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NASA-Hacker: Verhindert Asperger-Diagnose McKinnons Aufenthalt im US-Gefängnis?

NASA-Hacker Gary McKinnon schaffte es trotz größten Einsatzes seiner Anwältin und seiner Angehörigen nicht, einer Verurteilung und einer Auslieferung an die USA zu entgehen. Für seine Einbrüche in die Rechner wichtiger amerikanischer Regierungsbehörden, darunter der NASA, wird er zwar wohl kaum, wie von ihm angeblich befürchtet, nach Guantanamo Bay kommen - wohl aber für längere Zeit in ein amerikanisches Gefängnis. Jetzt allerdings sieht es so aus, als gäbe es noch eine Chance für McKinnon, diesem Schicksal zu entgehen. Grund dafür: seine Asperger-Diagnose.

Beim Asperger-Syndrom handelt es sich um eine mildere Form des Autismus, die mit Problemen bei der sozialen Wahrnehmung und Interaktion einhergeht und in der IT-Branche besonders verbreitet ist. Einige Betroffene sind überdurchschnittlich begabt in mathematischen und technischen Dingen. Die Asperger-Diagnose wurde während des Prozesses bei McKinnon gestellt.

Aufgrund dieser Diagnose haben nun mehrere Mitglieder des britischen Parlaments dazu aufgerufen, McKinnon doch nicht, wie vom Gericht vorgesehen, an die USA auszuliefern. Das soll nach dem Aufruf erst geschehen, wenn die USA sich verpflichten, McKinnon die Strafe, zu der er in den USA höchstwahrscheinlich verurteilt werden wird, in Großbritannien zu verbüßen.

Diese Strafe könnte durchaus ein beachtliches Ausmaß erreichen, angesichts dessen, was McKinnon zur Last gelegt wird. In den Jahren 2001 und 2002 hatte er angeblich 96 Computer des US-Verteidigungsministeriums gehackt, das Rechenzentrum der Atlantikflotte der US-Marine lahmgelegt und Einbrüche in um die 73.000 Computer der Regierung (darunter einige der NASA, weswegen McKinnon in den Medien auch als NASA-Hacker bekannt ist) verübt. Als Grund für seine Aktivitäten gab der Hacker an, nach Beweisen für UFOs gesucht zu haben. Bei zumindest einem Teil seiner Straftaten soll McKinnon zudem unter dem Einfluss von Cannabis gestanden haben. (Annika Kremer)

(via ZDNet, thx)

News Redaktion am Montag, 03.11.2008 19:53 Uhr

tagsTags: großbritannien nasa-hacker mckinnon ufo uk usa asperger

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17 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • flippy08 am 05.11.2008 12:40:47

    Verstehe ich nicht, wenn der Typ in Banken eingebrochen wäre und Kundendaten Verkauft hätte wäre es ja berechtig gewesen, aber wegen seiner Aktion in den Knast ?! Eine Geldstrafe wäre ja wohl das max. Gewesen und evt. gleich eine Festanstellung bei der NASA damit ganu das nicht mehr passieren ka ...

  • Der_DvK am 04.11.2008 17:04:00

    Eine Frechheit! Ein solches Talent einfach hinter Gitter zu stecken. Ich denke, dass die Amerikaner ihn nur haben wollen, um ihn zur Mitarbeit zu bringen. ...

  • soricsoon am 04.11.2008 15:11:55

    In der ? iX ? war vor langer Zeit ein Bericht darüber. Lt. einem Anwalt des Burschen, ist er mit der Kombination root / root in den Nasa Server gekommen. Ist das schon ein Einbruch oder einfach nur ein "durch ein offenes Tor gehen"? Lt. einem Anwalt Das ist eb ...

  • Project_2501 am 04.11.2008 10:11:09

    Wieso liefern ihn diese Hurenkinder in ein fremdes Land aus? Er ist nicht Ami, deshalb darf er doch nicht einfach denen ausgeliefert werden! Das ist doch absurd! ...

  • braegler am 04.11.2008 07:01:22

    McKinnon hat Schwachstellen in den Systemen der Amerikaner aufgezeigt In der ? iX ? war vor langer Zeit ein Bericht darüber. Lt. einem Anwalt des Burschen, ist er mit der Kombination root / root in den Nasa Server gekommen. Ist das schon ein Einbruch oder einfach nur ein "durch ein o ...

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