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Sniffing: USA erheben Anklage gegen Sniffer-Programmierer

Ein New Yorker Programmierer sieht sich einer Anklage gegenüber. Der 25-jährige soll einer Cracker-Gruppe geholfen haben, an Kreditkartendaten zu kommen. Er ist der zwöflte Angeklagte im Gerichtsprozess um den mutmaßlich größten je aufgedeckten Fall von Kreditkartendaten-Diebstahl.

Stephen Watt wird vorgeworfen, mehrfach für die Gruppe ein Sniffing-Programm namens "blabla" modifiziert zu haben. Die Kriminellen nutzten das Programm, um an mehr als Kreditkartendaten zu gelangen. Ihre Vorgehensweise war dabei denkbar einfach: Sie fuhren mit dem Auto Filialen bekannter Ketten ab und suchten in deren WLAN-Netzen nach Sicherheitslücken, um den von Watt angepassten Sniffer zu installieren.

Das "war driving", wie diese Taktik genannt wird, dauerte jahrelang an. Zwischen 2005 und 2007 gelangten die amerikanischen Mitglieder der Gruppe an über 41 Millionen Kreditkartendaten, die sie über internationale Mittelsmänner verkauften. Nach der Entdeckung des Falls belief sich allein der Schaden der Bekleidungskette "T.J. Maxx" auf über 130 Millionen US-Dollar an Entschädigungen und Gerichtskosten.

Pikant ist vor allem, wie lange die Gruppe ungestört ihren dunklen Geschäften nachgehen konnte - obwohl ihr Kopf ein einschlägig bekannter Krimineller ist. Albert Gonzalez war bereits 2003 verhaftet worden, kam aber über eine Kronzeugenregelung wieder frei. Als Schlüsselinformant des Secret Service half er 2003, den Cracker Brian Salcedo festzunehmen, der später zu neun Jahren Haft verurteilt wurde.

Der nun angeklagte Programmierer Stephen Watt soll sich mehrfach mit Gonzalez getroffen haben, um den Sniffer "blabla" dessen Wünschen anzupassen. Weil er als Teil des internationalen Verbrecherrings um Gonzalez behandelt wird, lautet die Anklage auf Verschwörung zum Begehen von Computerbetrug, Überweisungsbetrug, Identitätsdiebstahl und Geldwäsche.

Zurückzuführen sein könnte seine jetzige Verhaftung auf das Geständnis von Gonzalez' Komplizen Damon Patrick Toey. Dieser befindet sich aktuell auf freiem Fuß, weil er sich zu Aussagen gegen seine mutmaßlichen Mittäter bereiterklärt hat.

Bei diesen scheinen Geständnisse nicht so leicht zu erhalten zu sein. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der Ukainer Maksym Yastremskyi, ebenfalls unter den Angeklagten, in der Türkei gefoltert sein soll - weil er ein Passwort nicht herausrücken wollte. Yastremskyi gilt als große Nummer im internationalen Geschäft mit Kreditkartendaten und soll auch mit der Beute der Gruppe um Gonzalez Geschäfte gemacht haben. (Simon Columbus)

(via Wired, thx!)

News Redaktion am Samstag, 01.11.2008 22:19 Uhr

tagsTags: hacking controller kreditkarte kundendaten albert gonzalez blabla brian salcedo damon patrick toey maksym yastremskyi sniffer stephen watt tj maxx

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7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • MSX am 06.11.2008 15:58:44

    Es heißt ja hier nicht "der Zwölfte", sondern "der zwölfte Angeklagte". Ist also adjektivisch an dieser Stelle. In dem Fall ersetzt man aber das Subjekt durch das Adjektiv und damit wird es zum substantivierten Adjektiv, soweit ich mich erinnere. Mit den Bezeichnunge ...

  • Simon_Columbus am 06.11.2008 15:52:05

    Ich hab nicht die Groß- oder Kleinschreibung bemängelt, sondern nin Buchstabendreher. Soll mir aber auch herzlich egal sein. Oh! Sorry! Das nenne ich mal einen Total-Blackout. Tut mir leid, aber da habe ich wirklich Talent im Blind stellen bewiesen. :( ...

  • xzeNji am 02.11.2008 11:49:04

    Richtig so, hoffentlich gibts ne Strafe die sich gewaschen hat. :) ...

  • Fomra am 02.11.2008 11:42:39

    Nö. Es heißt ja hier nicht "der Zwölfte", sondern "der zwölfte Angeklagte". Ist also adjektivisch an dieser Stelle. Ich hab nicht die Groß- oder Kleinschreibung bemängelt, sondern nin Buchstabendreher. Soll mir aber auch herzlich egal sein. ...

  • Simon_Columbus am 02.11.2008 01:22:38

    Zwölfte :p Nö. Es heißt ja hier nicht "der Zwölfte", sondern "der zwölfte Angeklagte". Ist also adjektivisch an dieser Stelle. ...

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