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Apple: Gefährliches Flash-Downgrade in Snow Leopard

Vergangene Woche kam Apples neues Betriebssystem Mac OS 10.6 "Snow Leopard" in die Läden. Nun gibt es Berichte über eine Sicherheitslücke: Offenbar installiert Snow Leopard ungefragt eine veraltete und angreifbare Version von Adobes Flashplayer.

Insgesamt sorgte Snow Leopard für viele positive Kritiken unter Benutzern und Testern und konnte auch die gulli:news-Redaktion durchaus überzeugen. Positiv wurden insbesondere die gute Performance und die leichte Bedienbarkeit des Betriebssystems erwähnt. In Sachen Sicherheit scheint man sich bei Apple jedoch einen Schnitzer erlaubt zu haben: Wird ein System von der Vorgängerversion "Leopard" auf das neueste Betriebssystem aktualisiert, wird dabei nicht etwa ein neuerer Flashplayer installiert - im Gegenteil. Die aktuellste für Mac OS erhältliche Flash-Version trägt die Versionsnummer 10.0.32.18. Installiert man jedoch Snow Leopard, wird ein Downgrade auf die Version 10.0.23.1 durchgeführt - ganz egal, welche Version zuvor installiert war (und auch ohne, dass der Benutzer über das Downgrade informiert würde). Dies macht die betroffenen Benutzer angreifbar für eine Reihe von Exploits - Adobe Flash war in der letzten Zeit immer wieder Ziel von Angriffen.

"Mac-User, werden nicht darüber informiert, dass Snow Leopard ihre Flash-Version unerlaubt einem Downgrade unterzogen hat und dass sie nun einer Reihe möglicher Angriffe und Exploits ausgesetzt sind, die in den letzten Monaten auf Adobes Software durchgeführt wurden," schreibt Graham Cluley, technischer Berater bei der IT-Sicherheitsfirma Sophos und selbst bekennender Mac-User. Er merkt an, dass es zwar durchaus üblich sei, dass Software-Hersteller nicht die allerletzte Programmversion in ihre Produkte einbinden könnten, sondern nur diejenige, die zum Zeitpunkt der Entwicklung verfügbar sei. Apple hätte jedoch überprüfen müssen, ob die installierte Flash-Version aktueller sei als die mitgelieferte, bevor die installierte Version überschrieben werde. Zudem sei es "doppelt schädlich", eine solche Veränderung durchzuführen, ohne den Benutzer darüber zu informieren.

Cluley gibt betroffenen Mac-Usern den Rat, ihre Flash-Version zu überprüfen (links im Bild ein Ausschnitt aus einem Screenshot von einem betroffenen System) und gegebenenfalls manuell eine aktuellere Version zu installieren. Diese kann auf der Adobe-Website heruntergeladen werden. Es steht zu hoffen, dass auch Apple selbst bald auf die Problematik reagieren und ein Update über die entsprechende Funktion des Betriebssystems verteilen wird. (Annika Kremer)

(via The Register, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 03.09.2009 18:12 Uhr

Tags: it-sicherheit mac os x snow leopard mac os 10.6 mac malware erfahrungsbericht exploit flash flashplayer test apple adobe

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19 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • darkcloud1987 am 04.09.2009 19:03:45

    Das Problem ist ja gar nicht unbedingt die veraltete Version. Das Problem ist, dass es keinen Versionscheck gibt, der bei ner neueren Version die Installation sein lässt. ...

  • JoJoBond am 04.09.2009 18:19:02

    Und ich will mal behaupten das die Architektur von Win7 dem von OSX und Linux ebenbürtig ist. Aber soll jeder für sich entscheiden. ...

  • Annika_Kremer am 04.09.2009 15:45:05

    Für den Preis und der verbauten Hardware? Ich wette, dass die Dells und Acers in dieser Preisklasse mit entsprechenden Gehäusen kommen. Wahrscheinlich ;) ich wollte auch nur anmerken, dass der Kommentar mit den "Plasterechnern" nicht mehr der Realität entspricht. ...

  • Toronto am 04.09.2009 15:38:40

    mein MacBook hat ein richtig schönes Aluminium-Gehäuse. Das sollen die Acers und Dells erstmal nachmachen.Für den Preis und der verbauten Hardware? Ich wette, dass die Dells und Acers in dieser Preisklasse mit entsprechenden Gehäusen kommen. ...

  • Camel_Filters am 04.09.2009 15:12:47

    duerften sie nicht, passiert aber andauernd. deshalb kommen zb viele patches doppelt, wenn die software ordentlicherweise ein autoupdate hat. man muss jetzt nicht apple den schwarzen peter zuschieben, den adobe verdient. ...

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