Dies könnte möglicherweise der Anfang eines neuen und vor allem wirksamen Vermarktungskonzeptes werden, welches die potenziellen Konsumenten von der Rechtsverfolgung durch die Labels schützen würde, während diese gleichzeitig Einnahmen erzielen.
Zumindest lautet so die Theorie. Eine Blankolizenz, die die Studenten an den Universitäten erwerben können, soll ihnen dort Musikdownloads für eine Pauschale bescheren. Diese Downloads sollen frei von DRM oder sonstigen Schreckgespenstern des digitalen Zeitalters bleiben und das Beste an allem: Wie sich die Studenten ihre Tracks online "organisieren" ist egal. Ob Sie hierfür eine P2P-Software oder einen One-Click-Hoster bevorzugen oder doch lieber bei iTunes die Tracks holen - es soll keine Rolle spielen. Besonders angepriesen wird selbstverständlich die Tatsache, dass Prozesse gegen Studenten, die illegales Filesharing betreiben, auch abnehmen würden. Man geht nämlich prinzipiell davon aus, dass entweder alle Studenten der Universität die Lizenz erwerben, oder niemand. Bezüglich des Preises steht noch nichts Konkretes fest, dafür jedoch das Abrechnungsmodel, welches manchen sicherlich sauer aufstoßen wird.
Um eine "gerechte" Verteilung der Einnahmen zu gewährleisten, müsste ein Monitoring des gesamten Traffics an der Uni durchgeführt werden. Natürlich würde man sich auch nach anderen Möglichkeiten umsehen, weshalb man in einer Vorankündigung wortwörtlich dazu aufruft, experimentierfreudig zu sein. Man scheint also davon auszugehen, dass die Universitäten womöglich bessere Lösungen anbieten könnten, als die stupide Durchforstung des Traffics. Wir warten gespannt ab, welche Möglichkeiten hier ans Tageslicht befördert werden, von denen es sicherlich Zahlreiche geben dürfte. (Firebird77)
(via techdirt, thx!)
Update:
Die neueste Ankündigung der Warner Music Group klingt leider völlig andersartig, als was wir noch kürzlich berichtet haben. "Die Präsentation wurde von einer Person innerhalb unseres Unternehmens erstellt und spiegelt lediglich die individuelle Meinung der Person wieder, die diese bereits auf zahlreichen Konferenzen dargelegt hat. Natürlich suchen wir aktiv in Zusammenarbeit mit den Universitäten nach einer konstruktiven Lösung dieser schwierigen Angelegenheit, bei der die Künstler eine angemessene Entlohnung erhalten, während ihre Werke weitläufig unter den Fans verteilt werden."
Das klingt in unseren Ohren stark nach: Wasch mich aber mach mich nicht nass! Es scheint so, als hätte das Unternehmen der Mut verlassen dieses Experiment in Angriff zu nehmen. Das ist leider exakt die Form von Bewegungslosigkeit, Zaghaftigkeit und Unvermögen sich zu ändern, die die Musikindustrie letztlich in diese Misere getrieben hat. Wie schade! (via hypebot, thx!) (Ghandy)
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News Redaktion am Dienstag, 09.12.2008 17:43 Uhr
Hehe ... würde sagen das ist die Hochwasser mit Vogel Strauß Taktik ... Hoffen das der Deich hält und beim Beten die Augen schließen, damit man die Sturmflut nicht sieht die sich Zusammenbraut ... mfg ...
Update ist raus! ...
falsch welcher student hoert denn ueberhaupt keine musik ?(welcher mensch?) nur das wuerde dann doch eher darin enden (falls es nicht allgemein mit eingerechnet wird), dass einer sich so eine lizens holt, jeder ein bisschen mit zahlt und dann alle musik darueber besorgt wird. nur: ich glaube kaum, ...
Ich behaupte das wird erst mal sogar zu mehr Prozessen/Abmahnungen führen da sich sicher, selbst wenn das nur 1 Cent/Tag kostet einige das Geld sparen wollen, aber der Traffic auf Lizenzverstöße überwacht wird. Falls das aber einfach irgendwie in die Studiengebühren eingerechnet wird könnte das sch ...
Vor einiger Zeit berichteten wir über den Vorstoß des Majorlabels Warner Music, die sich mit Jim Griffin einen Sympathisanten zur Blankolizenz für Musikdownloads an Bord geholt hatten. Bisweilen war es recht still um diese Idee, zumindest bis vor kurzem. Doch jetzt scheint Bewegung in das ganze ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.