
Betrachtet man das Schauspiel aus deren Augen, mag dies auch stimmen. Ob die Universitäten und deren Verwaltung bzw. Leitung dies jedoch noch immer so sehen, darf langsam bezweifelt werden.
Die Einführung und Instandhaltung von technischen Maßnahmen, um Filesharing von urheberrechtlich geschütztem Material zu unterbinden, können nicht für lau erworben werden. Vielmehr bedarf es eines Millionenbudgets, um die Wünsche der Content-Industrie zu befriedigen. Dass diese Summen nicht plötzlich erscheinen, oder gar von der Content-Industrie getragen werden, dürfte klar sein. Das Bildungssystem darf also nun eine zusätzliche finanzielle Belastung tragen. In Tennessee hat die oberste Finanzbehörde den notwendigen Betrag bereits beziffert und gelangt hierbei zu einer Summe von rund 13 Millionen US-Dollar. Dabei wird ein Großteil, nämlich 9,5 Millionen US-Dollar, nur durch die einmalige Einrichtung verursacht. Die Software soll dabei illegales Filesharing von legalen Optionen sogar unterscheiden können. Die laufenden Kosten werden im ersten Jahr mit 1,6 Millionen US-Dollar beziffert, in den Folgejahren mit 1,9 Millionen US-Dollar.
Kann die Jagd nach Filesharern inzwischen einen so großen Stellenwert eingenommen haben, dass Universitäten Millionenbeträge opfern müssen, um einer Gesetzgebung zu gefallen, die nur einer Lobby dient? Als Krönung des Ganzen dürfen die Universitäten jährlich Berichte über die verhinderten Urheberrechtsverletzungen abliefern. Sollte eine der Einrichtungen jedoch - trotz Abwehrmaßnahmen - mehr als 50 Mitteilungen über Urheberrechtsverletzungen über das Netzwerk des Campus erhalten, so darf ein zusätzlicher Bericht abgeliefert werden. Dieser muss dann die exakten technischen Maßnahmen auflisten, die zwar ergriffen wurden, aber scheinbar nicht zum Erfolg führten. Man ist also noch immer davon überzeugt, dass man alles kontrollieren könnte. (Firebird77)
(via arstechnica, thx!)
(Bildquelle: allthingsnews blog, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 19.11.2008 19:03 Uhr
Das ist so traurig: Wenn die CI ihre "Rechte" (Uhrheberrechte taugen einfach nichts!) geschützt wissen will, dann soll sie auch dafür aufkommen. Punkt! ...
@ Fomra: YMMD! Genau so wird's kommen, denn die "Content- Mafia" ist auch hier schon kräftig am wühlen. Bildungsysteme? Sch... auf Bildung. Hier geht's schließich um GELD! So ist es, und es wird noch viel schlimmer kommen. Es kotzt mich an. MD ...
Stundenten werden wahrscheinlich in Amerika als die Dümmsten Menschen unter der Flagge der United States gesehen :D Das kann doch nicht funktionieren oder ... hehe mushrooms ...
typisch amerika ich glaube in deutschland würde keiner auf die idee kommen unser "tolles" bildungssystem noch mit sowas zu belasten Wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Schäuble her. Sags also nicht zu laut! ...
typisch amerika ich glaube in deutschland würde keiner auf die idee kommen unser "tolles" bildungssystem noch mit sowas zu belasten ...
Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr
Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.
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