Das Verfahren, das von der kanadischen Regierung in Form der Finanzbehörde angestrebt wurde, wollte nicht weniger als die Übergabe sämtliche Daten zu Verkäufen bestimmter Powerseller erreichen.
Diese PowerSeller standen unter dem Verdacht, ihre Einnahmen, die sie durch die Versteigerung erzielten, nicht korrekt angegeben zu haben. Steuerhinterziehung im eBay-Style. Verständlicherweise weigerte sich eBay Kanada vehement gegen diese Forderung, jedoch mit einem Argument, das in erster Linie eigentlich gar nicht im direkten Bezug mit den Vorwürfen gegenüber den Verkäufern stand. Das Auktionshaus wies nämlich darauf hin, dass die geforderten Datensätze nicht in Kanada lagern würden, sondern vielmehr beim Unternehmen in Amerika. Aus diesem Grunde sei die Herausgabe der Datensätze keinesfalls realisierbar, da diese überhaupt nicht vom kanadischen Recht erfasst werden würden. Eine nicht ganz unschlüssige Begründung, welche am Ende jedoch keinerlei Erfolg zeigte.
Das kanadische Gericht akzeptierte diese Begründung nicht und hielt fest, dass die Datensätze ja nur "einen Mausklick entfernt" wären. Dies mag zwar technisch richtig sein, doch wirft es mitunter auch einige Fragen auf. Darunter beispielsweise, wo die Judikative eines Landes endet, wenn dies im jetzigen Zeitalter überhaupt noch möglich ist. Die Tatsache, dass ein kanadisches Gericht über Daten auf amerikanischen Servern nach kanadischem Recht entscheidet, ist dennoch besorgniserregend. Wohin sich solche "verschwimmenden Grenzen" entwickeln können, lässt sich aber gegenwärtig lediglich erahnen. (Firebird77)
(via techdirt, thx!)
News Redaktion am Montag, 17.11.2008 15:39 Uhr
Wo sitzen denn die Powerseller? In Kanada? Dann sehe ich kein Problem darin.... Wenn Ebay in Kanada handelt dann müssen sie sich halt auch der dortigen Gerichtsbarkeit unterwefen (imho). ...
Das Urteil an sich - die Herausgabe der Daten von Powersellern - kann ich nachvollziehen. Den Urteilsspruch über Landesgrenzen kann man jedoch wohl kaum akzeptieren und tolerieren. Welches Land hätte denn dann wo die Hoheitsmacht? Könnte die amerikanische Rechtssprechung jetzt nicht kontra gehen und ...
Die Jagd nach Steuerhinterziehern nimmt in Kanada gänzlich ungeahnte Wege. Die Regierung sieht nämlich gigantische Beträge bei dunklen PowerSellern verschwinden, wogegen man scheinbar bislang keine wirksame Gegenmaßnahme ergreifen konnte. Dank des Urteils eines kanadischen Gerichts könnte sich di ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.