
Deswegen müssen neue Denkansätze und Geschäftsmodelle her. Man müsse zu einer Betrachtungsweise gelangen, in der die Software nicht mehr "ein Ende in sich selbst" darstellt, sondern vielmehr ein "Mittel zum Zweck" ist, beispielsweise um neuartige Geschäftsmodelle oder -prozesse zu ermöglichen. Er sagt: "Für alle, die der Softwareindustrie in der letzten Zeit wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht haben, habe ich schlechte Neuigkeiten. Das Open-Source Geschäftsmodell funktioniert nicht mehr."
In dem Artikel in der Business Week beschreibt er, wie sich die Geschäftsmodelle von reiner Softwarewartung und Kundensupport verschoben haben, hin zu reinem Mehrwert für den Kunden durch Funktionsumfang der Software. Red Hat zum Beispiel, eines der erfolgreichsten Open-Source Unternehmen, würde nicht etwa durch den Support des Linux-Kernels Umsätze erwirtschaften. Red Hat "fügt substanzielle Software-Layer zu dem Linux-Kernel hinzu, solide Software, die wenig Support benötigt, dem Kunden dafür einen Mehrwert bietet. Würde Red Hat nur auf Support des Linux-Kernels setzen, wären sie schon längst nicht mehr im Geschäft, ganz einfach deswegen, weil der Code so fehlerfrei ist."
Genau dieses ist das Paradox an dem "klassischen" Open-Source Geschäftsmodell. Der Quellcode von Open-Source Projekten ist in der Regel guter Code, welcher nicht viel Support nötig hat. Unternehmen also, die nur auf diese Einnahmequelle setzen, erhalten immer weniger Umsätze, je besser die Software wird. Laut Cohen ist Software ist zu reinem Selbstzweck geworden, um mit weniger Aufwand innovative Geschäftsmodelle zu ermöglichen.
Cohen selbst sieht die Zukunft von Open Source vor allem in Bereich konstruktiver und kooperativer Zusammenarbeit von unterschiedlichen Unternehmen, wie es im übrigen auch sein eigenes Unternehmen Collaborative Software Initiative betreibt. Er sagt, dass viele Unternehmen im Grunde genommen Standardlösungen für ähnliche Probleme benötigen. Anstatt dass jedes Unternehmen die Lösung komplett selbst entwickelt, sollte man besser eine Kooperation gründen, und einen Softwareunternehmen damit beauftragen, exemplarisch diese Softwarelösung als Open Source Software zu entwickeln. Nun könnte man an Initiativen wie die Open Handset Alliance, beziehungweise Android, denken, Gears oder sogar "Open Source DRM", wo scheinbar genau dieses Modell zum Tragen kommt.
Stuart Cohen war im Übrigen, bevor er die Collaborative Software Initiative gründete, als Geschäftsführer der Open Source Development Labs tätig. (020200)
(via Business Week, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 03.12.2008 21:37 Uhr
und zufällig meldet novell das das linux geschäft läuft..... ...
1.) Leute die OS Software nutzen, wollen i.d.R. nichts zahlen. Das machen sie auch nicht. Und erst recht nicht beim Support. Hier sollte man klar zwischen Privat- und Geschäftsbereich unterscheiden. Im Privatbereich mag das zu einem großen Teil so sein (aber auch dort gi ...
Open Source kann gar nicht aussterben...entweder du kommerzialisierst dich und machst so dein Geld oder eben über den Weg der OSS. Mir kann doch keiner Vorschreiben, wie ich meine Software unters Volk bringe - auch wenn es umsonst ist. Das ist ein Artikel, der 100%ig von Lobbyisten bezahlt ist. Co ...
Es gibt genau 2 Probleme mit OpenSource Software. 1.) Leute die OS Software nutzen, wollen i.d.R. nichts zahlen. Das machen sie auch nicht. Und erst recht nicht beim Support. 2.) Gibt es für OS Software "überall" Support. Da OS Software sehr beliebt ist, richten sich oft viele Communities kosten ...
Was haben Firmen überhaupt damit zu tun, machen nur fremden Code zu Geld und Support gibts auch in Foren. :rolleyes: Auf die 50 Distributionen von ein und demselben OS kann ich verzichten. Ich könnt wetten das du noch nicht mal 3 verschiedene miteinander verglichen hast ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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