
Vernon Coaker, Minister für Sicherheit, Terrorismusbekämpfung, Kriminalität und Polizei schrieb besagten Brief Anfang Dezember an Jeremy Dear, Generalsekretär der "National Union of Journalists". Coaker erklärte darin, dass das Recht, an öffentlichen Plätzen zu fotografieren, unter "besonderen Umständen" "eingeschränkt" werden kann. Wie man nach gut sieben Jahren Post-9/11-Sicherheitspolitik weiß, sind solche Formulierungen variabel interpretierbar. Im weiteren Verlauf des Briefes, aber auch anhand von Beispielen der letzten Zeit, kann man einen Eindruck gewinnen, was unter den besagten Einschränkungen zu verstehen ist.
Coaker nennt als Beispiel für Umstände, die ein Foto-Verbot rechtfertigen würden, Gefährdungen der nationalen Sicherheit sowie Situationen, in denen "Fotografieren Störungen der öffentlichen Ordnung auslösen oder hervorrufen würde, eine bereits aufgeheizte Situation weiter anheizen oder Sicherheitsbedenken auslösen würde."
Bereits in der Vergangenheit gab es diesbezüglich immer wieder Meinungsverschiedenheiten zwischen Fotografen und der Polizei mit heftigen Vorwürfen auf beiden Seiten. So erhoben Polizisten insbesondere nach Demonstrationen den Vorwurf, Demonstranten hätten ihre Kameras "aggressiv eingesetzt" und dazu benutzt, einzelne Beamte zu belästigen und einzuschüchtern.
Beobachter vermuten, dass auch das Recht, einflussreiche Politiker zu fotografieren, nicht in jedem Fall verlässlich eingefordert werden kann. Außerdem löst die Art der Formulierung bei Kritikern Sorge aus, denn "breach of peace" beziehungsweise "Störung der öffentlichen Ordnung" kann sehr unterschiedlich ausgelegt werden und liegt oft im Ermessen einzelner Polizeibeamter. Außerdem gab es in letzter Zeit Vorfälle, in denen die Polizei Medienvertreter daran zu hindern versuchte, über bestimmte kontroverse Geschehnisse zu berichten. Dies geschah beispielsweise bei den Protesten einer Gruppe griechischer und britischer Anarchisten in der griechischen Botschaft. (Annika Kremer)
(via The Register, thx!)
(Bildquelle: marc-valee photojournalist, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 25.12.2008 10:27 Uhr
OK, ab sofort gilt die englische Regierung für mich persönlich als Abschaum der Welt, die sind jetzt schon sogar schlimmer als China was Datenschutz und Überwachungsfaschismus angeht. Go England go! Big Brother is ███████████` ...
England ist doch schon längst ein Überwachungsstaat! Alles mit Kameras zu Pflastern aber freie Berichterstattung einschränken. In England darf man nicht mal mehr einen Schraubenzieher so mit rum tragen. (Muss wie ein Messer in einem verschlossenen Behältnis transportiert werden.) Anval ...
Ja, das fasst die Situation in UK etwa zusammen. Wobei ich das mit den Demos (also dieses Spannungsverhältnis zwischen Cops und Fotografen) auch kenne. Ich bin da immer seeeehr vorsichtig, wenn ich z.B. die ganzen Cops in voller Riot Gear oder in Berlin die Hundestaffel draufkriegen will, und versu ...
Jeden m² mit Überwachungskamera zukleistern aber dem normalen Bürger verbieten auch mal ein Foto zu machen :rolleyes: ...
In Großbritannien gibt es schon seit Jahren immer wieder heftige Diskussionen über das Fotografieren in der Öffentlichkeit. Offiziell ist es dort, wie die Regierung immer wieder betont, erlaubt, an öffentlichen Plätzen Fotos zu machen. Jedoch gelten Fotografen mitunter als "Sicherheitsrisiko ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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