Der unabhängige IT- und Tech-Kanal!
internet.board.entertainment.games.hardware

UK: Jacqui Smith fordert Handhelds für Polizisten

Wenn das Thema nicht so erst wäre, könnte man schon fast amüsiert dabei zusehen, wie Großbritannien die totale Überwachung vorantreibt. Die neueste Idee der britischen Innenministerin Jacqui Smith lautet: Man solle doch die Polizei mit modernen Handhelds ausstatten, damit Polizeibeamte auch untereinander lückenlos mit anderen Beamten aus dem ganzen Land kommunizieren können.

Smith sagte: "Sowie die Polizei die Nachbarschaften im Blick haben muss, so muss sie auch - falls notwendig - zusammenarbeiten, um Kriminalität auf allen Ebenen zu bekämpfen und die Resourcen optimal zu nutzen. Wir werden Gesetze erlassen, um die Vorkehrungen zur Zusammenarbeit zu verbessern, sei es am Schreibtisch oder am Ort des Geschehens."

Auf Anfrage von David Davis, einen Abgeordneten der Konservativen Partei, ob sie denn nun vorhabe, auch eine Mitführungspflicht für Ausweise vorzusehen, antwortete Smith, dass sie dieses Gerücht "im Keim ersticken könnte". Identitätskontrollen sollen nur, wie bisher, an der Landesgrenze vorgenommen werden. Weitere Stimmen aus der Opposition, so auch aus der Konservativen Partei warnten Jacqui Smith davor, Großbritannien in einen Überwachungsstaat verwandeln zu wollen. Weitere Kritik kam von Dominic Grieve von den Konservativen: "Das Innenministerium hat vor, neue Ausweise einzufühen, die Kosten in Höhe von 19 Milliarden Pfund erzeugen sollen. Und dieses angesichts der Wirtschaftkrise und auch ohne Hinweise darauf, dass diese Maßnahme die Terrorgefahr mindern würde." Auch wäre die Rede davon, dass die Informationen aus den Datenbaken, die sie entwickeln, nicht immer hundertprozentig richtig sind, was, so Grieve, angesichts der Pannen in den letzten Jahren mehr als nur "Understatement" wäre.

Was also sollen die Polizei-Handhelds bringen? Der Nutzen dürfte klar sein: sofortiger Zugriff auf die Abermillionen von gesammelten Datensätzen. Denn die neuesten Ideen der britischen Regierung Großbritanniens waren unter anderem das Anlegen einer zentralen 'Superdatenbank', sowie unverzügliches Durchsuchen von Speicherchips in Fotoapparaten bei "auffälligen Fotografen". Nach wie vor bleibt einzig und allein die Frage zu stellen, was all diese technologischen Maßnahmen bewirken sollen. Denn die Erfahrungen der letzten Wochen und Monate in Großbritannien haben doch sehr deutlich gezeigt, dass man weder in der Lage ist, die gesammelten Daten auch nur annähernd sicher aufzubewahren, noch dass die erhobenen Datensätze, wie Eintragungen bei "Terrorverdacht" oder ähnlichem, im geringsten der Wahrheit entsprechen (siehe auch hier). Terrorverdächtig kann man in Großbritannien zum Beispiel schon sein, wenn man mehr als ein Handy besitzt. Er wirkt fast so, als sei die Vernetzung auf Teufel komm raus reiner Selbstzweck ohne auch nur einen Funken Verstand. (020200) (via Register, thx!)

(Bildquelle: the midnight sun, thx!)

News Redaktion am Freitag, 05.12.2008 18:14 Uhr

tagsTags: großbritannien datenbank uk jacqui smith terror überwachung

Bookmark and Share
 
Weitere interessante News
2 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • pizza am 06.12.2008 00:40:46

    Die Deppen verschusseln doch schon ganze Computer. Gehts nicht noch kleiner? :rolleyes: :D :( Deswegen ja die Handhelds, dann werden weniger PC's und Laptops geklaut, da man ja dank eines HAndhelds von überall auch einfach so an die Daten kommt, ohne immer den neuesten PC ...

  • Raycluster am 05.12.2008 19:17:43

    Die Deppen verschusseln doch schon ganze Computer. Gehts nicht noch kleiner? :rolleyes: :D :( ...

  • gullinews am 05.12.2008 18:00:00

    Wenn das Thema nicht so erst wäre, könnte man schon fast amüsiert dabei zusehen, wie Großbritannien die totale Überwachung vorantreibt. Die neueste Idee der britischen Innenministerin Jacqui Smith lautet: Man solle doch die Polizei mit modernen Handhelds ausstatten, damit Polizeibeamte auch ...

weitere Kommentare lesen     Nachricht kommentieren

 
Fotostrecke
News [Kurioses]

Passagierin verpasst Flug wegen anstößigem T-Shirt-Slogan

Julian Wolf am 27.05.2012, 21:08 Uhr

Flugzeug

Die amerikanische Fluglinie „American Airlines“ muss sich aktuell gegen Vorwürfe wehren, das Unternehmen benachteilige Kunden mit bestimmten moralischen Ansichten. Weil eine Passagierin auf ihrem T-Shirt den Spruch „If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator“ trug, konnte sie nicht an Bord ihres Anschlussfliegers.

mehr mehr lesen...

Browsergames
Gondal World

TOPTIPP: Gondal World

Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich! Escaria spielen

Escaria

Escaria

Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet! Escaria spielen

Artyria

Artyria

Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren. Artyria spielen

Gondal

Gondal

Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer. Gondal spielen

Last Emperor

Last Emperor

Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai. Last Emperor spielen

Nightcreeps

Nightcreeps

Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein. Nightcreeps spielen

gulli:picsArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli RSS NewsPresso Feedsgulli:Newslettergulli twittertgulli bei facebookgulli:news im AppStoreSeitenanfang