
Vor einigen Wochen hat die Meldung enorme Aufmerksamkeit erzeugt, dass Amazon zwei E-Books automatisch von Kindles ihrer Kunden löschen ließ. Grund hierfür war, dass Amazon nicht die Rechte besaß, diese als E-Books zu vertreiben. Kurzerhand wurde das Geld für die Bücher auf die Konten der Kunden zurücküberwiesen und das Buch gelöscht. Zufälligerweise handelte es sich bei dem Titeln ausgerechnet um "1984" und "Animal Farm" von George Orwell.
Der Vorfall sorgte für massive Beschwerden. Ein Schüler drohte sogar mit Klage, da durch den Vorfall eine seiner Hausaufgaben über Orwell unbrauchbar wurde (gulli:news berichtete). Offenbar ist diese Aktion zu einem PR-Supergau für Amazon geworden. Ihren Kunden bieten sie jetzt an, die E-Books nun zu erstatten. Auch Notizen, die zu diesen Büchern auf den Kindles gemacht wurden, sollen wieder zu gebrauchen sein. Amazon-Chef, Jeffrey P. Bezos, höchstpersönlich entschuldigte sich für die Löschung der Bücher. Sollten die Amazon-Kunden kein Interesse mehr an den Büchern haben, so würden sie auch einen Einkaufsgutschein oder einen Scheck über 30 Dollar ausstellen. Bezos bezeichnete die Aktion als "unüberlegt, dumm und schmerzhaft außerhalb unserer Prinzipien".
Dennoch bleibt die Kritik am Rechtemanagement des E-Book-Readers von Amazon. Die strikte Rechteverwaltung würde deutlich gegen den Verbraucherschutz verstoßen. Außerdem würde es das geschlossene System Drittanbietern unmöglich machen, ebenfalls selbstständig auf diesem Markt zu agieren. Das DRM würde auch Zensur von Schriften ermöglichen, beispielsweise, indem gerichtliche Beschlüsse Amazon dazu zwingen könnten, bestimmte Schriften auf den Geräten ihrer Kunden löschen zu lassen. (020200)
(via NYTimes, thx!)
(Bild: PC World)
News Redaktion am Samstag, 05.09.2009 20:01 Uhr
Im Kimble soll wohl eine Echtzeit-Überwachung aller gespeicherten Informationen möglich sein per GPRS/UMTS oder was die da in den USA haben. Alternative wäre: das du das Teil alle 30 Tage am PC anstöbseln muss weil sonst das Buch automatisch gelöscht wird. ...
Mal ne Frage... Wie ist das Möglich, dass Amazon nach dem Verkauf noch sozusagen "Rechte" an nem verkauften Objekt hat. Also überhaupt darauf zugreiffen kann und darauf rumpfuschen. Das wäre ja wie wenn ein Buchhändler bei mir klingelt und mir mein Buch wieder abnimmt, weil er irgend nen Proble ...
... Also bitte erst informieren vorm schreiben ;-) Danke :T ...
Bezos bezeichnete die Aktion als "unüberlegt, dumm und schmerzhaft außerhalb unserer Prinzipien". Na wenigstens hat er das geschnallt und redet nun nicht um den heißen Brei rum. Das ist doch schonmal was. :T ...
Meh! GAU, für größter anzunehmender Unfall. Super, aus dem Lateinischen für über. Übergrößter anzunehmender Unfall? Oo aus der wikipedia: «Ein Auslegungsstörfall (auch GAU, für größter anzunehmender Unfall) ist ein statistisch unwahrscheinlicher, schwerer Stö ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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