
Man kennt die RIAA, die MPAA, die IFPI. Allesamt Verbände von Rechteinhabern, die nur das Beste vom Konsumenten wollen. Sein Geld. Deren Taktiken sind dabei mitunter als eher fragwürdig anzusehen, deren Wirkung zumeist ausbleibt.
In diese Reihe kann sich die Spanish General Society of Authors and Editors nun auch getrost einreihen. Der Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, diejenigen zu finden, die keine Lizenzgebühren für urheberrechtlich geschützte Werke bezahlen. Ein starkes Stück leistete sich der Verband bereits im Jahr 2005, als man einen privaten Ermittler bei einer privaten Hochzeit einschleuste. Der Verdacht, dass dort keine Lizenzgebühren für Musik entrichtet wurden, bestätigte sich. Als Beweis wurde ein heimlich gedrehtes Video des Privatermittlers zu Hilfe genommen, welches man in einem anschließenden Prozess vorführen wollte. Intelligenterweise ließ der Richter dies nicht zu, da es auf illegale Weise erstellt wurde und gegen die Privatsphäre der Hochzeitsgäste verstoßen hatte. Nichtsdestotrotz gewann die SGAE den Prozess, die Beklagte wurde zu einer Geldstrafe von 43.179 Euro verurteilt. Kurze Zeit später folgte jedoch der Prozess gegen die SGAE, wegen der Verletzung der Privatsphäre und der heimlichen Erstellung von Ton- und Videoaufnahmen. Die Retoure für den ersten Prozess folgte prompt, als man den Verband zu einer Strafe von 60.101 Euro verurteilte.
Der Chef der SGAE, Pedro Farre, äußerte sich damals, wie folgt: "Der Gebrauch von Privatermittler um Betrüger zu ermitteln ist üblich. Wir werden damit weitermachen." Die Anschuldigungen, man habe die Privatsphäre der Hochzeitsgesellschaft verletzt, indem man einen privaten Ermittler einschleuste, wollte man auch so gar nicht wahr haben. In 2006 äußerte man sich, dass alle Fragen zur Legalität des Videos "demagogische Argumente" wären. Auch sollte der Hauptaspekt auf der illegalen Nutzung von Musik liegen, und nicht auf der Legalität der Beweise. Eine interessante These. Womöglich sollte die Folterung auch wieder angewandt werden, um "seriöse Beweise" zu erheben.
Wie angekündigt konnte es die SGAE natürlich nicht lassen, und zeichnete weiter fleißig auf. Dieser Tage noch wird ein Prozess beginnen, bei dem es um einen ähnlichen Fall geht. Diesmal jedoch hat die SGAE keinen Privatermittler geschickt, um die Hochzeitsgesellschaft bei ihrem bösartigen Tun zu filmen. Nein, ausnahmsweise wurde dem Verband von einem eingeladenen Gast das Video zur Verfügung gestellt. Es wird also wieder eine heiße Diskussion darüber geben, ob abermals gegen die Privatsphäre der Gäste verstoßen wurde. Eine Frage, die sich jedoch jeder vernünftige Mensch selbst beantworten kann. Es ist wohl auch nur noch eine Frage der Zeit, bis die Interessensverbände ihre Ermittler auf privaten LAN-Parties einschleusen, um dem illegalen Tauschen Einhalt zu gebieten. (Firebird77)
(via torrentfreak, thx!)
(Bild via techlosofy, thx!)
News Redaktion am Freitag, 26.12.2008 21:11 Uhr
Wenn ich am 1. Mai traditionell wie jedes Jahr die Sau raus lasse und von observierenden Staatsdienern gefilmt und vor Gericht gezerrt werde. Dann probiere ich das auch mal, ich berufe mich auf meine Privatsphäre und das Recht am eigenen Bild:T . Sicher wird das Beweisvideo nicht zugelassen und ich ...
Warum müssen in Spanien Gebühren für eine Private Party gezahlt werden? Da ist ja unsere GEMA dann noch ganz Human hm? ...
toll wäre es wenn die vollen 60k euro bei denen die verklagt wurden angekommen sind dann haben die ja sogar noch nen hochzeitsgeschenk von 17000€ bekommen ;) wenn das nicht nett ist... ...
Nette rechteverwerter ... Nennt man sowas dan nicht Verbrecher ? :D Und solchen leuten soll man vertrauen ... Richtig so .. hoffentlich machen die weiter und treiben sich dan selber in den Ruin ^^ Kann man dan ja wie immer auf die bösen Raubmordkopierer schieben :T mFg ...
Hallo Super gemacht liebe SGAE 43.179 Euro eingenommen - 60.101 Euro verloren :D Dat nenn ick mal nen Geschäftssinn.:D :D Tja und da sie ja bereits angekündigt haben, dass sie nichts dazu lernen wollen Wir werden damit weitermachen dürfte die nächste ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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