
Die Pläne der australischen Regierung, Provider zur Filterung von "unangemessenen und illegalen Inhalten" zu zwingen, nehmen immer mehr Form an. Jetzt wurde bekannt, dass bereits eine "Blacklist" an zu filternden Websites existiert.
Die von der Regierung erstellte Liste umfasst bislang "nur" 1.300 Internetseiten. "Der Pilottest wird feststellen, inwieweit die Filterung bei der ACMA Blacklist, welche zum Großteil Links zu Kinderpornografie enthält, sowie gegenüber anderen unerwünschten Inhalten funktioniert", so Minister Stephen Conroy gegenüber dem australischen Parlament, "Während die ACMA Blacklist gegenwärtig etwa 1.300 URLs enthält, wird diese Testphase gegen eben diese Adressen die Filterung prüfen. Außerdem wird die Filterung für eine Reihe weiterer URLs von etwa 10.000 Stück geprüft, um festzustellen, welchen Einfluss eine größere Blacklist auf die Netzwerk-Performance hätte."
Die Stimmung ist - wie zu erwarten war - stark angeheizt. Dafür gibt es neben der Tatsache, dass man in einem demokratischen System eine Zensur einführen möchte, einige weitere Gründe. Zum einen wird diese Liste aller Voraussicht nach ausschließlich durch Regierungsorgane befüllt, was diesen wiederum ein perfektes Werkzeug für Zensur an die Hand gibt. Zum anderen sorgt der Test von bis zu 10.000 Seiten bei vielen für ein unangenehmes Gefühl. Natürlich gibt es weit mehr als 10.000 Websites. Aber der Regierung ein Mittel in die Hand zu geben, binnen kürzester Zeit den Zugriff auf eine solche Anzahl zu sperren, stimmt doch bedenklich. Zumal sich "unerwünschte Inhalte" wie Kinderpornografie nicht einfach weg-zensieren lassen. Dies ist definitiv der falsche Ansatz. (Firebird77)
(via zeropaid, thx!)
News Redaktion am Freitag, 14.11.2008 14:26 Uhr
bei richtiger kinderpornografie ist es egal wo die server stehen mfg chronoton Genau das meine ich. Sowas wie TorPedo würde nicht mal in Russland ein paar Tage überstehen. Deshalb glaube ich auch, dass damit sämtliche "Randbereich" Seiten in Gefahr geraten. Sobald e ...
Im Rahmen eines ersten Testlaufs im Dezember, der allerdings nur eine kleine Gruppe freiwillig teilnehmender Internetnutzer betreffen wird, sollen aber bis zu 10.000 Seiten blockiert werden. Die Blacklist umfasst nicht nur KiPo-Seiten sondern alle Seiten mit sog."unerwüschten Inhalte ...
@Chronoton: Das stimmt soweit schon - allerdings wollte ich mit meinem Post sagen, dass man Australien nicht vorwerfen kann, dass sie die Server nicht vom Netz nehmen ...
ääähhmmm...?! Vielleicht deshalb weil nicht alle Server in Australien stehen ? oO bei richtiger kinderpornografie ist es egal wo die server stehen, die seiten werden nicht mehr als ein paar tage überleben, weil es weltweit geächtet wird. da hilft auch keine sperrliste, weil die ...
.. kommt aber dann die Frage, warum sie diese nicht ganz vom WWW down nehmen ;P ääähhmmm...?! Vielleicht deshalb weil nicht alle Server in Australien stehen ? oO ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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