
Zum Ausnutzen dieser Schwachstelle sollen bereits geringfügige Programmierfähigkeiten ausreichen. Entsprechend simpel gestaltet sich auch der dreizeilige Programmcode. Von der Problematik sollen alle bisher verkaufen iPhones betroffen sein. Ein denkbares Szenario wäre, den Link zu einer entsprechend präparierten Webseite via E-Mail oder SMS an die Besitzer der Apple-Smartphones zu verschicken. Sobald sich die Webseite aufgebaut hat, soll der Besitzer sofort die Kontrolle über das Gerät verlieren. Im Hintergrund wird dann bereits der Wählvorgang der hinterlegten Telefonnummer gestartet.
Deutliches Erkennungszeichen dafür ist der weiße Bildschirm des iPhones und dass das Smartphone auf keine Eingaben des Besitzers mehr anspricht. Der Bildschirm wird erst wieder freigegeben, nachdem der Anruf erfolgreich zustande gekommen ist. Der Meinung einiger Experten nach zu urteilen, könnte dies unter Umständen sehr teuer werden. Das SIT warnt davor, dass auch teure 0900-Nummern angewählt werden können.
Im Weiteren teilten die Experten mit, dass die hauseigenen Sicherheitsforscher von Apple bereits vor mehr als einem Monat über diese Schwachstelle informiert haben. Am gestrigen Donnerstag wurde unter anderem aus diesem Grund das Software-Update in der Version 2.2 für das iPhone und den iPod-Touch freigegeben. Neben dem vom Fraunhofer-Institut entdeckten Bug konnten auch diverse andere Lücken, die in den Kernkomponenten des Betriebssystems vorhanden waren, geschlossen werden.
Alle Anwender, die ihr iPhone mittels Pwnage-Tool gejailbreaked haben, empfiehlt sich das Update auf die neuste Version vorerst noch nicht. Es kann aktuell nicht garantiert werden, dass nach dem Update auf die neuste Variante der Software ein Freischalten des Geräts glückt. Das Update kann auf üblichem Wege über die Update-Funktion von iTunes bezogen werden. (gS-)
(via tuaw.com, thx!)
News Redaktion am Freitag, 21.11.2008 15:12 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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