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De-Mail: Bundesregierung führt Porto ein - für eMails

Dass ausgerechnet die Datenkrake Nummer eins - unser lieber Staat - mit dem Projekt "De-Mail" einen sicheren eMail-Verkehr gerantieren will, hat bereits für Spott und Kritik gesorgt. Mit einem Eintrag in den offiziellen FAQs zur De-Mail dürften die Macher das Projekt entgültig diskreditiert haben: Der eMail-Versand mit De-Mail soll Porto kosten.

Unter den Fragen zum angedachten "Bürgerportal" findet sich auch diese: "Wie teuer wird der De-Mail-Versand?". Die Antwort dürfte für die meisten überraschend sein:

"Preise und Modalitäten wird jeder Anbieter von De-Mail im freien Wettbewerb um die Kunden selbst festlegen. Es wird voraussichtlich ein ähnliches Prinzip wie beim Postversand gelten: der Absender zahlt ein e-Porto."

De-Mail soll nicht vom Staat selbst angeboten werden, sondern von zertifizierten Unternehmen, die dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllen müssen. Diese Voraussetzungen betreffen vor allem die Sicherheit, den Daten- und Verbraucherschutz. Zu den dafür eingesetzten Maßnahmen heißt es auf der Seite:

"Wer De-Mail-Anbieter werden möchte, muss nach Inkrafttreten des Gesetzes in einem staatlichen Akkreditierungsverfahren nachweisen, dass er hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz erfüllt.[...] Grundsätzlich soll auch der Betrieb des Anbieters keine Einsicht in die Daten nehmen dürfen. In jenen Fällen, in denen ein Zugriff zwingend notwendig ist, wird beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt, d.h. ein Mitarbeiter kann nie alleine auf die Daten zugreifen, sondern nur autorisiert und kontrolliert durch einen Kollegen. [...]

Zudem sollen alle Nachrichten während des Transports verschlüsselt sein und nicht einfach mitgelesen werden können. Die Nachrichten werden vor Veränderungen geschützt transportiert und dafür mit einer Art 'Umschlag' in Form einer Prüfsumme (Hashwert) ausgestattet. Eine Manipulation würde durch eine automatisch stattfindende Prüfung beim Abruf der De-Mail sofort bemerkt werden. Die De-Mails und Dokumente im Postfach und der Dokumentenablage sind ebenfalls verschlüsselt. Erst wenn eine De-Mail durch den Kontoinhaber geöffnet wird, wird sie entschlüsselt und damit lesbar. Auch gegen einen Angriff von außen, z.B. durch Hacker, werden die Systeme speziell abgesichert." (Simon Columbus)

(via Fefe, danke)

News Redaktion am Freitag, 21.11.2008 15:54 Uhr

tagsTags: email bürgerportal de-mail eporto

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43 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Spacejump am 23.11.2008 11:06:58

    Von mir aus ich benutz eMails eh nur dafür um auf den Bestätigungslink zu klicken den Rest mache ich per IM und sowieso kann man doch sein eigenes Mail Programm auf die Beine stellen und nur seinen Freunden(Terroristen) geben..(auf root uploaden, root mit pw verschlüsseln, pw im real life m ...

  • daemonicus am 23.11.2008 08:21:05

    na irgendwie müssen doch die beamten bezahlt werden, welche die ganzen emails lesen. und steht doch auch inner news: vier-augen-prinzip.wenn man mal rechnet, dass auf 1 email 2 leute kommen....oohhhoo das wird teuer. :) einfach schwachsinn, abzocke und zeigt mal wieder die nicht vorhandene kompete ...

  • bru2k am 22.11.2008 20:57:52

    Cool, ob es dann auch eBriefmarken geben wird? :rolleyes: :confused: :eek: :T ...

  • Radioaktiv am 22.11.2008 20:56:43

    sicher braucht man noch einen extra client-tool dafür ;) Ja, nennt sich Bundestrojaner. Die Mails werden übrigens wirklich sicher aufbewahrt, bei Schäuble auf dem Schreibtisch :T ...

  • LucyLou am 22.11.2008 20:45:21

    Das wäre für dich ja nix neues, wenn du in der DDR lebst, gell ;) ...

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