Der unabhängige IT- und Tech-Kanal!
internet.board.entertainment.games.hardware

  • gulli
  • Nachrichten
  • Cyber-Terrorismus: Terroristen sollen sich vermehrt über Soziale Netzwerke organisieren

Cyber-Terrorismus: Terroristen sollen sich vermehrt über Soziale Netzwerke organisieren

Evan Kohlmann, Ermittler und Berater für Fragen des Terrorismus, sagte auf einer Konferenz zur Online-Sicherheit in New York, dass sich Terroristen vermehrt über Online-Angebote organisieren. Viele dieser Personen würden sich mittlerweile gar nicht persönlich kennen, jedoch über das Internet konspirativ zusammenarbeiten, um Anschläge vorzubereiten.

Kohlman arbeitet für Global Terror Alert, welche Informationen für Forscher, Analysten und die Politik bereithält, um gegen Terrorismus vorzugehen. Er ist ebenfalls Berater für unterschiedliche Gesetzesinitiativen. In seinem Vortrag wies er darauf hin, dass sich über das Internet vermehrt "Möchtegern-Terroristen" organisieren würden, welche sich mit der Mission der Al Qaida identifizieren. Er gab das Beispiel eines Netzwerks, welches bis 2006 von einem 19-Jährigen mit dem Namen Aabid Khan organisiert wurde.

Im Juni 2006 wurde Khan festgenommen, als er von einer Reise von Pakistan nach Großbritannien zurückkehrte. Er habe das Internet und Onlineforen dazu genutzt, virtuell Leute zu treffen und "Terroristen zu rekrutieren". Khan sollte einen weltweiten Krieg gegen diejenigen propagiert haben, die Al Qaida nicht unterstützen. Angeblich habe er auch geplant, Bomben in Washington und New York hochgehen zu lassen. Er hätte auch Kontakte zu weiteren Personen in Großbritannien und Kanada, darunter auch 17 Personen, die kurz vor Khans Inhaftierung in Toronto festgenommen wurden, so Kohlmann.

Khan hätte eine Reihe von sogenannten "Jihadi Online Foren" genutzt, was eine Art Facebook und MySpace für Cyber-Terroristen darstellen soll. Auch sollte der Chat-Service PalTalk zum Einsatz gekommen sein, der für direkte Frage- und Antwortstunden der mutmaßlichen Al Qaida-Führer genutzt wurde. PalTalk soll unter den "Jihadi Online Foren" bekannt sein und auch öfters genutzt werden.

Die stellvertretende Marketing-Direktorin von PalTalk soll sich dazu geäußert haben, dass sie sich darüber in klaren sind, dass in ihren Chat-Rooms "viele politische Diskussionen" stattfinden würden. So sagte sie auch, dass, solange nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen werde, in ihren Foren die Meinungsfreiheit herrschen würde. "Wir können nicht die Freiheit beschneiden, dass die Leute sagen dürfen, was sie wollen. Wenn jemand sagt, 'Ich bin der Führer von Al Qaida, komm sprich mit mir', dann ist das völlig legal." In den Nutzungsbedingungen sei lediglich Gewalt und Diskriminierung gegen andere Personen sowie "ungesetzliches Verhalten" ausgeschlossen. So wäre ein Chat darüber, wie man eine Bombe baut, ein sofortiger Grund, den Chat-Room zu schließen.

Resümierend stellt Kohlmann fest, dass die effektivste Strategie gegen diese Art der Terrororganisation sei, verdeckt zu ermitteln. "Die Leute kennen sich nicht, daher wissen sie nicht, ob man ein Ermittler ist oder nicht. Das System zu infiltrieren ist die effektivste Methode." (020200)

(via Slashdot, PC World, thx!)

News Redaktion am Freitag, 09.01.2009 17:09 Uhr

tagsTags: online paltalk kohlmann terror al-qaida

Bookmark and Share
Rating Rating Rating
 
Weitere interessante News
33 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • titus_shg am 09.01.2009 23:12:09

    MI6 rekrutiert ja auch schon über facebook, warum sollten das terroristen nicht tun ;) Wie schon gesagt, ihre IT-Experten suchen sie sich dann bestimmt über knuddels und die ganzen 1337-Boards.... :o MfG Andy ...

  • !AntiDekoration am 09.01.2009 22:45:10

    MI6 rekrutiert ja auch schon über facebook, warum sollten das terroristen nicht tun ;) ...

  • am 09.01.2009 21:10:52

    - - ...

  • _Brot am 09.01.2009 20:54:38

    Ihre Rechte abgeben. Verantwortung ist lästig. & wer sich vom Staat alles diktieren lässt, muss nicht selber denken. ...

  • titus_shg am 09.01.2009 20:52:25

    Ich meinte das auf die Allgemeinheit bezogen. Denn das machen viele aus Bequemlichkeit. Was machen viele aus Bequemlichkeit? MfG Andy ...

weitere Kommentare lesen     Nachricht kommentieren

 
News [Kurioses]

Apple filterte den Begriff "Jailbreak" im iTunes Store

Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr

befreit: ipad 3 & iphone 4s

Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.

mehr mehr lesen...

Browsergames
Gondal World

TOPTIPP: Gondal World

Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich! Escaria spielen

Escaria

Escaria

Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet! Escaria spielen

Artyria

Artyria

Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren. Artyria spielen

Gondal

Gondal

Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer. Gondal spielen

Last Emperor

Last Emperor

Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai. Last Emperor spielen

Nightcreeps

Nightcreeps

Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein. Nightcreeps spielen

gulli:picsArtikel empfehlengulli RSS News Feedsgulli RSS NewsPresso Feedsgulli:Newslettergulli twittertgulli bei facebookgulli:news im AppStoreSeitenanfang