
Sicherheitskräfte überraschten Al-Gadir auf der Arbeit und führten ihn ab. Die Angehörigen der saudischen Sittenpolizei beschuldigten Al-Gadir, vom Islam abgefallen zu sein. Mit Schlägen wurde der Blogger gezwungen, eine Vereinbarung zu unterschreiben, nach der er nie wieder im Internet veröffentlichen darf, ohne weitere Repressionen fürchten zu müssen.
Der Grund für Al-Gadirs Verhaftung war ein auf seinem Blog veröffentlichtes Gedicht. Der für seine Gedichtsammlungen international ausgezeichnete Autor besteht darauf, dass Poesie ausschließlich das Subjekt literarischer Kritik sein sollte.
Tatsächlich ist die Meinungsfreiheit allerdings in kaum einem Land derart eingeschränkt wie in Saudi-Arabien. Der kürzlich erschienene Worldwide Press Freedom Index 2008 der Reporter ohne Grenzen zeigt auf, dass das Königreich im letzten Jahr eine weitere drastische Verschlechterung der Meinungsfreiheit erlebte. Besonders das radikale Vorgehen gegen Kritiker unter dem Deckmantel islamischer Werte hat dazu geführt, dass Saudi-Arabien nurmehr auf Platz 161 von 173 untersuchten Staaten geführt wird. Gamal Eid, Direktor des ägyptischen Arabic Network for Human Rights Information, erklärt daher auch: "Die Mitglieder des Hisba-Apparates bedrohen das Rechtssystem und die Rechte aller Bürger im Namen das Schutzes der islamischen Religion. Die Existenz dieses Apparates ist eine Beleidigung gegen den Islam, indem es ihn als Feind von Rede- und Meinungsfreiheit darstellt."
Eids Organisation hofft darauf, dass sich das saudische Innenministerium um eine Beschwerde Al-Gadirs gegen seine Behandlung kümmern wird. In der Tat bestehen zumindest Chancen, dass das Publikationsverbot gegen den Dichter aufgehoben wird. In der Vergangenheit war es immer wieder zu gegensätzlichen Entscheidungen verschiedener Stellen gekommen. Grund dafür ist, dass die moderaten Reformer um König Abdullah mit konservativ-klerikalen Kräften in der Verwaltung und der Justiz im Clinch liegen.
Immer wieder kommen dabei kritische Intellektuelle unter die Räder. Anfang diesen Jahres saß mit Fouad Al-Farhan der erste in Saudi-Arabien verhaftete Blogger 137 Tage lang im Gefängnis. Anklage wurde in dieser Zeit nicht gegen den bedeutendsten saudischen Blogger erhoben, weshalb allgemein von einem Einschüchterungsversuch ausgegangen wird. (Simon Columbus)
(via Committee to Protect Bloggers - danke Curt!) (Bild von Wikimedia Commons)
News Redaktion am Mittwoch, 12.11.2008 00:46 Uhr
Ich bin dafür, Saudi-Arabien mit Nuklearwaffen und schmutzigen Bomben zu bombadieren, hoffentlich überlebt keine Seele diesen Angriff. Was bist du für ein Dummschwätzer , du LOL die Seelen überleben alle. :D Naja dann achtsam sein das die Seelen nicht auf dich zurück ...
Ich bin dafür, Saudi-Arabien mit Nuklearwaffen und schmutzigen Bomben zu bombadieren, hoffentlich überlebt keine Seele diesen Angriff. Aber erst wenn das Öl nicht mehr da ist (leergepunpt). L. ...
Wie gut, dass Gedanken immer noch frei sind und nicht kontrolliert werden können. ...
Ich bin dafür, Saudi-Arabien mit Nuklearwaffen und schmutzigen Bomben zu bombadieren, hoffentlich überlebt keine Seele diesen Angriff. da offenbart sich ein schwachsinniger vollidiot! ja der fullquote musste sein. ...
Ich bin dafür, Saudi-Arabien mit Nuklearwaffen und schmutzigen Bomben zu bombadieren, hoffentlich überlebt keine Seele diesen Angriff. ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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