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Abgemahnte-Filesharer durch Schutt&Waetke: Inkassounternehmen treiben jetzt alle Forderungen ein - neue Risiken!

Die Jagd nach deutschen Filesharer verlief seit der ersten Stunde mehr als nur perfekt. Die rechtlichen Nischen beim Versenden einer Abmahnung bis hin zu der möglichen Gefahr, schlussendlich vor Justizia zu landen, haben viele in Angst und Schrecken versetzt. Nach rund drei Jahren des Abmahn-Wahnsinns scheint sich nun jedoch etwas Neues zu entwickeln. Ein neuer Trend lebt auf und versetzt diejenigen, die sich längst vergessen glaubten wieder in Angst und Schrecken. Die Abgemahnten der ersten Stunden werden wieder zittrig zum Briefkasten gehen und viele werden womöglich wieder zahlen - aus Angst.

Wir erinnern uns zurück an das Jahr 2006, eine News entwickelte sich zum größten Thread, den es in ihrem Bereich je gab. Nach einem Jahr und rund 15.000 Postings erfolgt der Close, wenngleich dieser für die Betroffenen nicht das Ende darstellt.

Die Rede ist vom Artikel, welcher über Logistep und die Filesharer-Abmahnungen in Deutschland berichtet. Äußerst heftig wurde darin über die damals beginnenden Abmahnwellen diskutiert und alle möglichen Reaktionen durchgespielt. Welche die Beste sei, welche akzeptabel sei. Die breite Masse war jedoch nur eines: in Panik. Verständlicherweise. Ein einfacher Brief sollte von ihnen Unsummen fordern können? Ignorieren stand zum damaligen Zeitpunkt ganz groß auf dem Plan, bis einige Monate später Einstweilige Verfügungen gegen manche von denen erwirkt worden waren, die die Abmahnung ignoriert hatten. Abermals brach Panik aus und es schien der richtige Zeitpunkt zu sein, eine eindeutige Front zu schaffen. Nachdem die ursprüngliche News geschlossen wurde, gab es kurze Zeit später im Bereich Netzwelt einen neuen Thread zum Thema, in welchem diesmal wesentlich sachlicher diskutiert wurde. Man besprach die Sachverhalte und jeder gab sein Wissen weiter. Ein Verein wurde gegründet, der auf seiner Homepage mit großartigen Infomaterialien zur Thematik beitragen konnte. Viele Abgemahnte wählten den Weg der modifizierten Unterlassungserklärung, um einer Einstweiligen Verfügung aus dem Weg zu gehen und das Kostenrisiko zu minimieren. Viele die diesen Weg gingen entschieden sich nebenher auch dafür, nicht einen Cent an diejenigen zu zahlen, denen man nur böswillige Bezeichnungen gab. Die Abmahnwellen gingen weiter, zahlreiche Menschen mögen noch unverzüglich gezahlt haben. Die Tendenz ging jedoch in eine andere Richtung. Eine modifizierte Unterlassungserklärung und keinen Cent für die Abmahner.

Es folgte zumeist ein Erinnerungsschreiben mit einer erhöhten Forderung, oder gar die Androhung, man wolle klagen. Diese Drohungen lagen bei einigen nun jedoch bereits sehr lange zurück, wie nachfolgender Post verdeutlichen wird:

"Habe heute ebenfalls von infoscore Post bekommen, bin auch sehr überrascht gewesen da ich zuletzt mit s&w im Februar 07 zu tun hatte".

Hier beginnt ein neues "Spiel", welches wir nun etwas genauer beleuchten wollen. Laut Informationen durch abmahnwahn-dreipage sind alle Rechteinhaber, die vormals die Kanzlei Schutt&Waetke beauftragt hatten, dazu übergegangen, die ausstehenden Forderungen mithilfe von Inkassounternehmen eintreiben zu lassen. Zu den bislang beauftragten Firmen gehört laut deren Aussage "Infoscore" sowie "Creditreform". All diejenigen, die seitens der Kanzlei Schutt und Waetke eine Abmahnung erhalten hatten, werden wieder betroffen sein und die Foren mit unzähligen Fragen überhäufen. Wir hatten vor allem eine Frage, die wir auch Dr. Wachs, welcher zahlreiche Abgemahnte vertritt, gestellt haben. Ist das Inkasso-Unternehmen der letzte Schritt? Der einzige, noch verfügbare Strohhalm, an welchem sich die Abmahner jetzt noch festklammern? Dr. Wachs fand deutliche Worte für unsere Fragen: "Hier wird durchaus deutlich, dass man stark aussiebt."

Man versucht hier also scheinbar aus den letzten Zahlungs-Unwilligen noch Bargeld herauszupressen. Dabei mag den Inkassounternehmen sogar dienlich sein, welches Bild manche Menschen von diesen Einrichtungen haben. Zwei Kleiderschränke mit Sonnenbrille, die einen an der Haustüre erwarten und Bargeld sehen wollen. Zum Glück gehört dieses Bild nicht der Regel an, doch wie zahlreiche Abgemahnte, die bereits ein Inkassoschreiben erhalten haben, schreiben, sind die Inkassounternehmen mitunter hartnäckiger, als es die Abmahn-Anwälte waren. Von Anrufen an der Arbeitsstelle oder gar zu Hause wird berichtet.

Wie jedoch Vorgehen, sobald der Brief erst mal in Händen liegt? Bei der Abmahnung war es in der Zwischenzeit klar geworden, aber wie es hier aussieht, befindet sich förmlich noch in den Kinderschuhen. Wir haben nachgefragt und einige allgemeine Ratschläge gesammelt, die niemand akzeptieren muss. Wer sich vollends unsicher über das weitere Vorgehen ist, dem sei die Beauftragung eines Fachanwaltes wie Dr. Wachs geraten. Denn Fehler können insbesondere jetzt schnell passieren und womöglich schwer wiegende Folgen haben.

Die Inkasso-Briefe seitens Infoscore verlangen keine Unterlassungserklärung, wohingegen Creditreform eine Original-Unterlassungserklärung fordert. Insbesondere die Abgemahnten der ersten Wellen werden womöglich den Weg des "Ignorierens" gewählt haben, und möchten diesen auch weiter wahrnehmen. Allgemein gilt jedoch, dass die Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung - sofern noch gar keine abgegeben wurde - ratsam ist, da sie das Kostenrisiko erheblich senkt, sollten die Inkassounternehmen tatsächlich den Weg über die Gerichte wählen.

Den in den Schreiben angesprochenen Forderungen sollte vollumfänglich widersprochen werden, da sich im Kleingedruckten ein Detail verbirgt, welches sich womöglich nachteilig auswirken könnte. Eine Passage des Zahlscheins: "[...]. Wir übermitteln die oben genannten Daten bei überfälligen und unbestrittenen Forderungen an die InFoScore Consumer Data GmbH (ICD), Rheinstr.99, 76532 Baden - Baden, [...]." Grundsätzlich stellt dies keinen Eintrag in die gefürchtete Schufa dar. Wie jedoch deutlich wird, landen Daten von unbestrittenen Forderungen in einer internen Schuldner-Datenbank. Sollten dritte Firmen anfragen, ob Einträge über eine Person vorliegen und dies bestätigt werden, so könnte der nächste Kredit platzen. Ein Musterbrief bezüglich des Widerspruchs findet sich hier.

Am allerwichtigsten ist es jedoch, möglichst keine besonders intelligenten Antwortbriefe zu formulieren. Insbesondere die Abgemahnten aus 2005/2006 nähern sich rasant der Verjährungsfrist, welche lediglich durch aktive Verhandlung gehemmt wird. Ein reger Schriftverkehr mit dem Inkasso-Unternehmen könnte als eben solcher ausgelegt werden.

Sobald es neuere Entwicklungen in diesem Bereich gibt, werden wir wieder über diese berichten. (Firebird77)

(via dr-wachs, abmahnwahn-dreipage, thx!)

(Bilder via creditreform & credit-manager, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 20.11.2008 13:09 Uhr

tagsTags: filesharing p2p geld infoscore waetke förderung inkasso abmahnung schutt

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1214 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • ndw_20001 am 16.05.2011 11:28:30

    ja ja ist ja gut , war nur eine frage mann . trotzdem danke für eure hilfe und tipps :D wurde vor gericht gezogen ! habe gewonnen , weil .... nur als anfrage PM auskunft ! danke euch für die hilfe ! euer @ndw_20001 ...

  • ndw_20001 am 08.03.2011 23:47:11

    ja ja ist ja gut , war nur eine frage mann . trotzdem danke für eure hilfe und tipps :D ...

  • Tiggers am 09.12.2010 08:17:05

    @ ndw_20001: warum musst du eigentlich immer wieder diesen F...-Thread aus dem Keller holen? Lass es doch endlich mal gut sein. Und vor allem: immer solch vollkommen sinnfreie Posts. Musst du deinen Zähler pushen? ...

  • ndw_20001 am 09.12.2010 02:25:45

    oder gibs noch weitere seiten hier , wo mann bei gulli , sich weitere infos holen kann `? gg u. dk euch . ...

  • ndw_20001 am 09.12.2010 02:22:46

    bei mir sind 2,4 jahre . und leider ist auch nun ruhe ,weil der schlagabtausch war sehr geil gewesen . :T naja , mann sollte sich nicht zu früh freuen ! :D mal sehn , wanns´ wieder los geht ! also nicht zahlen und gut ist . mfg . ist sonst keiner mehr da ? wür ...

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