
Es war ein harter Schlag, als das dänische Gericht die Sperre von The Pirate Bay für rechtens erklärte. Der Provider Tele2 widersprach dieser Entscheidung und trat vor Gericht.
Das erneute Ergebnis vor etwa 2 Wochen setzte dem Ganzen die Krone auf. Abermals hielt die Gerichtsbarkeit es für richtig, dass der Zugriff auf The Pirate Bay für Tele2-Kunden gesperrt bleiben müsste. Die Erklärung für diese Entscheidung konnte ungemein kurzgefasst werden. Tele2 würde Urheberrechte verletzen, indem sie den Transfer von urheberrechtlich geschütztem Material über deren Netzwerk zulassen. Folglich sei man sinnigerweise auch Schuld und müsse dafür geradestehen. Da eine Filterung des gesamten Traffics aussichtslos wenn nicht sogar unmöglich wäre, entschied man sich kurzerhand für eine Blockade der beliebten Torrent-Site. Kurz darauf trat die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) ebenfalls auf den Plan und wollte das "richtungsweisende Urteil" schwedischen Providern schmackhaft machen, damit diese ebenfalls den Zugang zur Piratenbucht blockieren würden. Hier scheiterte man jedoch.
Der Kampf ist für Tele2 jedoch noch lange nicht vorbei, da man sich entschieden hat, vor die höchste dänische Gerichtsbarkeit zu treten, um ein Grundsatzurteil zu erhalten. Dabei wird der Provider vom dänischen Telekommunikationsverband unterstützt, welcher äußerst besorgt über die jüngsten Entscheidungen ist. Deren Meinung nach bestehe somit nun grundsätzlich die Gefahr, dass dänische Provider zur Blockade beliebiger Seiten gezwungen werden könnten. Zensur hausgemacht. Peter Sunde, einer der Mitbegründer von The Pirate Bay, äußerte sich gegenüber Torrentfreak, wie folgt: "Wir sind uns sicher, dass Tele2 den Prozess gewinnen wird, wenn sich das Gericht wirklich in die Technologie einarbeitet und das Gesamtkonzept begreift. Es ist wichtig für die Netzneutralität und es ist ebenso wichtig für die dänischen Filesharer, dass sie es versuchen [...]."
Sollte Tele2 den Rechtsstreit vor der höchsten Instanz gewinnen, so wird The Pirate Bay die IFPI auf Schadenersatz verklagen. Es steht uns also eine spannende Zeit bevor. (Firebird77)
(via torrentfreak, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 11.12.2008 18:56 Uhr
Es ist auch ein Wettbewerbsnachteil und Imageproblem, wenn nur Tele2 sperren muss und sonstige Provider nicht. Es heisst dann schnell: Die sperren Seiten oder da ist nicht alles verfügbar, da geh ich nicht hin (egal ob man PB nun nutzt oder nicht). ...
EBEN. Weil: Wenn auch nur 10% aller Kunden "downloaden", dann fallen eben auch knapp 10% der Kunden weg. Ein enormer Verlust, da große Unternehmen über Jahre hinweg ihre Gewinne kalkulieren. Und so ein Szenario war wohl eher unwarscheinlich. Aber im Endeffekt haben die großen Provider ja auch ...
Denkst du jetzt, das interessiert ein Unternehmen? Erwarten die dadurch Umsatzeinbußen, oder was? Es geht einem Unternehmen um Gewinnmaximierung, der Rest ist doch eigentlich egal. Darum frag ich. Würden die dadurch soviel Geld verlieren? Naja, gibt ja bestimmt genügen ...
Naja "Downloads" sind ein weitläufiges Geschäft und jede Art von Zensur kann sich schlussendlich gering bermerken lassen. Finde es eine gute Sache gegen die Zensur vorzugehen :) Seht es doch mal positiv und nicht gleich wieder sagen "solche deppen, die sind ja gegen zensur, irgendwas haben die im ...
Sie wollen keine Seiten speeren ... halten nix von Zensur ? Denkst du jetzt, das interessiert ein Unternehmen? Erwarten die dadurch Umsatzeinbußen, oder was? Es geht einem Unternehmen um Gewinnmaximierung, der Rest ist doch eigentlich egal. Darum frag ich. Würden die dad ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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