
Der Internet-Medienkonzern hat am vergangenen Montag in San Francisco das Ausscheiden des Unternehmensgründers Yang öffentlich bekannt gegeben. Bislang wurde für den 40-Jährigen noch kein Nachfolger auserkoren. Der Vorstandvorsitzende Roy Bostock ist allerdings momentan damit beschäftigt, mit Anwärtern auf den Posten als Geschäftsführer Gespräche zu führen. Nach einem gemeinsamen Gespräch mit Yang ist man zu dem Ergebnis gekommen, dass jetzt der beste Zeitpunkt gekommen ist, um einen neuen CEO ausfindig zu machen.
Yang zieht damit aktuell die Konsequenzen aus dem Debakel rund um die gescheiterte Übernahme von Microsoft. Da der "Deal des Jahres" unter anderem wegen finanzieller Unstimmigkeiten nicht zustande gekommen ist, geriet Yang massiv unter Druck. Dieses Geschehen heizt nun natürlich die Spekulationen über eine noch immer mögliche Übernahme durch den Softwarekonzern aus Redmond weiter an. Besonders der im Verwaltungsrat sitzende Carl Icahn könnte die vorantreibende Kraft für weitere Übernahmegespräche werden. Parallel soll sich Yahoo auch mit dem Internet-Portal AOL aus dem Time-Warner-Imperium über eine mögliche Kooperation unterhalten.
Selbstverständlich wird Yang trotz seines Rücktritts als CEO nicht gänzlich aus dem Unternehmen ausscheiden und weiterhin ein Mitbestimmungsrecht bei wichtigen Anliegen haben. Der Platz im Verwaltungsrat ist ihm wie gehabt sicher. Bis ein würdiger Nachfolger für diese bedeutende Stelle im Unternehmen gefunden ist, will Yang weiter im Amt bleiben und tatkräftig bei der Suche mitwirken. Für die Besetzung des Chef-Posten kommen sowohl interne als auch externe Kandidaten in Frage, hieß es. Weitere Details wurden im Bezug auf dieses Thema nicht erwähnt.
Nach dem gescheiterten Übernahmeversuch von Microsoft wollte man kein neues Angebot mehr vorlegen. Ob nun der Rücktritt von Yang etwas an dieser Haltung ändern kann oder nicht, bleibt abzuwarten. Ersten Experteneinschätzungen zufolge sei dies durchaus denkbar. An der Börse jedenfalls hat diese Entscheidung zu einer durchaus positiven Entwicklung geführt. Die Aktienkurse des Unternehmens stiegen um vier Prozent an. In einer internen E-Mail an die Beschäftigten des Konzerns erklärte Yang, dass es sich bei diesem Schritt um eine gemeinsame Entscheidung handelt. Unter Anspielung auf die Firmenfarbe teilte er mit, dass er auch weiterhin lila bluten werde. (gS-)
(via wsj.com, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 18.11.2008 17:22 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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