
Mike MacCarty, ein eingefleischter Prince Fan, berichtet von seiner Horror-Story in Bezug auf die DRM-verstümmelten Musikdownloads des Künstlers mit den vielen Namen.
"Zum Glück habe ich nur eines der DRM-infizierten Alben von vielen auf der New Power Generation Webseite heruntergeladen.", sagte Mike. "Das Album kam im Windows Media Format, aber das war, bevor ich vom ganzen DRM Horror überhaupt wusste. Witziger Weise habe ich geglaubt, dass ich das Album immer hören könnte oder wenigstens ein paar Jahre."
Nun ist es vorbei mit dem Hören, da er den Fehler begangen hat, das Album auf eine externe Festplatte zu kopieren, danach war es um die Daten geschehen. Sie sind unbrauchbar, nicht wieder abspielbar.
Das passiert mit Musikdateien ziemlich häufig, aber viele der DRM-freien Anbieter wie Magnatune und eMusic machen es möglich, dass man seine bezahlten Downloads nochmals erhält, wenn diese defekt sind - quasi ein Umtausch mit dem Kassenzettel in der Hand.
Nachdem Mike weiter versucht seine bezahlten Dateien wieder zu bekommen, indem er die damalige Internetadresse eingibt, stellt er fest, dass die Verkaufsplattform geschlossen wurde. Auch ein anderer Hinweis, der zu MySpace führt, erweist sich als überholt. Der Künstler wechselt die Internetportale wie seine Namen.
Schon im letzten September schrieb The Register, dass Prince sich mit Web Sheriff zusammengetan hat, die derzeit als die Nummer eins der Firmen gehandelt wird, wenn es um Internet-Polizei-Dienste geht, um von YouTube und eBay Hunderte von Filmchen und anderem SchnickSchnack herunterzuräumen. Nicht vergessen darf man an dieser Stelle auch sein Vorgehen gegen den schwedischen BitTorrent Tracker Pirate Bay.
Der Künstler ist also sehr aktiv, wenn es um das Verteidigen seiner digitalen Landmarken geht. Wie sieht es aber mit dem Support für seine miese digitale Verkaufspolitik aus?
Mike versucht über die Fanseiten wie Housequake oder prince.org weiter zu kommen und muss feststellen, dass viele andere Fans mit dem gleichen Problem allein gelassen werden und es weder Kontakt zum Guru noch zu seinem Hofstaat gibt. Die einzige Möglichkeit scheint zu sein, die Dateien auf eine CD zu brennen und anschließend zu rippen.
Der in Minnesota geborenen Popstar, der seine Fans gerne "Freunde" nennt, lässt diese, nachdem sie einmal bezahlt haben, fallen wie die heißen Kartoffeln.
Diese und viele andere Mini-Geschichten sollen letztendlich zwei Dinge bewirken. Je größer die Sammlung an unzufriedenen User-Storys wird, umso eher kann man die DRM- Befürworter verunsichern.
DefectiveByDesign.org betreibt diese breit angelegte Anti-DRM-Kampagne, die darauf abzielt, alle Hersteller auf dem Markt, die auf DRM-fähige Produkte bauen, zunächst zu benennen. Schließlich sollen die DRM-Produkte als "defekt im Design" gebrandmarkt werden.
Hier die vollständige Liste der Storys:
Tag 1: MacBook
Tag 2: Netflix
Tag 3: Overdrive
Tag 4: iPlayer
Tag 5: Yahoo and MSN
Tag 6: Windows Media Center
Tag 7: Prince
Heute 8: Nintendo Wii
(via defectivebydesign und boingboing Danke!)
(Bildquelle defectivebydesign Danke!)
News Redaktion am Freitag, 05.12.2008 13:09 Uhr
Firmen gehen nun mal pleite oder werden geschlossen klar, aber warum sollten dann die gekauften sachen auf einmal nicht mehr funktionieren? vor allem ist das künstlich und unnötig: support für dein handy ist notwendig, falls es mal kaputt geht, aber für ein lied? ohne die kü ...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Prince mehr Ahnung von DRM hat, als es Mike MacCarthy hatte. Firmen gehen nun mal pleite oder werden geschlossen, wenn sie Aktiengesellschaften sind und den Anlegern (Banken und Fondsparern) zu wenig Rendite abwerfen. Ich hatte auch plätzlich keine Anlaufstelle f ...
Die Aktion "35 Tage gegen DRM" (Digital Restrictions Management) geht in die zweite Woche. Jeden Tag wird auf der Internetseite www.defectivebydesign.org ein anderes Produkt und seine Verknüpfung zum ungeliebten DRM-Standard behandelt. Unter anderem waren das MacBook, Yahoo und MSN, das Windows ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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