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Google Mail: Sicherheitslücke ermöglicht Weiterleitung von Mails

Im E-Mail-Dienst des Internetdienstleisters Google ist eine ernst zu nehmende Sicherheitslücke entdeckt worden. Angeblich soll es einem Angreifer möglich sein, einen bestimmten Filter zu erstellen und so alle Nachrichten an eine andere Adresse weiterzuleiten. Letztlich könnte somit die komplette Kontrolle über das Postfach des Opfers übernommen werden.

Ersten Beobachtungen nach zu urteilen, wird die Schwachstelle im googleschen E-Mail-Dienst bereits von virtuellen Finsterlingen ausgenutzt. Zum Glücken dieses Szenarios muss das Opfer allerdings eingelogged sein und zugleich eine entsprechend manipulierte Webseite im selben Browser öffnen. Durch den Aufruf der Webseite kann dann unter Ausnutzung

der sog. "Cross-Site-Request-Forgery"-Lücke (CSRF) ein Filter gesetzt werden. Sollte dieser Angriff erfolgreich durchlaufen werden, so können eingehende E-Mails automatisch an den Angreifer geleitet und im Postfach des Opfers umgehend entfernt werden.

Anderen Berichten zufolge soll es auch im Bereich des Möglichen liegen, dadurch weitere Internetdienste des Opfers manipulieren zu können. Ist der entsprechende Filter erst einmal gesetzt und aktiv, so können bestimmte andere Dienste (beispielsweise die Verwaltung von Internetadressen) ebenfalls übernommen werden, hieß es. Dazu ist es erforderlich, dass die Dienste auf die E-Mail-Adresse des Opfers registriert sind. Diese könnten sodann durch die "Passwort-Vergessen-Funktion" gänzlich übernommen werden.

Die nun entdeckte Lücke hat eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit mit einer bereits im Jahr 2007 aufgetauchten Schwachstelle. Wobei diese angeblich geschlossen sein soll. Verschiedene IT-Sicherheitsexperten vermuten, dass die zugrunde liegende Ursache in der Art liegt, wie Google mit bestimmten Anfragen verfährt. Am bedeutendsten ist dabei die Authentifizierung. Eine Analyse hat ergeben, dass Google noch eine sitzungsbezogene statt einer request-bezogenen Authentifizierung verwendet. Letztere Methode hätte den Vorteil, dass ein Angreifer die bestimmte ID für eine gültige HTTP-Anfrage erraten müsste. Google untersucht aktuell den Sachverhalt und Hinweise auf die Sicherheitslücke in seinem E-Mail-System. (gS-)

(via informationweek.com)

News Redaktion am Dienstag, 25.11.2008 22:25 Uhr

tagsTags: google schwachstelle sicherheitslücke gmail google mail cross site cross-site request forgery csrf

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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • wrz am 17.12.2008 16:12:31

    Diese Lücke ist seit 2007 bekannt. Zitat PC Welt : Der Sicherheitsexperte Petko Petkov warnt vor einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in Google M ...

  • soricsoon am 26.11.2008 21:10:24

    Ja das ist alles wieder etwas übergeschwappt bei diesem Thema ! Danke dir für den Link jedenfalls. Jo, die Sache ist abgeschlossen...Google hat gemeinsam mit den betroffenen Domaininhabern den Fehler gefunden...eine gefälschte Mail... Der [URL="http://www.googlewatchblog.de/200 ...

  • gS- am 26.11.2008 20:28:38

    Inzwischen sieht es allerdings so aus als würde der Domainklau doch nur über einen "normalen" Phishing-Angriff laufen... Ja das ist alles wieder etwas übergeschwappt bei diesem Thema ! Danke dir für den Link jedenfalls. ...

  • soricsoon am 26.11.2008 14:05:17

    Wie im Artikel erwähnt, tun sich da gewisse Parallelen auf ! Google teilte damals schon mit, dass die Lücke behoben sein soll. Also kriegen wir hiermit die Bestätigung, dass dem nicht so ist. dass die Lücke behoben sein soll Das wurde damals (2007) auch behoben ...

  • gS- am 26.11.2008 13:26:57

    Diese Lücke ist seit 2007 bekannt. Zitat PC Welt : Der Sicherheitsexperte Petko Petkov warnt vor einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in Google M ...

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