
Menschlich betrachtet bleibt der Interessensverband der amerikanischen Musikindustrie jedoch zutiefst verdorben und hält sich nicht einmal im Ansatz an sein Wort.
Eigentlich wollte man ab Beginn der Ankündigung - also dem 19. Dezember - damit aufhören, Filesharer mit Drohbriefen zu verfolgen und sie in möglichen Prozessen in den finanziellen Ruin zu treiben. Die erhoffte Resonanz der Provider, welche daraufhin als Hilfssheriffs auftreten sollten, blieb glücklicherweise aus. Vielmehr äußerten sich zahlreiche US-amerikanische Provider, dass die Jagd nach Filesharern für sie nicht in Frage käme, was zum einen auf Kostengründen beruhe, zum anderen in der Thematik der Netzneutralität begründet liegt. Bereits kurze Zeit nach dieser Ankündigung bewies Ray Beckermann, einer der zahlreichen Anwälte, der Opfer der RIAA vertritt, dass der Verband mehr als heuchlerisch war. Wenige Tage vor dieser Ankündigung wurden noch immer zahlreiche Klageschriften eingereicht, obwohl man sich gegenüber den Medien äußerte, seit Monaten keine neuen Klageschriften mehr verschickt zu haben. Die letzte bekannte Datum, welches Beckermann vorliegt, verwies auf den 15.12.2008.
Damit wird dieses Szenario jedoch keinesfalls enden. Die Recording Industry Association of America hat nämlich nicht vor, die bereits eingereichten Klageschriften zurückzuziehen. Dies sei, so die RIAA, (angeblich) nicht möglich. Wieso dem so sein soll, gibt der Verband nicht an. Faktisch könnte die Klage jedoch jederzeit fallen gelassen werden. Außer man hat kein Interesse daran, dies zu tun. (Firebird77)
(via techdirt, thx!)
(Bild via profile.myspace, thx!)
News Redaktion am Montag, 12.01.2009 19:11 Uhr
Guter Plan, sich menschlich geben und niemanden mehr ausbeuten, hintenrum sich aber an die Provider wenden. Die haben das allerdings nicht mitgemacht und nun geht man halt den alten gewohnheiten nach... ...
Ein Weihnachtsgeschenk bezieht seinen Wert nicht allein aus dem monetären Preis, den es gekostet hat. Für viele Menschen hängt daran auch ein gutes Stück Emotion und Menschlichkeit, welche möglicherweise sogar bedeutender sind, als der wirtschaftliche Wert. Finanziell betrachtet war das Weih ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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