
Zu Liedern von Frank Sinatra, den Beatles, den Rolling Stones, Madonna sowie Robbie Williams übermittelten die Künstler ihre Botschaft an den amtierenden britischen Premierminister Gordon Brown.
Darin fordern sie eine tiefgreifende Veränderung des Urheberrechts, sodass auch Musiker auf Aufnahmen zukünftig mehr von ihrem möglichen Erfolg haben werden. Die aktuelle Lage stellt sich so dar, dass die Musiker 50 Jahre nach der Schaffung der Aufnahmen die Rechte daran "verlieren". Dies sei, so die Musiker, im starken Gegensatz zu anderen kreativen Schöpfern wie beispielsweise Autoren oder Komponisten. Deren Werke würden erst nach 70 Jahren frei werden - 70 Jahre nach deren Tod. Die Europäische Kommission spricht sich gegenwärtig nach wie vor von einer Verlängerung auf 95 Jahre aus, wenngleich seitens der englischen Regierung keinerlei Unterstützung für diesen Vorschlag kommt.
Die Musiker argumentieren, dass sie kaum eine Entlohnung für ihre Dienste erhalten würden, obwohl sie einen wichtigen Exportbeitrag leisten. Die Regierung würde ihnen Dankbarkeit hierfür schulden. "Britische Musiker sind die Besten der Welt, die absolut Besten", so Derek Wadsworth welcher bereits mit zahlreichen Künstlern wie den Beatles, Tom Jones oder den Rolling Stones zusammengearbeitet hat. "Die Summe an Einnahmen die durch diese Leute ins Land gebracht wurde war atemberaubend. Jetzt brauchen wir die Regierung, damit sie uns ein klein wenig hilft und uns Dankbarkeit zeigt. Stattdessen tritt man uns mit Füßen und ignoriert unsere Kampagne zur Erweiterung des Urheberrechts für diese Menschen und das, was sie darstellen."
Ein anderer Musiker, Phil Pickett, sagte, dass der Betrag den eine Veränderung des Urheberrechts bringen würde gering wäre. Aber wichtig. Pickett hat früher in der Band Culture Club gespielt und kennt das Geschäft. "90 Prozent der Musiker verdienen weniger als 15.000 britische Pfund (18.000 Euro Anm. d. Red.) im Jahr. Diese Einnahmen sind sehr gering aber sie summieren sich im Laufe der Jahre."
Natürlich gibt es bei diesem Szenario auch eine Seite, die nichts von den Veränderungen hält. Das "Department for Innovation, Universities and Skills" hat sich intensiv mit den Forderungen befasst, kommt jedoch zu dem Schluss, dass diese nicht akzeptabel sind: "Wir begrüßen die Haltung der Europäischen Kommission, die Situation für Künstler zu verbessern. Jedoch glauben wir nicht daran, dass der gegenwärtige Vorschlag dies erreichen wird. Unserer Ansicht nach ist der Entwurf viel zu Komplex und viele der Vorteile würden an die Labels gehen, nicht an die Künstler." (Firebird77)
(via bbc, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 26.11.2008 21:08 Uhr
Klar. In dem Moment, in dem du das Konzept "Geld" komplett losgeworden bist ... Das ist allerdings (bisher) noch reine Utopie. Vorher wird es immer jemanden geben, der verdienen möchte. ach quatsch! dafür muss man weder die marktwirtschaft noch das geld abschaffen, das kann ...
vielleicht wird sich der stellenwert der "entwicklung" (von information) irgendwann grundlegend ändern, im sinne ihrer bedeutung für die gesellschaft - Klar. In dem Moment, in dem du das Konzept "Geld" komplett losgeworden bist ... Das ist allerdings (bisher) noch reine Utopie. Vorh ...
Eine "geheime" Information wird doch wegen ihrer Nutzung überhaupt frei. Nehmen wir nochmal Aspirin als Beispiel. Bayer hat die Formel entwickelt und eine Pille daraus gemacht. Ohne Patentanmeldung hätte diese Pille niemals auf den Markt kommen dürfen, weil jede anmdere Firma die I ...
für "geheime" informationen ist überhaupt kein lizenzrecht nötig, ihren wert erhalten sie durch das monopol.. lizenzrecht wird nur bei bereits freien informationen angewandt, nämlich bei patenten, musik usw., eben um einer schon bekannten information künstlich noch einen wert zu geben - ...
du verwechselst permanent zwei sachen: die erzeugung einer information und ihre (lizenzrechtliche) nutzung - da ist nicht dasselbe! wenn jemand ein informationsmonopol hat, kann er in der "freien" marktwirtschaft mit der information tatsächlich geld verdienen, und zwar genau einmal! um diese trivia ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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