
Unter der Federführung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken durchsuchten am Vormittag des gestrigen Dienstags Polizisten aus der saarländischen Landeshauptstadt sowie Flensburg, Köln, Wolfsburg, Berlin, Essen und Schönefeld zeitgleich die Privatwohnungen von sechs Männern wegen des Verdachts des Betriebs einer illegalen Tauschbörse.
Zwei der Verdächtigen werden beschuldigt, einen sogenannten BitTorrent-Tracker und damit die Steuerungseinheit für die Verbreitung der Raubkopien im Peer-to-Peer-Netzwerk mit knapp 2.000 registrierten Usern betrieben zu haben. Den Anwendern dieses Netzwerks gewährten die Macher gegen Bezahlung von 15 Euro einen Download-Bonus von 30 Gigabyte sowie besondere Privilegien. Die weiteren vier Personen stehen im dringenden Tatverdacht, das Netzwerk mittels eigens angemieteter Server kontinuierlich mit den neuen Daten der Warez-Szene versorgt zu haben. Darunter aktuelle Kinofilme, PC- und Konsolengames, Software und Musik.
Zur Erlangung weiterer Beweismittel beschlagnahmten die Beamten die stolze Summe von insgesamt sieben Rechnern, elf Festplatten, mehreren USB-Sticks, 870 CDs und DVDs sowie diverse Dokumente. Zeitgleich wurden im sächsischen Bennewitz Unterlagen bei einem Internetbezahldienst sichergestellt. Bei einem Erfurter Internetdienstanbieter gelang die Sicherung der Tracker-Datenbank, mit dessen Hilfe die Mitglieder dieser BitTorrent-Tauschbörse nun ermittelt werden sollen.
Allen sechs Hausdurchsuchungen liegen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken zugrunde. Auf ihren Antrag hin hatte das dortige Amtsgericht die Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Sämtliche Asservate werden derzeit durch IT-Spezialisten des Landeskriminalamtes Saarbrücken und der beteiligten Polizeibehörden ausgewertet.
Begonnen hatte das Verfahren wie üblich mit Internetermittlungen durch die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) im Jahr 2007. Man entdeckte den so genannten Anti-Leech-Tracker, dessen Regeln den Nutzern vorschrieben, für jeden Download auch eine bestimmte Dateimenge illegal zum Upload zur Verfügung zu stellen. Zugang wurde generell erst nach einer E-Mail-Registrierung gewährt. Über 500 urheberrechtlich geschützte Werke sollen im Dezember 2007 in insgesamt 18 Kategorien zur Verfügung gestanden haben. Darunter auch damals aktuelle Kinofilme wie "Operation Kingdom" etc . Zu diesem Zeitpunkt waren bereits insgesamt 76,31 Terabyte dieser Raubmordkopien hoch und runtergeladen worden, was einer Datenmenge von annähernd 107.000 Film-DVDs im vergleichsweise kleinen XviD-Format entspricht. (Ghandy)
(via PM, danke!)
(Foto: Evrim Sen, danke!)
News Redaktion am Mittwoch, 02.09.2009 14:32 Uhr
Das geilste ist ja, bei meinen Original DVDs muss ich mir diese Quatsch-Spots "Raubkopierer stehlen keine DVDs, Autos usw." anschauen obwohl ich mir den scheiss gekauft habe. Jedesmal 1 Minute meines Lebens. Ich hasse sie alle, ich habe ja respekt vor dem Urheberrecht (ja, mitlerweile xD). Aber [B ...
BTW: Nun ist der Down-Tracker angeblich Torrentboys. Ändert sich wohl wöchentlich... ...
je nachdem was man gefunden hat aber sicher ist viel kommt nicht bei rum. Ich kenne zwei Fälle einer davon ist Brandaktuell dort wurde auf Beschluss der Tracker geschlossen zu einem Termin der vor Gericht vereinbart wurde. Keine Zahlung nur die einbehaltene Hardware wurde vernichtet. Das blühte ...
Die betreiber des Trackers müssten eigentlich zu 20 jahren grundschule wegen dummheits veruteilt werden, wenn ich soetwas mache, dann verschlüssle ich doch meine festplatten, treffe vorsichtsmaßnahmen und rechne tag und nacht mit einer hausdruchsuchung:rolleyes: Da du ja sch ...
Ob das am Ende Sinn macht, weil auch die IP-Tracking-Software der Polizei immer raffinierter wird und sehr oft "länderübergreifend" ermittelt wird, das bezweifle ich. Die IT-Kripo ist denn "Black Itlern" immer einen Schritt voraus. - Sagt sie zumindest. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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