
Dass die Auftritte von Wolfgang Niedecken, Campino & Co. nicht "In aller Stille" vonstattengehen, dürfte sich in unserer Republik mittlerweile rumgesprochen haben. Doch so gut die Idee zunächst klingt, die Umsetzung ist auch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Denn BAP und Die Toten Hosen werden während der gesamten Tour von einem so genannten "Audio-Recording-Mobil" begleitet.
Die Gigs werden aufgezeichnet, in einzelne Stücke unterteilt, auf die USB-Sticks kopiert und an den Merchandise-Ständen für 20 Euro angeboten. Wer keine Karte mehr bekommen hat, kann im Nachhinein den Konzertmitschnitt seiner Stadt für knapp 10 Euro online erwerben.
gulli meint:
Gratulation! Das klingt nach einem schlauen Konzept der Kölner Music Networx GmbH (Concert-Online.com), welches im Erfolgsfall für zahlreiche Nachahmer sorgen dürfte. Geschäftsführer Georg Bergheim kommt aus der Branche, er war bis 1993 als Leiter Artist & Repertoire bei der BMG Ariola in München tätig. Auch wenn man in Bezug auf den Preis der Sticks durchaus mit einer regen Diskussion rechnen darf, so hat dieses Modell den entscheidenden Vorteil, dass die Einnahmen vermehrt den Musikern und weniger der Plattenfirma zugutekommen. Zudem: Wenn der Abend gelungen war, wer möchte nicht das Event später zu Hause in Erinnerung rufen können? Zahlreiche Fans haben ihr Geld schon in weitaus sinnlosere Devotionalien investiert.
Wer jetzt behauptet, die Künstler kommen mit solchen oder ähnlichen Konzepten ganz ohne Label aus, deren Argumentation beißt sich leider selbst in den Schwanz. Denn ohne Popularität kein voller Konzertsaal. Ohne entsprechende Fanbase kein Umsatz. Und wer außer den Vertretern der Musikindustrie schafft es derzeit, für einen ausreichenden Bekanntheitsgrad eines Musikers bzw. einer Gruppe zu sorgen? Noch kann die Arbeit der Labels schlecht bis überhaupt nicht ersetzt werden. Als völliger Nobody lediglich eine Website aufzusetzen und dort die eigenen Stücke anzubieten, das alleine wird den erhofften Durchbruch nicht bringen. Wer auch immer den Absprung von der Musikindustrie wagte, konnte auf viele verkaufte Alben, Singles und Konzertkarten verweisen. Egal ob Radiohead, Nine Inch Nails, Madonna, Prince, Paul McCartney - und wie sie auch alle heißen. Deren Risiko war insgesamt eher gering. Keiner dieser Stars ist wie ein Lemming von der Klippe gesprungen. Sie alle hatten die Chance, sich im Vorfeld ein finanzielles Polster aufzubauen, auf dem man im Fall eines Absturzes hätte weich landen können.
Der Verkauf von USB-Sticks mit DRM-freien Konzertmitschnitten ist sicherlich eine sinnvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Vermarktungsstrategien, einen Ersatz kann es leider nicht darstellen. (Ghandy)
Danke an den g:b-User OnSearch für den guten Tipp!
(Cartoon von Rabby97, vielen Dank!!)
News Redaktion am Sonntag, 23.11.2008 11:36 Uhr
Vorausgesetzt, der überwiegende Teil der 10 bzw. 20 Euro fliesst auch wirklich in die Taschen der Bands (und nicht in die irgendwelcher abmahnwütiger Label-Chefs) ist das wirklich ne feine Sache. :T MfG Andy ...
War in Bremen aufm Hosen Konzert und hab mir im I-net letzte Woche den Stick bestellt. Qualität der Musik ist echt gut aber der USB-Stick gefällt mir nicht so sehr die Kappe geht so schnell ab. ...
Ich bin morgen auch auff´m Hosen Konzert...in Köln :D Aber alle Konzerte, auf denen ich bis jetzt war sind eigentlich ziemlich geil gewesen. Mal sehen, ich werde mir wohl einen Stick kaufen. ...
Die Idee ist super. Qualität ist TOP! wie von einer "normalen" Live-CD - nur direkt nach dem Konzert und vom "eigenen" ;) Ich hab mir den Stick bei BAP in FFM geholt. Schicke Metallbox, schicker Stick, gute Musik - und auf dem Heimweg schon im Auto gehört. Klasse. Ist das komplette Konzert bis au ...
http://concert-online.com/products/product_details.php?i=-1&pi=379&vi=766 warum denn zum runterladen am nächsten tag? Man bekommt doch den Stick auch wenn man online bestellt oder nicht? mfg wog edit: ach hier ich sehs man kann download und stick wählen sind 2 verschiedene dinger ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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