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RIAA: Studenten verlassen Unis um Strafen zu zahlen

Dass die Recording Industry Association of America inzwischen immer mehr in einem schlechten Licht landet, hat sie sich voll und ganz selbst zuzuschreiben. Ihre rigorose Verfolgung von Filesharern, bei der man keinerlei Rücksicht nimmt, hat ein wenig erfreuliches Bild dieser Vereinigung geprägt. Dieses dürfte jetzt noch negativer werden, nachdem einige Studenten der University of Wisconsin ihr Studium abgebrochen haben - um einen Job zu finden, mit dem sie die RIAA-Drohbriefe bezahlen können.

Eigentlich war zu erwarten, dass es irgendwann so weit kommen würde. Es dürften eigentlich die schlimmsten Befürchtungen sein, die filesharende Studenten je hatten, nachdem sie in die Anti-Piraterie-Maschinerie der RIAA geraten waren.

Aufgrund der enormen Abmahngebühren sahen sich jedoch einige Studenten der University of Wisconsin jetzt gezwungen, ihr Studium abzubrechen, um die Summen die in den RIAA Briefen für den angeblichen Urheberrechtsverstoß gefordert werden, zu begleichen. Die Vorsitzende der Studentenvereinigung, Jodi Thesing-Ritter, äußerte sich betroffen, über die eingetretenen Ereignisse: "Es war hart diejenige zu sein, die den Studenten mitteilte, dass ihnen womöglich ein Verfahren droht." Vermutlich jedoch nicht hart genug, denn für Thesing-Ritter werden diese Studenten nun eben für ihre - nicht erwiesenen - Handlungen zur Rechenschaft gezogen. "Die Realität sieht nun einmal so aus, dass solche Handlungen Konsequenzen nach sich ziehen", so Thesing-Ritter. Sie hofft jedoch, dass die Studenten allen Menschen von ihrem Schicksal berichten, damit diese realisieren, dass es ihnen ebenfalls so ergehen könnte. Man wird bei diesen Äußerungen das Gefühl nicht ganz los, dass man es hier mit einer Werbemarionette der RIAA zu tun hat, die den Abbruch des Studiums zwar bedauert, aber für eine harte Durchsetzung von Strafen plädiert. Strafen für Verbrechen, die oftmals gar nicht erwiesen sind, bei denen man sich bereits oft genug geirrt hat und Fehler begangen wurden. Beweise, ermittelt von einem Unternehmen, welches in zahlreichen US-Bundesstaaten gar keine Lizenz als Privatermittler besitzt.

Die RIAA hat hier nicht einfach nur für Angst und Schrecken gesorgt. Sie hat das Leben von einigen Studenten zumindest vorübergehend ge- wenn nicht zerstört. Das alles, um ein Zeichen zu setzen, dass Urheberrechtsverletzungen nicht toleriert werden. Was für ein Erfolg. (Firebird77)

(via ZeroPaid, thx!)

(Bildquelle: Boing Boing, thx!)

News Redaktion am Freitag, 14.11.2008 16:45 Uhr

Tags: musik filesharing p2p urheberrechtsverletzung illegal riaa universität strafe studenten abbrechen studium university of wisconsin zahlen

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61 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Toronto am 17.11.2008 09:55:27

    Das gibt es schon, da wird dann Masquerading benutzt.Das gibt es allerdings nur in internen Netzen und wird von Routern/Firewalls für interne Geräte verwendet... Nicht das Gesetz definiert Gerechtigkeit, sondern Gerechtigkeit sollte in Gesetze geformt we ...

  • thom12 am 16.11.2008 13:50:23

    ist ja nix neues . ...

  • Destiny666 am 15.11.2008 23:40:12

    Und sich die Cracks besorgt. :rolleyes: ...

  • Sonnentier am 15.11.2008 19:19:20

    Wenn man es vorher leecht. Oder es weiter verteilt. ...

  • am 15.11.2008 19:11:36

    1) Du hast die ungerechtfertigten Abmahnungen infrage gestellt. Habe ich nicht. Lern lesen. 2) Promo CD? Ein Song als Werbung? Oder was meinst Du? OMG. 3) Die Spieleindustrie sieht darin aber ein Problem Wenn man es vor ...

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