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Facebook: Spammer zu 873 Millionen Dollar Strafe verurteilt

Spams gehören im digitalen Zeitalter schon längst zu den Dingen, die von jedem Internetnutzer verabscheut werden. Die Nutzer von E-Mail-Diensten sind somit immer wieder durch den Inhalt der Nachrichten bösartigen Gefahren ausgesetzt und müssen tagtäglich randvoll gefüllte Postfächer auf sich nehmen. Bis 2008 wurde diese von der Justiz abgelehnte Vorgehensweise mit Strafmaßnahmen im Rahmen des einstelligen Millionenbereiches geahndet. Jetzt hat das US-Gericht jedoch ein Urteil gefällt, welches alle bisherigen Geldstrafen in einem Zug übertrifft.

Wie der weltweit bekannte Social-Network-Betreiber Facebook am vergangenen Montag mitteilte, wurde der Kanadier Adam Guerbuez mitsamt seines Unternehmens "Atlantis Blue Capital" von einem kalifornischen Bundesgericht zu einer außerordentlich hohen Geldstrafe verurteilt.

Zuvor klagte die Rechtsabteilung von Facebook Adam Guerbuez wegen Versands von unzählig vielen Spam-Mails an Mitglieder der Community von Facebook an.

Nun ist der kanadische Spammer, der mit seinen Unternehmen mit Hilfe von unverlangten Werbemails für den Kauf von Marihuana, Penisverlängerungen, Sexspielzeuge oder Medikamenten geworben hatte, zu einer Geldstrafe von 873 Millionen Dollar verurteilt worden.

Die Spam-Mails seien in den Monaten März und April verschickt worden und hätten rund 4 Millionen unschuldige Facebook-Nutzer erreicht.

Facebooks Anwälte hätten sofort reagiert und aufgrund von Beschädigung des guten Images und wirtschaftlichen Einbußen die Übeltäter zu Schadenersatz aufgefordert.

Obwohl Max Kelly, der Sicherheits-Chef von Facebook, nicht davon ausgehe, dass der Verurteilte Adam Guerbuez auch nur einen Bruchteil der verhängten Strafe begleichen kann, würden sie versuchen, den Schaden vollständig ersetzt zu bekommen.

Max Kelly zufolge solle sich jeder Facebook-Nutzer freuen, dass das Unternehmen hart darum kämpfe, ihre Nutzer gegen Spam oder anderen Belästigungen zu schützen. Das Wohl der User stehe ausnahmslos im Vordergrund. Die Verantwortlichen von Facebook werten das Urteil als großen Erfolg, der eine äußerst abschreckende Wirkung auf professionelle Spam-Versender mit sich bringen dürfte. (Buddy09)

(via www.news.cnet.com, thx)

News Redaktion am Dienstag, 25.11.2008 18:29 Uhr

tagsTags: facebook spam adam guerbuez

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18 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • AML am 27.11.2008 11:28:19

    Witzbold, als ob er das je zahlen könnte. er hebt die hand, lebt ein paar jahre ruhig und solange bezahlt alles die firma seiner frau(vater,mutte,oma je nachdem wem er sein geld vorher überschrieben hat). @Hassel: In Deutschland ist das ziemlich einfach, aber auc ...

  • Novgorod am 27.11.2008 03:38:12

    wie setzt sich denn die strafe zusammen? 218$ pro email? darf ich das nun auch für "echten" spam von supermärkten, pizza-diensten und kaffeefahrt-agenturen in meinem briefkasten verlangen? ;) ...

  • UnitetError am 26.11.2008 17:19:48

    Dass er das nicht zahlen kann dürfte auch dem Gericht klargewesen sein. Natürlich meldet er Privatinsolvenz an oder wandert aus. Die Strafe wird nur deswegen so hoch sein, damit man das als abschreckendes Beispiel hochhalten kann und jeder sieht dass es kein Kavaliersdelikt ist. ...

  • am 26.11.2008 16:50:00

    die usa, was soll man da noch sagen, brauchen eben geld und warum dann nicht aus einem beschaulichen nachbarland? :rolleyes: ...

  • Kor am 26.11.2008 15:07:25

    Ich finde es ja gut das der Spammer endlich weg vom Fenster ist, aber 873 Millionen Dollar? Das ist einfach zu viel wie ich finde das kann ja kein Normaler Mensch zurück zahlen. seh ich genau so... Wenn man mal bedenkt das der 873 Jahre schuften darf wenn der jedes J ...

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