
Der frühere Abhörspezialist David Mufee Faulk erklärte gegenüber ABC News, er habe 2006 eine geschriebene Akte mit Details aus Tony Blairs Privatleben zu Gesicht bekommen. Faulk arbeite von 2003 bis 2007 in Fort Gordon / Georgia für die NSA. Dort hatte er Zugang zu einer "Anchory" genannten geheimen Datenbank des Geheimdienstes.
Sollten sich die Aussagen des Army-Experten für arabische Sprache bewahrheiten, würde dies den Bruch eines langjährigen Abkommens zwischen den USA und Großbritannien bedeuten. Darin haben sich die beiden Staaten, die auch im Irak-Krieg Seite an Seite kämpfen, verpflichtet, "nicht übereinander zu sammeln".
"Wenn es wahr ist, dass wir eine Akte über Blair geführt haben, würde es einen Verstoß gegen das Abkommen bedeuten, dass wir mit den Briten haben",
erklärte ein früherer CIA-Mitarbeiter. Immerhin arbeitet die NSA eng mit ihrem britischen Gegenpart, dem GCHQ, zusammen. Die beiden Geheimdienste tauschen auf regelmäßiger Basis Informationen miteinander aus.
Faulk hatte bereits vor einigen Wochen damit Furore gemacht, dass er über Abhörmaßnahmen des US-Geheimdienstes berichtete. Agenten hätten persönliche Gespräche von amerikanischen Journalisten, Helfern und Soldaten im Irak belauscht, erklärte der ehemalige Geheimdienstler.
Das umstrittene Abhörprogramm wurde ursprünglich von Präsident Bush authorisiert, um Überwachungsmaßnahmen gegen Terrorverdächtige ohne die unbequeme Frage nach einem Richterbeschluss durchführen zu können. Faulk und eine weitere Kollegin, Adrienne Kinne, erklärten gegenüber dem Geheimdienst-Kommitee des Senats allerdings, dass sie auch zur Überwachung von nicht verdächtigen Personen aufgefordert worden seien.
In dem nun veröffentlichten Interview mit ABC berichtete Faulk auch davon, wie er persönlich das "Freien, Umwerben und Bettgespräche" des ersten irakischen Ministerpräsidenten nach der amerikanischen Invasion, Ghazi al-Yawer, mit seiner Verlobten abgehört habe. Die mittlerweile wieder geschiedene Frau des Politikers, Nasrin Bawari, ist ebenfalls eine hochrangige Beamte.
Überhaupt hätten, so Faulk, regelmäßig Mitglieder des Geheimdienstes aus Spaß "Bettgespräche" und "Telefonsex" von Militärangehörigen und Helfern angehört. Er selbst habe zwar die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen gegenüber Vorgesetzten in Frage gestellt, sei aber angewiesen worden, ohne Änderungen weiter zu machen. (Simon Columbus)
(via Fefe, danke!)
News Redaktion am Dienstag, 25.11.2008 22:22 Uhr
David Mufee Faulk wird als Abhörspezialist der NSA und als Expert für arabische Sprache bezeichnet. Da erscheint mir etwas unwahrscheinlich, dass er einfach so Einsicht in die Abhörprotokole von Tony Blair bekommt. NSA ist ja nicht dafür bekannt, dass dort gerne Informationen zwischen verschiede ...
Also wenn die Geschichte stimmen würde, ist es der Hammer. Allerdings habe ich da ein Bischen Zweifel an den Behauptungen von David Mufee Faulk. In der Schilderung sind paar Details, die es für mich etwas unglaubwürdig machen. Dann nenn doch mal welche ...
Also wenn die Geschichte stimmen würde, ist es der Hammer. Allerdings habe ich da ein Bischen Zweifel an den Behauptungen von David Mufee Faulk. In der Schilderung sind paar Details, die es für mich etwas unglaubwürdig machen. ...
dito der Löwenanteil der Abhöraktionen wird sich auf Belanglosigkeiten und Spannerei seitens der Behörden beschränken. Nicht nur dass die Ergebnisse zu vernachlässigen, fehlerhaft oder einfach nicht zu verwerten sind, weil wirklich Kriminelle durch Korruption entweder dafür sorgen dass sie ni ...
Überhaupt hätten, so Faulk, regelmäßig Mitglieder des Geheimdienstes aus Spaß "Bettgespräche" und "Telefonsex" von Militärangehörigen und Helfern angehört. Er selbst habe zwar die Rechtmäßigkeit der Maßnahmen gegenüber Vorgesetzten in Frage gestellt, sei aber angewiesen worden, o ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
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