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Google Knol: Deutsche Variante des Wikipedia-Konkurrenten gestartet

Der offizielle Startschuss für die deutsche Ausgabe des Wikipedia-Konkurrenten ist gefallen. Das Veröffentlichungsprinzip von Knol weist einige Unterschiede zum Produkt der Wikimedia Foundation Inc. auf. Der Begriff Knol setzt sich aus den beiden treffenden Begriffen Google Knowledge (Google Wissen) zusammen.

Anders als bei Wikipedia haben die registrierten Benutzer nicht die Möglichkeit, fremde Artikel ohne Weiteres zu verändern. Diese Option räumt der Betreiber lediglich dem ursprünglichen Autor des Artikels sowie einigen bestimmten Nutzern ein. Von einer derartigen Handhabung verspricht sich Google verschiedene Experten auf das Portal locken zu können, welche sich dann nicht auf Diskussionen mit anderen Nutzern einlassen müssen.

Des Weiteren ist Knol auch keine klassische Enzyklopädie und lässt nicht ausschließlich Lexikoneinträge zu. Hinsichtlich der Anonymität der Autoren unterscheidet sich der Wikipedia-Konkurrent ebenfalls deutlich. Jeder Autor steht mit seinem Namen und häufig sogar mit seinem Gesicht für den geschriebenen Text. Nachdem ein Artikel fertiggestellt wurde, kann der Autor festlegen, ob an seinem Artikel von anderen Usern Änderungen vorgenommen werden dürfen. Anders als bei Wikipedia darf es bei Knol auch mehrere Artikel zu einem Themenbereich geben. Google geht es offenbar nicht um eine Anlaufstelle für objektives Wissen und Informationen sondern vorrangig darum, dass der Autor seine eigene Meinung deutlich macht. Jeder Benutzer hat im Weiteren die Möglichkeit, andere Artikel (welche als Knols bezeichnet werden)

zu bewerten.

Das kalifornische Unternehmen selbst hat einen dringenden Bedarf an einer Plattform wie Knol für das Internet gesehen. In den Augen des Produktmanagers Jürgen Galler gibt es nach wie vor noch zu viel Wissen, welches nicht im Netz zu finden sei. Knol soll allen Nutzern die Möglichkeit geben, ihr Wissen und dementsprechende Kenntnisse mit anderen Leuten zu teilen. Galler verspricht sich viel von dem gestarteten Projekt in der deutschen Sprachvariante und ist guter Dinge für den weiteren Verlauf.

Aktuell sind die Übersetzungsarbeiten zwar zum Großteil erledigt, obgleich unter anderem die Hilfeseite noch dem letzten Feinschliff unterzogen werden muss. Die Benutzeroberfläche ist bereits vollständig in die deutsche Sprache übersetzt worden. Als eine Einnahmequelle für die Autoren bietet Google das Schalten von Ad-Sense Werbung auf den Seiten der Artikel an. Neben Deutsch steht die Webseite nun auch in den Sprachen Englisch, Spanisch, Italienisch, Arabisch, Französisch, Portugiesisch und Koreanisch höchst international zur Verfügung. (gS-)

(via washingtonpost.com, thx!)

News Redaktion am Freitag, 31.10.2008 22:02 Uhr

tagsTags: google wiki knol lexikon wikipedia

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13 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Kinimod92 am 02.11.2008 02:12:10

    Barack Obama works with terrorists sag ich nur... Barack HUSSEIN Obama sag ich nur:D ...

  • skuuzi am 02.11.2008 02:06:14

    Ich finde Knol ist eine gelungene Alternative zu Wikipedia...Wo man vorher nur die eine Informationsquelle bzw. den einen Wikibeitrag hatte, kann man nun detaillierter recherchieren. Und glaubt man Seiten wie knol-info.de kann man damit ja auch ein bisschen Geld ...

  • FalconIT am 01.11.2008 16:10:29

    Joar, das mit dem "mitwirken" wurde im Gulli-Artikel ziemlich irreführend formuliert. @Bewa: Das Feature gibts ("Contents"), wurde dort nur nicht genutzt. ...

  • soricsoon am 01.11.2008 15:55:19

    Anders als bei Wikipedia haben die registrierten Benutzer nicht die Möglichkeit, fremde Artikel ohne Weiteres zu verändern. Na so was aber auch... Wählen Sie das standardmäßige Mitwirkungsmodell für alle neuen Knol-Artikel: Dies wirkt sich nicht auf vorher verfasste Knol ...

  • Bewa am 01.11.2008 15:35:16

    Entweder kommt das Feature noch oder die bisher verlinkten Artikel haben davon keinen Gebrauch gemacht, aber ich erwarte am Anfang eines Artikels wie bei Wikipedia ein paar Sprung-Links, mit denen ich zu bestimmten Bereichen des Artikels springen kann. Bei Bismarck wäre das passend gewesen. Und wen ...

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