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Ubuntu: Ibex seit heute verfügbar

Die neuste Version von Ubuntu, welche den Codenamen "Intrepid Ibex" trägt, wurde heute veröffentlicht. Die größten Änderungen sind die neuen Mobilityfeatures: 3G Unterstützung sowie die Möglichkeit den eigenen Desktop auf eine andere Maschine oder Smartphone zu porten.

    Bereits die Beta wusste Anwender und solche, die es werden wollen, von sich zu überzeugen. Besonders beliebt waren die vielen Mobilfunktionen, wie die 3G Unterstützung sowie das Angebot mit wenigen Mausklicks ein Linuxsystem für den USB-Stick zu erstellen.

    Ein weiteres Feature hat sogar, laut Dan Olds, Analyst bei Gabriel Consulting, das Potential das Benutzen des Desktops unter Linux anzuspornen. "Dies bietet noch nicht einmal Windows. Du kannst deinen Desktop auf einen USB-Stick ziehen und es auf jedem anderen Computer weiter benutzen." Dieses Feature könnte nach Olds dafür sorgen, dass die User Ibex ausprobieren, die Ubuntu im Speziellen und Linux im Allgemeinen schon beobachtet haben, jedoch es noch nicht gewagt haben in Linux einzutauchen.

    Der 3G-Netzwerksupport bedeutet, dass sich die Anwender über ein Netzwerk wie auch über WLAN via 3G verbinden können. Ein weiteres Feature stellt die Gastsession dar, welche es erlaubt, dass Gäste ohne ein Passwort an einem PC, mit eingeschränkten Rechten, arbeiten zu können. So kann man auch schon mal ohne Bedenken seinen Laptop jemand Fremden leihen, damit dieser schnell - und für den Laptopbesitzer sicher - seine E-Mails checken kann. Laut Olds sei dies ein weiterer Grund für die Unentschlossenen, Ubuntu zu benutzen.

    "Der 3G-Support sorgte derweil sogar für den größten Aufruf aus der Community und Industrie", sagte Gerry Carr, Marketingmanager bei Canonical. "Dies ist die wohl bedeutsamste Änderung an dieser Version." Carr fügte zudem hinzu, dass dies auch für eine große Veränderung in der Welt der Computer stünde: "Mobil, mit Zugang zum Internet sowie virenfrei - das ist das, was die Leute erwarten." Der 3G-Support wurde bereits auf den meisten Smartphone-Plattformen getestet.

    Loyale Ubuntu-User kennen wohl aber schon bereits die große Verlockung auf die neue Version umzusteigen. "Ich werde upgraden, weil ich den neuen Open Office Release bekomme", sagt dazu Laurent Duperval, Präsident einer IT Consulting Firma.

    Weitere Features im Überblick:

    - GNOME 2.24, welche erst kürzlich erschien, und mittlerweile Tabsupport und Auswurfsicons für USB-Speicher in Nautilus bietet. Zudem beherrscht der File Roller Archivmanager nun ALZ, RZIP, CAP und TAR.7z Dateien.X.org 7.4, die neuste stabile Version von X.org, welche einen besseren Support für Eingabegeräte, wie Grafiktables, Tastaturen und Mäuse. Der User kann nun X auch ohne xorg.conf-Datei betreiben. Zudem gibt es ein neues Failsafe Feature, um Probleme mit X besser lokalisieren und beheben zu können

    - Ibex bringt den neuen 2.6.27 Kernel mit, welcher einen verbesserten Hardwaresupport sowie jede Menge Bugfixes mitbringt

    - Der Network Manager liegt nun in der Version 0.7 vor, welche den besagten 3G-Support mitbringt. Zudem kommt eine systemweite Einstellungsfunktion, Verwaltung von mehreren aktiven Geräten, Verwaltung von PPP sowie PPPoE Verbindungen, Verwaltung von Geräten mit statischer IP sowie Routingverwaltung für die Geräte

    - DKMS erlaubt es Treibern, welche im Kernel liegen, sich automatisch zu erneuern, sobald ein neuer Kernel installiert wird. Dies erlaubt es Kernelupdates sofort zu veröffentlichen, ohne dass darauf gewartet werden muss, dass Treiberpakete gebaut werden müssen

    - Samba 3.2 sorgt weiterhin dafür, dass man sich mit einem Windows-Netz werbinden kann. Die neue Version bietet Unterstützung für Servercluster, verschlüsselten Netzwerkverkehr, IPv6 Unterstützung sowie bessere Integration in neuere Versionen von Windows Clients und Servern

    - ein neues Plugin für den Totem Movieplayer bringt kostenloses Fernsehen direkt von BBC zu den Anwendern

    - außerdem wurde die Virtualisierung, Java sowie das System als solches weiter verbessert.

    Aktuell arbeitet Canonical daran, dass die Serverversion von Ibex noch diese Woche verfügbar gemacht wird. Intrepid Ibex bietet Support für 18 Monate. (_Benny_)

    (via Ubuntu, thx!)

    News Redaktion am Donnerstag, 30.10.2008 17:29 Uhr

    tagsTags: upgrade linux ubuntu fernsehen ibex intrepid ibex gerry carr alz rzip cap tar.7z x.org bbc update treiber ipv6

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    21 Reaktionen zu dieser Nachricht
    • Schattenspieler am 07.11.2008 00:06:21

      Also was das Einbinden von treiben im Detail angeht, möchte ich dir da nicht widersprechen - meine reellen Linux-"Erfahrunen" beschränken sich auf ein paar Live-CDs. (Mir fehlt einfach ein Zweitsystem auf dem ich Linux ausgiebig testen und daran herum"pfuschen" kann. Und auf meinem derzeitigen ist ...

    • Toady am 04.11.2008 08:38:28

      Ohne zu weit ausholen zu wollen, aber daß ich ein Modul / einen Treiber erst laden muss, bevor ich ihn nutzen kann, ist ja logisch. Deshalb ist es für unerfahrene User trotzdem schwierig - sie müssen das freie Modul blacklisten, und das unfreie, selbst-kompilierte, ...

    • Schattenspieler am 03.11.2008 23:22:39

      Wenn du denen was von "du musst die Konfiguration des X-Servers ändern, damit der das unfreie nVidia-Kernelmodul nutzt, ahja, und das musst du dir vorher noch kompilieren, Quellen findest du auf www.nvidia.com, vor der änderung aber drann denken das modul zu laden, ...

    • xzeNji am 31.10.2008 20:56:44

      Für die, die immer schonmal Linux benutzen wollten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Super Paket wie ich finde! ...

    • Toady am 31.10.2008 20:06:16

      Mein Tipp: Probier mal oss4 aus. Zumindest die Soundqualität ist bei mir merklich besser. Bei neuerer Hardware wird er da eher mehr denn weniger Schwierigkeiten haben, weil ALSA halt doch sehr viel schneller entwickelt wird (nicht, weil die OSS-Leute zu bräsig wären, sondern ...

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