
Es ist die Rede von einem unvermeidbaren Vorfall, dem nicht nur Negatives nachzusagen sei, sondern aus dem auch einige Vorteile erwachsen. Dieser Meinung ist zu mindest Gary Schare, der Leiter des Hardware-Produktmanagements von Microsoft. Seit nun mehr als einem halben Jahr sind die Partner von Microsoft bereits im Besitz einer ersten Vorabversion des Windows Vista-Nachfolgers. Im letzten Monat hat man die Gunst der Fachkonferenz (Professional Developers Conference) genutzt und eine noch sehr frühe Ausgabe von Windows-Seven an die Besucher verteilt. Es dauerte nicht einmal 24 Stunden, bis die ausgehändigte Variante in verschiedenen Torrent-Verzeichnissen aufgetaucht ist.
Jeder, der Interesse an der bei weitem noch nicht fertiggestellten, aber schon überraschend stabilen Version von Windows-7 hat, kann sich diese nun aus den Netzen von BitTorrent auf den heimischen Computer laden und dort einen ausgiebigen Blick auf die M3 Build 6801 werfen. Für Gary Schare war es schon im Vorfeld klar, dass die verteilte Version schon bald in den Tauschbörsen erhältlich sein wird. Er ist der Meinung, dass immer irgendwer einen Weg finden wird, die Software im Internet zur Verfügung zu stellen. Und auch in diesem Fall hat er schon mit der Veröffentlichung via BitTorrent gerechnet. Für ihn war es lediglich eine Frage der Zeit.
Üblicherweise wäre nun damit zu rechnen, dass Microsoft rechtliche Schritte gegen die Raubmordkopierer, welche die Build veröffentlicht haben, einleiten wird. Schare wollte auf diese Frage nicht weiter eingehen. Er könne nichts dazu sagen, was die Rechtsabteilung von Microsoft in diesem Zusammenhang unternehmen wird. Ob Microsoft gegen die Verantwortlichen in juristischer Hinsicht vorgehen will oder muss, wird sich schon in naher Zukunft herausstellen.
Da die Installation der Vorab-Version keine Angabe eines Registrierungsschlüssels erfordert, wird damit gerechnet, dass sich ausgesprochen viele Anwender einen Vorgeschmack auf Windows 7 einholen werden. Microsoft ist diesen Aussichten gegenüber nicht nur negativ gestimmt. Die Entwickler aus Redmond nehmen an, dass sich vor allen Dingen fortgeschrittene User mit viel Interesse an der Technik mit der Version auseinandersetzen werden. Ein integriertes Feedback-Tool soll sodann eine umfassende Sammlung von Fehlerberichten "nach Hause telefonieren". Dies bedeutet auf den ersten Blick einen Vorteil für Microsoft, da so ein deutlich allgemeinerer Blick auf die erhaltenen Berichte geworfen werden kann. Allerdings befürchtet das Entwickler-Team auch, dass es zu viele Daten werden und sich die Auswertung der Daten schwierig gestalten könnte. Abgesehen davon sei die Feedback-Funktion viel zu ausführlich gestaltet. Man könnte die Rückmeldungen in dieser Ausprägung während der noch sehr frühen Entwicklungsphase noch gar nicht effektiv nutzen. (gS-)
(via apcmag, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 06.11.2008 19:40 Uhr
Ich nehme mal an MS hat schon immer geduldet dass Betas illegal weiter gegeben werden. So kommt man sehr gut an Feedback wenn man die einschlägigen Foren besucht. Und da die Betas meistens eh nicht produktiv eingesetzt werden ist der Verlust sehr gering. ...
Kein Feindbild mehr. Wie würde Dieter Nuhr jetzt sagen: "So ganz ohne Feindbild kommen Sie wohl nicht durchs Leben, oder ?" Manchmal hat man den Eindruck das ist wirklich so. ...
Doch, Apple :p ...
Aus Prinzip alleine schon. Wie käme denn das an, wenn MS-Produkte legal in der Tauschbörse landen :eek: Das wäre nicht gut. Dann hätten ja all die Linux, Open Source und sonstigen Fanatiker ja gar nichts mehr zu motzen. :eek: Das wär bestimmt schrecklich für die. Kein Fein ...
Warum soll ich den Beta-Tester für Microsoft spielen, ohne dafür Geld zu bekommen? Wenn Windows kostenlos + Open-Source wäre, würde ich das tun, aber so ganz bestimmt nicht. Scheint, dass die Benutzer immer blöder werden ... Ich denke mal da sind viele einfach neugierig. ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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