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Internet: Gewaltverhalten sollen auf Surfgewohnheiten zurückzuführen sein

Wenn Kinder und Jugendliche sich in die Onlinewelt begeben, ist oftmals Vorsicht geboten. Beim Surfen im Internet stoßen sie immer wieder auf diverse Horror-, Pornographie - und Gewaltseiten, ohne sich der negativen Einflüsse bewusst zu sein. Nun wurde anhand einer neuen Studie die Erkenntnis erlangt, dass die Wahrscheinlichkeit bei Jugendlichen, gewalttätig und brutal zu werden, steigt, sofern sie gewaltverherrlichenden Seiten ausgesetzt sind.

In ihren Befragungen richtete das kalifornische Team von "Internet Solutions for Kids" sein Augenmerk auf den Zusammenhang zwischen Gewalt in den Medien und gravierenden Straftaten wie Bedrohung und Verletzung anderer oder sexuellen Übergriffen unter Jugendlichen. Hierbei untersuchte die Studie das Verhalten von 1588 jungen Leuten im Alter von 10 bis 15 Jahren. Das Durchschnittsalter betrug 13 Jahre und 48 % der Teilnehmer waren weiblich.

Dr. Michele L. Ybarre, Sprecherin von "Internet Solutions for Kids " erläutert hierbei: "Wieder einmal tritt die Studie den Beweis an, dass Gewalt in den Medien und Aggressivität unter Jugendlichen in enger Verbindung zueinander stehen." Das Internet sei in diesem Zusammenhang mit einem besonders hohen Risiko verbunden. Reale Gewaltdarstellungen im Internet animieren laut Ybarre die Jugendlichen eher zur Nachahmung als Gewaltszenen im Fernsehen, in Filmen, Musik oder Spielen. Ihr Fazit: "Die beste Vorbeugung ist es, Kinder und Jugendliche von Gewalt in Fernsehen und Internet auf Distanz zu halten."

5 % der Jugendlichen gaben bei der Befragung die Angabe im zurückliegenden Jahr schon mal an einem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein, während 38 % der Befragten bekannt gaben, mindestens ein Mal eine gewaltsamen Webseite mit realen Kämpfen, Tötungen oder Schießereien besucht zu haben. Jeder weitere Besuch einer Webseite dieser Art steigere also die Chance, selber handgreiflich zu werden, um 50 %.

Wie das Team um Dr. Michele L. Ybarre auf die abschließende Erkenntnis gekommen ist, bleibt leider unaufgedeckt.

(Buddy09)

(via reuters.com, thx)

News Redaktion am Mittwoch, 05.11.2008 23:28 Uhr

Tags: internet gewalt surfverhalten dr. michele l. ybarre internet solutions for kids

 
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36 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • titus_shg am 06.11.2008 22:32:53

    Es gab Gewalt schon bevor es Internet gab! Gibt es dazu auch ne Studie? :D MfG Andy ...

  • Destiny666 am 06.11.2008 22:03:40

    Traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast!!! So eine Studie ist Bullshit. Es gab Gewalt schon bevor es Internet gab! Es wird Gewalt geben, wenn es Internet nicht mehr gibt! ...

  • titus_shg am 06.11.2008 21:12:54

    Allerdings darf man dabei vielleicht nicht vergessen, dass hier gegen unser Rechtstaatsprinzip verstoßen wird, denn hier erfolgt quasi vorbeugend eine "Bestrafung". Was war denn da die Vorgeschichte? Waren das völlig unbescholtene Bürger, die noch nie einschlägig in Erschei ...

  • wolfkid am 06.11.2008 20:45:52

    Die Polizei kann aber wirklich nichts machen, wenn jemand noch keine Straftat begangen oder ein Kind konkret belästigt hat. Das stimmt nicht so ganz. Aktuell haben zwei Leute aus meiner Gegend "Hausverbot". Äähm - natürlich nicht Hausverbot, denn sie wollen ja draußen rumlaufen. Und w ...

  • titus_shg am 06.11.2008 20:31:41

    "Internet Solutions for Kids" führt eine Studie durch. Komischerweise kommt dann als Ergebnis heraus, dass das Internet Kinder gewalttätig macht. Und mit ihren "Solutions" wäre das sicher nicht passiert, aber das ist sicher nur Zufall ;) => Trau keiner Statistik, die du nicht selbst ge ...

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