
Apple darf sich getrost als einer der führenden Konzerne sehen, wenn es darum geht, Content ohne DRM-Kastration auf den Markt gebracht zu haben. Vor etwa einem Jahr hat das Unternehmen damit begonnen, DRM-freie Musik beim Online-Shop iTunes anzubieten.
Angesprungen auf diesen Deal war das Major-Label EMI, welches dies wohl bis heute nicht bereut. Apple scheint sich nun die restlichen Giganten vornehmen zu wollen, damit auch diese ihre Musik ohne einen Funken DRM bei iTunes verkaufen. Ob sich das Angebot lediglich auf den amerikanischen Markt bezieht, steht bislang noch nicht fest. Doch auch in Deutschland würden sich die Konsumenten sicher über DRM-freie Angebote freuen, zumal iTunes hier einen Marktanteil von 42 Prozent innehat.
Laut einer Quelle aus den Reihen der Majors befinde man sich zwar nach wie vor in einer frühen Entstehungsphase der Zusammenarbeit. Eines der vier Labels soll von der Idee jedoch so begeistert sein, dass man am liebsten sofort einen Vertrag unterzeichnen würde. Angeblich handelt es sich bei diesem Label um Sony, welches sich erst vor wenigen Wochen von Bertelsmann getrennt hatte.
Sollte ein Vertrag zwischen Apple und den verbliebenen Major Labels tatsächlich zustande kommen, so dürfte man bei iTunes in naher Zukunft komplett DRM-Freie Tracks erhalten, die sich auf jedem beliebigem MP3-Player abspielen lassen. Auch für Apple dürfte ein solcher Vertrag lohnend sein, da er einen Gewinn an Marktanteilen verspricht, wie sich in jüngster Zeit deutlich offenbarte. Die Konkurrenz wie Amazon oder Rhapsody konnten nämlich einiges an Boden gewinnen, nachdem man ebenfalls DRM-freie Tracks ins eigene Angebot mit aufnahm. Sollte am Ende doch die Vernunft gesiegt haben? Wir warten und staunen ... (Firebird77)
(via afterdawn, thx!)
(Bild via blogs.ala, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 20.11.2008 13:46 Uhr
Lasst die Leute hören was sie möchten. Nachfrage -> Angebot. Natürlich schade wenn die Auswahl durch Majors begrenzt wird. ...
die sollten mal lieber mehr in gute musik investieren,als sich um solchen mist zu streiten,kümmern......dumm wer da sich sein chartszeug kauft. ...
Für Apple und die Labels ist das bestimmt "vernünftig". ...
Hab ich doch gesagt. Die MI hat nicht gemerkt das es "vernünftig" ist DRM wegzulassen, sonder das man damit mehr Geld "machen" kann. ...
Nein. Es geht ums Geld. Das ist klar, aber vernünftig wäre es, DRM freie Musik anzubieten, da man damit mehr Geld verdient :T ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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