
Aus einem veröffentlichten Bericht geht hervor, dass die Netzwerke der Krankenhäuser St. Bartholomews, The London Chest Hospital und The Royal London Hospital von dem Schädling heimgesucht wurden. Der W32/mytob.gen@mm platzierte auf allen infizierten Rechnern ein Trojanisches Pferd, wodurch die sensiblen Daten auf den Krankenhaus-Computern einer ernst zu nehmenden Gefahr ausgesetzt wurden. Ersten Experteneinschätzungen zufolge könnten auch Patientendaten gefährdet sein.
Am Montag den 17. November fiel der Schädling zum ersten Mal auf. Die Verantwortlichen im St. Bartholomew-Krankenhaus zeigten sich schockiert darüber und bezeichneten den Vorfall als sehr bedrohlich. Besonders der Schaden, der aus der Infektion entstanden ist, wird als weit reichend angesehen. Ende der Woche waren noch immer gewisse Teile des Netzwerks aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Daher mussten Ärzte, Schwestern und anderes Personal der Kliniken auf die modernen Hilfsmittel verzichten und zu alt bewährten Mitteln greifen. Für die Patienten soll keinerlei Gefahr bestanden haben.
Da Krankenhäuser für solche Fälle über ausgeklügelte Notfallpläne und Backup-Systeme verfügen, konnte ein Teil des Betriebs aufrecht erhalten werden. Sogar Operationen waren weiterhin möglich. Krankenwagen mit Patienten in sehr kritischem Zustand wurden allerdings in andere, von dem Virus nicht betroffene Krankenhäuser umgeleitet, um zu verhindern, dass das durch die Verwendung der Notsysteme bedingte langsamere Arbeitstempo die Patienten in Gefahr bringt. Viele Tätigkeiten mussten wie vor Jahrzehnten von Hand erledigt werden, so soll ein Teil der Dokumentation wieder mit Papier und Bleistift erfolgt sein.
Einer Einschätzung eines Antivirus-Dienstleister zufolge soll mytob sowohl Daten der infizierten Rechner ausspähen als auch ein Hintertürchen (Backdoor) für den jeweiligen virtuellen Finsterling öffnen. Abhängig von der Infrastruktur soll daher auch ein Fernzugriff des Angreifers auf die Computer der Klinken im Bereich des möglich sein. Die hinzugezogenen Fachleute gehen nicht davon aus, dass die Krankenhäuser Ziel eines bewussten Angriffs wurden. Eher wurde der Wurm versehentlich eingeschleppt. Die Infektion scheint sich von den drei infizierten Kliniken aus nicht weiterverbreitet zu haben.
Es wird ausgeschlossen, dass der Schädling für einen Verlust von Daten verantwortlich ist. Die Leitung der Krankenhäuser hat sich bislang noch nicht über den genauen Schaden ausgesprochen. Somit bleibt neben vielen weiteren interessanten Punkten auch der finanzielle Schaden weiterhin unklar. Mittlerweile war es möglich, mytob vollständig von den Systemen zu bereinigen und einen normalen und computergestützten Arbeitsablauf fortzuführen.
(via computerweekly.com, thx!)
News Redaktion am Freitag, 21.11.2008 00:48 Uhr
Vielleicht werden sie nun endlich mal ein Umdenken beginnen. davor muss erst einer sterben:rolleyes: ...
Wieso habe die Krankenhaus und c.o. nicht selber ein Informatiker der das system 8/24 kontrolliert. :rolleyes: Hast du dir ernsthaft schon einmal Gedanken über die damit verbundenen Kosten gemacht? Die Krankenhäuser sind in Finanznot, der Arbeitsdruck von Ärzten und Pf ...
Da hört der spaß aber auf ! Aber grade Krankehäuser söllten sich gut schützen,dort sind daten die niemanden etwas angehen :dozey: lg. ...
"weiterlesen" funktioniert nicht. Bitte durch folgenden Link ersetzen: http://www.gulli.com/news/w32-mytob-gen-virus-setzt-drei-2008-11-21 Danke ...
mit einem mac waere das nicht passiert :Drichtig. weil ein Mac zu solchen Leistungen nicht fähig ist... ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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