerorganisation UNU-Merit ein Dokument zu Beschaffungsrichtlinien für Software erstellt. Bei den Vorarbeiten zu der Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass die Voreingenommenheit bei Behördenausschreibungen zugunsten proprietärer Software sehr weit verbreitet ist.
Nach Erkenntnissen des Dokuments würden die Ausschreibungen häufig entweder unterschwellig oder offensichtlich bestimmte Softwaremarken oder sogar spezifische Applikationen bevorzugen. Die Kompatibilität mit vorhandener Software hätten 333 von 1000 beobachteten IT-Abteilungen in Behörden als wichtigstes Auswahlkriterium genannt. Rishab Ghosh, Mitautor des Dokuments, erklärt die daraus resultierenden Konsequenzen: "Diese implizite Abhängigkeit von einem Anbieter führt dazu, dass eine Ausschreibung, die eigentlich nur über fünf Jahre geht, tatsächlich eine vertragliche Verpflichtung zur Folge hat, die über zehn, fünfzehn Jahre geht oder länger."
Wenn Organisationen eine größere Anzahl von Lizenzen oder Softwarepaketen ausschreiben, würde dieses Verhalten noch offensichtlicher. Ghosh und seine Kollegen haben hierfür mehr als ausreichend Beispiele gefunden: Von insgesamt 3.615 Softwareausschreibungen zwischen Januar und August 2008 verlangten 36 Prozent explizit Microsoftsoftware, 20 Prozent forderten Oracle, 12 Prozent erwähnten IBM-Applikationen, 11 Prozent wollten SAP-Anwendungen und 10 Prozent Adobe.
Ghosh bringt dazu einen passenden Vergleich: "Es ist, als ob man den neuesten Volkswagen anfordert und dann davon ausgeht, dass jeder den verkaufen kann. Wir wissen aber alle, dass nur Volkswagen-Händler dies können." Karel de Vriendt, seines Zeichens Leiter der Opensource-Abteilung der IDABC, abgekürzt OSOR, fordert währenddessen: "Gegen diese Ausschreibungen sollte protestiert werden." Weiterhin fordert er, dass die Verantwortlichen nötigenfalls auch gerichtlich belangt werden sollten.
Die Autoren des Dokuments wollen vor allem zeigen, wie öffentliche Verwaltungen die Diskriminierung gegen Opensource beenden könnten und listen detailliert die besonderen Charakteristika von Opensource auf. Nach den Autoren gehören zu den Besonderheiten, dass die Software ohne Einschränkungen genutzt und verteilt werden darf. Für Ghosh steht fest, dass diese Informationen dringend nötig seien: "Viele Leute glauben es gäbe mittlerweile gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen, und dass Maßnahmen zur Förderung von Opensource nicht länger nötig wären. Tatsächlich ist die Voreingenommenheit zugunsten proprietärer Anwendungen weit verbreitet."
Erste Auszüge der Studie "Osor Guidelines Public Procurement and Opensourcesoftware" wurden am Montag auf einer Opensource-Veranstaltung in Malaga vorgestellt. Im Lauf dieser Woche soll das vollständige Dokument auf der Webseite von OSOR veröffentlicht werden. (_Benny_)
(via OSOR, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 23.10.2008 21:33 Uhr
Es ist doch eigentlich nur logisch OpenSource-Software zu benutzen in Unternehmen (und eigentlich generell). 1. Man hat den Quellcode und kann jemanden beschäftigen der diesen ggf. anpasst an eigene Bedürfnisse. Wenn man etwas eigenes entwickelt kann man es veröffentlichen und andere Leute werde ...
Hier wurden klare Zahlen genannt. Microsoft-Produkt: Fast alle MS Produkte sind durch andere Software zu ersetzen. Orakel: Es gibt noch andere Anbieter von Datenbanken, die alle durch SQL zu 100% kompatibel sind. Wir reden hier von der öffentlichen VERWALTUNG. Der Hauptgrund ist nämlich, die Mi ...
Aber für den Ausschreiber stellt es auch ein erhebliches Hindernis dar, wenn er zusätzlich zur neuen Software auch noch die bisherige Infrastruktur umstellen muss. Wenn er also - um bei dem Beispiel mit den Autos zu bleiben - seine Firmenflotte mit Motor-Interfaces ausstatten will, soll er durcha ...
Einem aktuellen Bericht der EU-Stelle IDABC zufolge seien zahlreiche öffentliche Ausschreibungen für Softwareausstattung in Europa gesetzeswidrig, da sie proprietäre Anwendungen bevorzugen. Geht es nach der IDABC, sollten die ausschreibenden Behörden dafür juristisch belangt werden. Die ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen