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Virtuelle Welt: Auch Mörder von Avataren kommen in den Knast

Eine 43-jährige Frau aus Tokio wurde nach der plötzlichen Scheidung von ihrem Online-Gatten so wütend, dass sie ihren Online-Ehemann "tötete". Im realen Leben klingelte dann die Polizei, um sie zu verhaften.

Zunächst wurden den Onlinespielen wie Second Life die gleichen imperialistischen Regeln aufgezwungen wie sie im realen Leben herrschen (wer zahlt, bekommt Land und goodies), nun in der zweiten Stufe werden die groben Fouls im Onlinespiel auch in der realen Welt bestraft.

In besagtem Fall musste die inhaftierte Frau mit kriminellen Mitteln nachhelfen, um die Online-Scheidung zu rächen.

Auf den Verdacht hin, dass sie sich illegal Zugriff auf einen fremden Computer beschafft hat und wegen der Manipulation von Daten wurde sie im Norden Sapporos inhaftiert.

Sie benutzte die Identifikation ihres Ex-Online-Partners und dessen Passwort, um sich bei dem in Japan beliebten "Maple Story" einzuloggen, sagte ein Polizeisprecher. Die Frau verwendete Login-Informationen, die sie von dem 33-jährigen Büroangestellten erhielt, als ihre Avatare noch glücklich verheiratet waren, um dessen Charakter zu töten. Der Mann beschwerte sich bei der Polizei, nachdem er entdeckt hatte, dass sein geliebter Online-Avatar tot war.

Die Frau hatte nicht geplant auch in der realen Welt Rache zu üben.

"Ich war plötzlich geschieden, ohne ein Wort der Warnung. Das hat mich so wütend gemacht", so die Beschuldigte zu den Ermittlern. Die formelle Anklage steht noch aus, aber bei einer Verurteilung droht eine Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe bis zu 5000 Dollar.

In den letzten Jahren zeigt sich deutlich, dass das virtuelle Leben auch im realen Leben Konsequenzen hat. Im August wurde eine Frau in Delaware belastet, bei der man Zeichnungen für eine reale Entführung fand. Auf den Zeichnungen war ein Freund dargestellt, den sie durch "Second Life" kennen gelernt hatte.

In Tokio verhaftete die Polizei einen 16-jährigen Jungen, der sich virtuelle Währung im Wert von 360.000 Dollar erschwindelt hatte. Er benutze eine gestohlenen ID und das Passwort um an die digitalen Dollars eines anderen Spielers zu kommen.

Auch ein virtueller Diebstahl wird im realen Leben wie ein Diebstahl bestraft (gulli berichtete). Nun also wird der digitale Mord verhandelt oder war es nur Totschlag? (double screening)

(Via CNN Danke!)

(Bildquelle via maple story und Jeremy von Hoff - Danke!)

News Redaktion am Freitag, 24.10.2008 00:43 Uhr

tagsTags: japan diebstahl passwort strafe leben cnn ermittlung id entführung konsequenzen maple story mord realität second life

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26 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Jambold am 26.10.2008 18:04:58

    Mei die Frau hat den Char gelöscht, da steckt Zeit und Arbeit drin. Das ist ja aus dem Artikel ersichtlich. Das mit dem "Mord" kling vielleicht ein bisschen reißerisch, aber so schlimm ist es nu auch nicht. Wen Gulli so blöd ist und eh nur schlechte News kommen, warum tötet ihr dann nicht euren ...

  • Chummer am 26.10.2008 03:12:24

    Das steht ja weiter oben schon Und es wurde weiter unten bereits ignoriert... :rolleyes: Es werden eben doch nur Überschriften gelesen und dabei nicht nachgedacht. ...

  • *speed am 26.10.2008 02:53:05

    Das steht ja weiter oben schon :rolleyes: Kein Grund so auszurasten ... Hätte nur noch kaputte caps lock tast gefehlt :D ...

  • am 25.10.2008 16:17:02

    Das steht ja weiter oben schon :rolleyes: Kein Grund so auszurasten ... ...

  • Sanchez_ am 24.10.2008 23:32:12

    Wie schwer von begriff seid ihr eigentlich?! Es geht hier nicht darum, dass die Frau die Spielfigur "ermordet" hat sondern schlicht und einfach darum, dass sie unbefugt Zugriff zu dem Account genommen und Daten verändert hat. Das ist eine Straftat und es ist ganz und gar nicht lächerlich oder g ...

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