
Viele Nutzer von MySpace haben sich sicherlich gewundert, warum ihr Playlist-Widget nicht mehr auf ihrer Seite zu sehen ist. Die Kollegen von TechCrunch sind dieser Erscheinung nachgegangen und haben den Anbieter diesbezüglich kontaktiert. Dort bestätigte man die Aussperrung des Dienstes. Als ausschlaggebender Grund wurde der Erhalt eines Anschreibens der Plattenlabels angegeben.
MySpace ist nach eigenen Angaben eine Plattform, welche jegliche Form von Entwicklungen begrüßt. Allerdings nur solche, die sich im Bereich der Legalität bewegen. Man akzeptiert weder eine rechtliche Grauzone noch einen Verstoß gegen die geltenden Bestimmungen. Copyright-Verletzungen im Allgemeinen nehme man im Hause MySpace nicht auf die leichte Schulter, hieß es. Als gemeinsames Ziel sieht man die Unterstützung der Entwickler bei ihrer Arbeit an. Maßgeblich sei dafür jedoch, dass die Rechte der Lizenzinhaber und die jeweiligen Inhalte unangetastet bleiben.
Bezüglich dem Project Playlist habe man diverse Hinweise von den großen Plattenfirmen erhalten. Diese gehen nach eigenen Angaben derzeit auf gerichtlichem Wege gegen das in Palo Alto ansässige Unternehmen vor. MySpace selbst sieht sich wegen der eigenen Policy gezwungen, den Dienst auf der eigenen Plattform mit sofortiger Wirkung zu sperren. Nach einer intensiven Überprüfung der gestellten Forderungen kam man zu dem Ergebnis, dass es im eigenen Interesse sei, die Inhalte zu blockieren. Laut dem veröffentlichten Statement handelt es sich dabei um einen dauerhaften Zustand, welcher ab sofort in Kraft tritt. In Zukunft müssen die User des sozialen Netzwerks also ohne die Widgets von Playlist.com auskommen.
Allerdings begrüße man auch weiterhin die Einbindung anderer Widgets. Auch solche aus dem Musikbereich sind dabei von Interesse, teilte man mit. Allerdings unterstreicht man zum wiederholten Male, dass die geltenden Urheberrechtsbestimmungen unter keinen Umständen verletzt werden dürfen. Wäre dies der Fall, so könnte auch einem vergleichbaren Projekt dasselbe Schicksal blühen. Seit April 2008 befinden sich Warner Music, die Universal Music Group und EMI in einem Rechtsstreit mit Project Playlist. Die erstellten Playlisten stehen allen Usern noch immer zur Verfügung und können auch auf weiterhin auf anderen Portalen in das jeweilige Profil eingebunden werden. (gS-)
(via techcrunch)
News Redaktion am Sonntag, 21.12.2008 17:00 Uhr
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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