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KDE: Erste Beta der neuen Version "Caterpillar" veröffentlicht

Mit ganzen 885 Bugfixes schickt die KDE-Community die erste Beta der neuen Version 4.2 des freien Desktopmanagers ins Rennen. Zwar richtet sich das Release vor allem an Tester und Rezensenten, aber auch Neugierige und Experimentierfreudige sind dazu eingeladen in die neue Version reinzuschnuppern und vielleicht den ein oder anderen verbleibenden Bug zu finden und zu melden.

Natürlich ist die "Raupe", so der Versionsname, noch nicht für Produktivsysteme gedacht. Jedoch bringt KDE 4.2 einige interessante und nützliche Neuerungen. Angepeilter Releasetermin der Version ist Januar. Zumindest, wenn es nach der Community geht. Die Beta selber steht aktuell nur für openSUSE zur Verfügung, jedoch kann der Quellcode auf der Projektseite von jedem heruntergeladen und selber kompiliert werden. Novell hat währenddessen schon eine openSUSE Live-CD mit der neuen KDE-Beta erstellt, welche ebenfalls zum freien Download zur Verfügung steht.Änderungen finden sich nicht nur "unter der Haube", sondern auch auf dem Desktop. Hier eine Übersicht der Neuerungen:

* Compositing Desktopeffekte wurden, entsprechenden Hardware- und Treibersupport vorausgesetzt, standardmäßig aktiviert. Eine automatische Überprüfung vor dem ersten Start stellt einen reibungslosen Ablauf sicher, bevor die Effekte eingeschaltet werden.

* Der Desktop wurde überarbeitet, um eine verbesserte Interaktion zu schaffen. Dies umfasst beispielsweise die neuen Aufteilungsmöglichkeiten in der Taskbar, Iconhiding im Systemtay und Benachrichtigungen via Plasma.

* Neue Plasmaapplets, wie beispielsweise ein Applet, um Nachrichten auf dem gesperrten Bildschirm zu hinterlassen, einer Dateivorschau, Hilfsmittel, wie das Pastebin-Applet, einen Kalender sowie viele andere.

* KRunner, ein Programm, welches andere Programme über einen Dialog aufruft. Zudem kann dieser über diverse Plugins erweitert werden. Dabei gehören unter anderem eine Anbindung an die Konqueror History, Energieverwaltung, Dokumente und etliche andere.

* Plasma kann nun Google Gadgets laden. Traditionell werden die Plasma Applets in Ruby oder Python geschrieben. Der Support für Applets, die in JavaScript oder für das Mac OS Dashboard geschrieben wurden, wurde weiter verbessert.

* Wallpaper können nun wie Plugins behandelt werden. Dies eröffnet beispielsweise Entwicklern die Möglichkeit Programme zu schreiben, welche Slideshows und andere Spielereien den Weg auf den Desktop ermöglichen, anstatt einen statischen Bildschirmhintergrund anzeigen zu lassen.

* Verbesserte Themingmöglichkeiten für die Task Bar, den Programmstarter, den Systemtray sowie fast allen Plasmakomponenten, um das "Look and Feel" weiter zu verbessern. Zudem kann der Benutzer nun genauer die einzelnen Bereiche an seine Bedürfnisse anpassen.

* Der Multiscreen-Support wurde durch die Kephal-Bibliothek verbessert. Diese fixt einige Fehler, welche auftraten sobald KDE auf mehr, als einem Monitor dargestellt wurde.

Zusätzlich wurden neben diesen Verbesserungen neuen KDE Programme hinzugefügt und die Verwendung von einigen bestehenden Programmen verändert oder erweitert:

* Dolphin bietet nun eine Vorschau der Dateien und erhielt die Funktion, ein- und auszuzoomen.

* Konqueror bietet nun eine verbesserte Ladegeschwindigkeit bei vorgespeicherten Domains in KHTML. Eine "find-as-you-type"-Bar wurde zudem hinzugefügt.

* KMail bekam einen überarbeiteten Anhangsbetrachter spendiert und gibt die Messageheader nun verbessert aus.

* KWrite und Kate beherrschen nun Vi-Kommandos, welche vor allem Kommandozeilenveteranen zugute kommen sollte.

* PowerDevil, der neue KDE4 Energiemanager stellt ein modernes und einfach zu bedienendes Tool da, welches vor allem für die Verwendung bei mobilen Geräten gedacht ist.

* Ark, das Archivtool, bekam ein überarbeitetes Userinterface spendiert und bietet nun eine Unterstützung für Passwortgeschützte Archive und stellt sich dem Benutzer als Kontextmenüeintrag zur Verfügung.

* Ein neues Druckerkonfigurationssystem soll die Zahl der Unterstützten Drucker weiter ausbauen.

* KRDC, der Remotdesktop verbessert seine Unterstützung bei Microsofts Active Directory mir LDAP.

* Kontact bekam ein Terminplaner spendiert und unterstütz nun Drag'n'Drop in der Zeitübersicht.

Eine komplette Übersicht findet man in der Projektankündigung. Die Liste der geplanten Features für die 4.2er Version für KDE ist noch nicht vollständig umgesetzt. Demnach wird die Community noch die ein oder andere Verbesserung bis Januar erwarten. (_Benny_)

(via KDE, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 27.11.2008 20:23 Uhr

tagsTags: free desktop kde

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6 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • K2N am 21.12.2008 23:20:14

    (außer die neuen Features welche echt nett sind). Ich mag sie nicht, dann für 3D-Effekte gibt es Compiz, Compiz-Fusion oder Beryl und Icons drehen muss ich auch nicht. ...

  • irrwicht am 28.11.2008 15:48:56

    Soviele Bugfixes waren auch bitternötig, die 4.1 ist einfach schauderhaft und kann nicht im geringsten mit 3.5 mithalten (außer die neuen Features welche echt nett sind). ...

  • Qupfer am 28.11.2008 14:40:22

    naja solange hinter dem Erster geschreibe noch etwas Themenbezogenes kommt, kann ich damit leben. Aber die änderrungen klingen doch danz interessant. Mal sehn ob ich mir wieder ein Pinguin installiere.... ...

  • am 28.11.2008 14:06:32

    Juhuu erster Das schreiben nur Kinder. Bei Computerbase z.B gibts nen Ban dafür. ...

  • K2N am 28.11.2008 14:03:48

    Das wird ja langsam etwas...hoffentlich ist dann im Januar der stand von KDE 4.2 so ähnlich wie von 3.5.x. ...

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