
Die Anlage heißt Pionen und wenn man durch die 40 Zentimeter dicke Eingangstür in den ehemaligen Bunker tritt, der einst Schutz vor nuklearen Angriffen bieten sollte, dann erwartet einen eine spektakuläre Sehenswürdigkeit. Ausgestattet mit Wasserfällen, Gewächshäusern und simuliertem Tageslicht für deren Betrieb deutsche U-Boot-Ersatz-Motoren sorgen, kann man in dieser Einrichtung sogar den Volltreffer einer Wasserstoff-Bombe überleben.
Der Raum wurde unterhalb von 30 Meter dicken Felswänden während des Kalten Krieges als Atombunker erbaut. Der Bunker wurde von 2007 bis 2008 komplett neu gestaltet. Die fast 12.000 Quadratmeter große Fläche beherbergt das Network Operations Center (NOC), von der aus alle Bahnhof-Operationen gesteuert werden. Es ist das größte von fünf Rechenzentren, mit einer 15 Mann starken Besatzung.
Für die nötige Leistung sorgen zwei Maybach MTU Diesel-Motoren, die 1,5 Megawatt Leistung bringen und ursprünglich für U-Boote gebaut wurden. Die Kühlung wird durch Baltimore Aircoil Ventilatoren betrieben, die mit ihren 1,5 Megawatt, genug kühlende Wirkung für mehrere hundert Server-Racks leistet.
Dreifach gesicherte Internet-Backbone-Leitungen sind auf Glasfaser-und Kupferleitungen aufgeteilt und führen über mehrere physische Pfade in den Berg hinein.
Auf die Frage, welche Idee hinter Pionen steckt, antwortet Jon Karlung, Geschäftsführer von Bahnhof. "Anstatt sich nur auf die technische Ausrüstung zu konzentrieren, haben wir uns dazu entschlossen, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Natürlich ist die Sicherheit, die Leistung, die Kühlung, das Netzwerk, in einem Top-Zustand, aber die Architekten vergessen oft (immer!) bei der Gestaltung von Rechenzentren an die Menschen zu denken, die hier mit dem Zeug arbeiten sollen."
"Seit wir von diesem einzigartigen Bunker, der tief unter der Erde von Stockholm liegt, wissen, arbeiten wir daran, nicht wieder ein traditionelles langweiliges Hosting-Center zu errichten", sagte er.
"Wir wollten etwas anderes machen. Der Ort selbst ruft geradezu nach einem ausgefallenen Design - in diesem Fall haben wir uns von Science-Fiction inspirieren lassen - und natürlich haben wir eigene Erfahrungen aus mehr als einem Jahrzehnt als Hosting-Anbieter eingebracht."
In Bezug auf das Design der Anlage, sagte er: "Ich persönlich bin ein großer Fan der alten Science-Fiction-Filme. Vor allem jene aus den 70er Jahren wie Logan's Run, Silent Running, Star Wars (vor allem Das Imperium schlägt zurück), diese Filme waren Inspirationsquelle", sagte Karlung. "James Bond Filme hatten auch einen Einfluss auf die Gestaltung. Ich war eigentlich auf der Suche nach dem gleichen Outfit wie der Bösewicht 'Blofeld' in Bond und wollte sogar eine weiße Katze haben, aber das geht ein bisschen zu weit!"
KOMMENTAR: Schon seit Jahrzehnten befinden sich in der Nähe von Stuttgart Server von IBM unter der Erde. Die Decke kann auch einen Flugzeugabsturz aushalten, der Flughafen liegt quasi in Steinwurfweite.
Hoster müssen aller Wahrscheinlichkeit nach in Zukunft auch eine Terrorgefahr mit in ihre Bauvorhaben einplanen. Zumindest dürfte das gegenüber großen Kunden ein schlagendes Verkaufsargument sein. (double screening)
(via hothardware Danke!)
News Redaktion am Montag, 17.11.2008 16:08 Uhr
Geile Sache - bestimmt ne Art Prestigeprojekt. ...
nein, aber es schaut ja schon mal nicht schlecht aus. ...
Warn bestimmt Kiifer am Werk ^^ Naja das bild ist gestellt ... Wird so in der Form sowieso dort nicht sein ... Nebel aufn Bodenschonmal garnicht ^^ mFg ...
also wer möchte nicht in so einem büro arbeiten? :-D http://www.bahnhof.se/pionen/gallery/images/gallery/gallery_08.jpg ich find die idee geil. mich würde nur mal interesieren, wie viel das ganze gekostet hat. mag auf den ersten blick ja toll ...
Auch wenn jetzt der Knackpunkt Anschlag weg ist (zumindest größtenteils, eine Wasserstoffbombe hält auch das nicht ab - afaik) ist immernoch ein ganz wichtiger Faktor unsicher: das Personal. Mit genügend Geld- oder sonstigen Druckmitteln kommen an diesen Daten "Interessierte" auch an ihr Ergebni ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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